So wählen Sie den richtigen Futternapf für Ihren Vierbeiner


27.10.2017
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Wolters Keramiknapf

Schnell einen Napf besorgt und schon kann das Festmahl losgehen? Ganz so einfach ist es nicht, denn ein Alltagsgegenstand wie Geschirr, Leine oder eben auch der Fressnapf will sorgfältig ausgewählt werden. Natürlich entscheidet nach dem Einkauf erst einmal die Hundeschnauze, ob ihr der Napf zum täglichen Speisen zusagt. Die tierische Vorliebe ist – wie die Auswahl von Tafelsilber – individuelle Geschmackssache.

Der passende Futternapf

Generell sollte der Futternapf ein wenig größer sein als die verfütterte Mahlzeit. Das verhindert, dass die Umgebung rund um den Napf nach dem Fressen einem Schlachtfeld ähnelt. Außerdem ist es angenehmer aus einem zu großen Futternapf zu fressen als aus einem zu klein bemessenen Behältnis. Beim Kauf sollte bedacht werden, dass der Inhalt trotz gleicher Größenbezeichnung bei unterschiedlichen Händlern oder Modellen nicht zwangsläufig identisch sein muss – „Größe M ist also nicht gleich Größe M“.
Bei längeren Schnauzen empfiehlt sich ein etwas tieferer Napf, währenddessen Kurznasen einen flacheren Napf als angenehmer empfinden. Hat der Vierbeiner einen ausgedehnten Fang (z.B. Boxer, Bulldogge), darf der Napf gerne etwas großzügiger bemessen sein. Die Hundeschnauze sollte beim Fressen nicht an die Seitenwände der Schüssel anschlagen. Große, lange Hängeohren oder sehr haarige Lauscher erfordern einen etwas schmaleren Napf, damit die Ohren während des Mahls nicht im Inhalt des Napfes baumeln.
Übrigens: Der Wassernapf sollte in etwa die gleiche Größe wie der Fressnapf besitzen. Da dem Hund ohnehin stets frisches Wasser zur Verfügung stehen muss – insbesondere auch während des Fressens – wird neben einem Futternapf immer auch ein zusätzlicher Wassernapf benötigt.

Futter- und Wassernapf – Welches Material ist das passende?

Nachdem die richtige Napfgröße ermittelt wurde, geht es nun um die richtige Materialauswahl.

Fressnäpfe aus Kunststoff klirren nicht so laut, allerdings stürzen sie aufgrund ihres Fliegengewichts gelegentlich um und bescheren damit schnell eine Sauerei auf dem Boden. Insbesondere bei Futternäpfen aus Kunststoff ist daher eine Unterseite aus rutschfestem Material empfehlenswert. Ebenso kann eine leicht konische Form des Napfes (unten breiter als oben) vor zu einfachem Umkippen schützen. Denn ansonsten wird Ihr Vierbeiner während der Mahlzeit unwillkürlich quer durch den Raum fegen. Meist haben Näpfe aus diesem Grund ohnehin einen Silikonring verbaut, der gelegentlich gereinigt werden sollte. Manche Vierbeiner sind jedoch empfindlich gegenüber Kunststoff. Ein besonderer Kunststoff ist Melamin: Bruchfest, leicht zu pflegen und reinigen sowie widerstandsfähig im Alltag. Melamin gilt als gesundheitlich unbedenklich und der Napf kann sogar in der Spülmaschine mit all dem anderen Geschirr gereinigt werden. Jedoch neigen Produkte aus Melamin zu Verfärbungen.

Keramikschüsseln sind nicht nur recht standfest, sondern lassen sich gleichfalls kinderleicht reinigen. Häufig sind Näpfe aus Keramik etwas kostenintensiver als die Kollegen aus Kunststoff.

Fressnäpfe aus Edelstahl sind zwar genauso wie die Keramikschüsseln etwas lauter als Kunststoffnäpfe, allerdings gelten sie als äußerst hygienisch und robust. Auch für Edelstahlnäpfe muss in der Regel etwas tiefer in die Geldbörse gegriffen werden als für Plastiknäpfe.

Welche Arten von Futternäpfen gibt es?

Hunter Smart Futternapf HundebarDie Futterbar gibt es entweder stationär oder höhenverstellbar. Höhenverstellbare Exemplare sind besonders praktisch für Halter, die zwei Vierbeiner mit unterschiedlicher Widerristhöhe ihre Familienmitglieder nennen. Grundsätzlich kann eine Futterbar auch nicht so einfach durch den Raum geschoben werden. Das Gestell der Futterbar sollte aber ein gewisses Gewicht besitzen und nicht allzu leicht verrutschen oder gar umstürzen.

Die Futterbar eignet sich vor allem für Hunde, die ein gesundheitliches Handicap haben. Beispielsweise ist das Fressen ohne Bücken angenehmer für Fellnasen, die mit schmerzhaften Gelenkbeschwerden zu kämpfen haben. Ebenfalls ist ein erhöhter Futternapf für Vierbeiner mit einer erweiterten Speiseröhre (sogenannter Megaösophagus) vonnöten.

Außerdem kann eine Futterbar wie ein schönes Service ein richtiger Hingucker sein.

SureFeed luftdichte FutterschaleFutterautomaten und bewegungsgesteuerte Fressnäpfe verhindern die Verbreitung eines unangenehmen Geruchs in der Wohnung. Sobald sich der Vierbeiner dem Napf nähert, öffnet sich die Abdeckung und er kann seinem Mahl frönen. Das Futter bleibt zudem länger frisch und wird somit lieber von Ihrem Liebling gefressen. Beim Futterautomaten ist es noch dazu so, dass nur der einprogrammierte Vierbeiner Zugang zum Futter erhält. So kann bei mehreren Haustieren nicht eines dem anderen etwas wegfressen. Auch Fliegen und Kinderhänden wird so der Zugang verwehrt. Die Programmierung erfolgt über den Chip, den ihr Haustier sowieso haben sollte oder über einen Halsbandanhänger.

TrinkbrunnenTrinkbrunnen Pioneer sind zwar nicht dringend notwendiges Zubehör, allerdings können sie in manchen Fällen schlechte Wassertrinker zum regelmäßigeren Wasserschlecken motivieren. Trinkbrunnen generieren pausenlos frisches Wasser, sodass das kühle Nass nie abgestanden schmeckt.

Anti-Schling-Näpfe zeichnen sich durch eingebaute – oftmals labyrinthartige – Erhöhungen aus, sodass der Vierbeiner zwangsmäßig langsamer Fressen muss. Wie der Name schon sagt, sind Anti-Schling- Näpfe für zu schnelle Esser ideal!

Praktisches Zubehör

Besonders praktisch für freistehende Näpfe ist eine Napfunterlage. Sie fangen Futterbrösel sowie über Bord gegangenes Wasser auf und lassen sich leicht reinigen. Außerdem garantieren Napfunterlagen eine bessere Rutschfestigkeit.

Für Reisen und längere Ausflüge sind faltbare Reisenäpfe ein unabdingbares Equipment. Sie lassen sich praktisch verstauen, sind leicht zu tragen und zu reinigen. Wasser lässt sich am besten in einer Reisewasserflasche transportieren.

Und nun wünschen wir Ihrem Vierbeiner „Bon appetit“!

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