Wissenswertes zur Tierversicherung – Hundehaftpflicht, Katzenkrankenversicherung & Co.


12.02.2015
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Was ist, wenn der Hund beim Spielen versehentlich einen Passanten „umrennt“? Was ist, wenn die Katze während dem Freigang einen Verkehrsunfall provoziert oder was ist, wenn der Vierbeiner schwer erkrankt?

Nur ungern denken wir darüber nach, was unseren Tieren alles passieren kann oder welche Schäden sie verursachen könnten. Sicherlich ist das aber eine Frage, der sich jeder Tierhalter einmal stellen sollte: Kann ich im Ernstfall die finanziellen Folgen selbst tragen? Immer mehr Tierbesitzer in Deutschland schließen inzwischen eine Tierversicherung ab, um sich so für den Risikofall finanziell abzusichern. Lesen Sie, weshalb Hundehaftpflichtversicherung, Katzenkrankenversicherung & Co. sinnvoll sein können und worauf Sie vor Abschluss einer Versicherung achten sollten.

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Warum eine Pferde- oder Hundehaftpflichtversicherung?
In Deutschland gilt für Halter von Hunden und auch Pferden die sogenannte „Gefährdungshaftung“. Das bedeutet, dass Tierhalter für alle Schäden, die durch ihr Tier entstehen, in vollem Umfang mit ihrem Privatvermögen haften. Die finanziellen Folgen eines durch das Tier verursachten Schadens sind dabei nicht selten fatal: Personenschäden, etwa, weil der Hund einen Passanten beim Spielen umläuft und der sich beispielsweise das Bein bricht oder auch Sachschäden, wenn die Katze auf die Straße läuft und durch Ausweichmanöver der Autos ein Unfall entsteht, belaufen sich nicht selten auf einen hohen vier- bis fünfstelligen Bereich. Für viele Tierhalter bedeutet das das finanzielle Aus.
Um sich vor hohen Schadensforderungen abzusichern, ist eine Hundehaftpflichtversicherung oder auch eine Haftpflichtversicherung für das Pferd sinnvoll. In einigen Bundesländern ist die Hundehaftpflicht sogar bereits Pflicht, zum Beispiel in Berlin oder Hamburg – aber unabhängig davon, lassen auch so immer mehr Hundehalter und auch Pferdebesitzer ihr Tier für den Schadensfall absichern. Katzen unterliegen übrigens nicht der Gefährdungshaftung – in den meisten Fällen sind sie über die Privathaftpflichtversicherung des Halters abgedeckt. Ihr Versicherungsanbieter gibt Ihnen sicherlich gerne Auskunft zu diesem Thema, falls Sie sich unsicher sind, inwieweit Ihre Katze unter Ihre Versicherungshaftung fällt.

Warum eine Katzen-, Pferde- oder Hundekrankenversicherung?
Nicht nur hohe Schadensforderungen, sondern auch hohe Tierarztrechnungen können Tierhalter unter Umständen in finanzielle Schwierigkeiten bringen. Auch, wenn wir nicht gerne darüber nachdenken: Das Risiko kostspieliger Operationen oder einer schweren Erkrankung des Tieres ist leider nie ausgeschlossen. Auch für die Krankheitsvorsorge existieren daher spezielle Versicherungen für Hunde, Katzen und auch Pferde, die Sie im Ernstfall finanziell entlasten können: Je nach Versicherungsumfang übernimmt eine Hundekrankenversicherung beispielsweise die Kosten für anfallende Untersuchungen und Behandlungen beim Tierarzt oder auch die medikamentöse Behandlung des Tieres. Oftmals sind sogar notwendige Operationskosten und Aufenthalte in einer Tierklinik in der Versicherungsleistung eingeschlossen. Sollte Ihr Tier tatsächlich einmal schwer erkranken oder eine dringende medizinische Operation benötigen, ist schnelles Handeln gefragt. Mit einer Hundekrankenversicherung oder auch einer Krankenversicherung für Katzen beziehungsweise Pferde, werden Sie in dieser Situation zumindest um die finanzielle Sorge entlastet und können sich voll und ganz der Versorgung Ihres Tieres widmen.
Eine Krankenversicherung bringt darüber hinaus oft auch weitere Vorzüge, wie etwa kürzere Wartezeiten – Ihr Tier wird damit zu einer Art „Privatpatient“. Für diejenigen, die keine volle Hundekrankenversicherung abschließen möchten, gibt es auch die Möglichkeit einer OP-Versicherung für Hund, Katze oder Pferd. Eine OP-Versicherung schützt Sie in der Regel vor allen Kosten, die im Zusammenhang mit einer medizinisch notwendigen Operation des Tieres entstehen. Dazu gehören in der Regel die Voruntersuchungen des Tieres, die Operation selbst, sowie die Nachuntersuchungen hinterher. Ist ein Aufenthalt in einer Tierklinik notwendig, so ist auch dieser meist eingeschlossen. Wer sich jedoch darüber hinaus auch für „Routine-Gänge“ zum Tierarzt oder medizinische Behandlungen, etwa bei Krankheit, absichern möchte, ist mit einer Hundekrankenversicherung inklusive Operationsschutz rundum abgesichert.

Was gilt es vor Abschluss einer Versicherung zu beachten?
Der Versicherungsumfang kann sich je nach Angebot und Versicherungsanbieter stark unterscheiden – überlegen Sie sich daher zunächst, welche Versicherung zu Ihren individuellen Ansprüchen passt, beziehungsweise, welche Leistungen unbedingt enthalten sein müssen. Vor dem Abschluss einer Versicherung, sollten Sie sich daher genau ansehen, welche Leistungen in den einzelnen Versicherungspaketen enthalten sind. Erkundigen Sie sich außerdem danach, in welchen Fällen die Versicherung haftet: beispielsweise, ob die Versicherungshaftung auch bei „Fremdhütung“ greift, also wenn Ihr Tier zum Schadenszeitpunkt unter der Obhut einer anderen Person (z.B. dem Nachbarn oder den Eltern) stand. Bei Pferden kann es außerdem von Bedeutung sein, dass das Tier auch bei einem Fremdreiter mitversichert ist. Auch Mietsachschäden fallen nicht immer in die Leistungen einer Versicherung und sollten bei Bedarf berücksichtigt werden. Am besten gehen Sie alle „Szenarios“, für die Sie eine Versicherungsleistung sinnvoll halten, einmal durch und fragen diese gezielt ab.
Überlegen Sie sich auch, ob Sie im Schadens- beziehungsweise Krankheitsfall in der Lage sind, eine Eigenbeteiligung zu einem bestimmten Prozentsatz zu leisten. Ansonsten sollten Sie darauf achten, dass ihre Versicherung alle Kosten komplett übernimmt und in keinem Fall eine Eigenbeteiligung fällig ist. Unabhängig davon sollten Sie in jedem Fall auf eine möglichst hohe Deckungssumme achten – auch wenn diese zunächst sehr hoch erscheint, ist eine Deckungssumme gelegentlich schneller erreicht, als einem lieb ist. Grundsätzlich ist es außerdem sinnvoll, eine Versicherung für Ihr Tier so früh wie möglich abzuschließen, um so einen möglichst günstigen Tarif zu erhalten. Bei vielen Anbietern ist dies bereits ab dem dritten Lebensmonat des Tieres möglich. Sollte Ihr Tier bereits etwas älter sein, haben Sie jedoch immer noch die Möglichkeit eine Versicherung abzuschließen – informieren Sie sich in jedem Fall gut über die verschiedenen Angebote. Für einige Hunderassen, wie etwa Listenhunderassen, bieten einige Versicherungsanbieter übrigens keinen Versicherungsschutz an – hier existiert eine spezielle „Kampfhundehaftpflicht“, welche speziell auf die Versicherung betroffener Rassen ausgelegt ist.

Die optimale Tierversicherung finden
Über unseren Versicherungsfinder erhalten Sie einfach und schnell einen Überblick über die verschiedenen Versicherungsangebote. Dort können Sie die Tarife und Leistungen verschiedener Versicherungsanbieter vergleichen und so die optimale Versicherung für Sie und Ihr Tier finden.

HundeversicherungKatzenversicherung

Halten auch Sie eine Tierversicherung für sinnvoll oder haben bereits eine abgeschlossen? Wir freuen uns über Ihre Kommentare zu diesem wichtigen Thema. 

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