Welpenschutz – ein Gerücht oder die Wahrheit


10.12.2015
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babyhund-schlafend-in-händenWenn man als frisch gebackener Hundebesitzer mit seinem kleinen Welpen spazieren geht und ein älterer Hund auf diesen losstürmt, bekommt man es schnell mit der Angst zu tun. Der andere erfahrene Hundebesitzer versucht einen dann meist zu beruhigen und erzählt einem etwas vom Welpenschutz. Oder man begegnet mit seinem eigenen erwachsenen Hund Welpenbesitzern, die ganz unbekümmert mit ihrem Liebling spazieren gehen, da sie davon ausgehen, dass er sowieso Welpenschutz genießt. Aber gibt es diesen ominösen Welpenschutz überhaupt oder ist das nur ein Gerücht?

Wenn das mit dem Welpenschutz ein Gerücht ist, dann hält es sich jedenfalls hartnäckig. Ein Welpe ist ein kleines hilfsbedürftiges Tier und so unterliegt er laut vieler Menschen beim Kontakt mit erwachsenen Hunden dem Welpenschutz. Welpenschutz ist in diesem Zusammenhang so zu verstehen, dass der Welpe im Kontakt mit erwachsenen Hunden einen gewissen Schutz genießt. Die älteren Hunde lassen den Kleinen laut diesem Welpenschutz gewähren und attackieren und verletzen ihn nicht. Sie wissen angeblich, dass das kleine Wesen schutzbedürftig und hilflos ist.

Wie sieht es aus – gibt es Welpenschutz?

Schauen wir uns das beim Vorfahren des Hundes, dem Wolf an. Die Wolfsmutter hält andere Wölfe in den ersten Wochen von Ihren Welpen fern, so dass es gar nicht zu dem oben beschriebenen Welpenschutz kommen kann. Danach lernen die Kleinen Ihre Grenzen im Rudel kennen, den besagten Welpenschutz gibt es hier also auch nicht.

Auch bei den Hunden ist es so, dass es keinen Welpenschutz gibt. Im eigenen Rudel kann man in den ersten Wochen beobachten, dass die Erwachsenen zwar toleranter gegenüber der Welpen sind, für fremde Hunde gilt das aber nicht.

Man darf sich also auf keinen Fall darauf verlassen, dass ältere Hunde dem Welpen nichts tun. Das ist sehr gefährlich und kann zu schweren Verletzungen führen. Und wenn man Glück hat und keine sichtbaren Verletzungen entstehen, dann kann der Hund trotzdem noch seelische Schäden davontragen.

Was man mit seinem Welpen beachten sollteEnglish bulldog puppies

Es ist am besten, wenn der Welpe im ersten Jahr nur positive Hundebegegnungen erlebt, damit er nicht verängstigt ist und anderen Hunden zukünftig nicht skeptisch gegenüber tritt. Hier kann man sich jedoch nicht auf die anderen Hunde verlassen, sondern muss selbst dafür Sorge tragen, dass dem kleinen Schützling nichts passiert. Lieber sollte man Zweierbegegnungen eingehen, als Treffen mit vielen Hunden. Hier können sich die Hunde besser aufeinander einstellen und man kann die Situation auch leichter klären, falls es zu wild werden sollte. Unkastrierte Hündinnen während der Läufigkeit und gerade erst ausgewachsene Hunde sind Welpen gegenüber meist schwieriger als andere Hunde, aber auch bei anderen kann man sich natürlich nie sicher sein, dass nichts passiert. Um eine zu stürmische Begrüßung zu vermeiden, ist es gut, wenn man mit seinem Welpen langsam an der Leine auf den anderen Hund zugeht. Am besten fragt man den anderen Besitzer, wie sein Hund mit Welpen zurechtkommt. Sollte das andere Herrchen oder Frauchen etwas von Welpenschutz erzählen, sollte man die Begegnung lieber vermeiden. Sollte der Hund laut Besitzer gut mit Welpen klarkommen, muss man darauf achten, dass der Welpe dem anderen Hund nicht in den Schulterbereich springt. Denn die Welpen müssen die Körpersprache der erwachsen Hunde erst lernen zu verstehen um sich richtig zu verhalten. Hundeschulen können den Welpen und seinen Besitzer dabei unterstützen.

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