Weihnachten mit Hund und Katze – Welche Gefahren lauern?


5.12.2014
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Vor wenigen Tagen begann die Adventszeit und wir Zweibeiner freuen uns auf eine ruhige und besinnliche Zeit, der Weihnachtsschmuck wird ausgepackt und die Wohnung festlich dekoriert. Für unsere Vierbeiner ist diese Zeit sicher sehr aufregend und alles muss genauestens unter die Lupe genommen werden. Doch die Neugier unserer Lieblinge kann ihnen gerade in der Weihnachtszeit schnell zum Verhängnis werden. Denn vieles, was glitzert und glänzt ist zwar schön anzuschauen, für unsere Vierbeiner jedoch nicht ganz ungefährlich.

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Weihnachtsbaum und Weihnachtsschmuck

Weihnachtsbäume sind für Vierbeiner in der Weihnachtszeit die Gefahrenquelle Nummer eins. Der Christbaumschmuck „fordert“ ja quasi fast zum Spielen auf und nicht selten gehen zerbrechliche Christbaumkugeln aus Glas dabei kaputt. Durch die Scherben können sich unsere Vierbeiner an den Pfoten verletzen. Hunde neigen manchmal auch dazu, die Christbaumkugeln in den Mund zu nehmen und darauf herumzubeißen – es sieht wie ein Ball zum Spielen aus. Das kann zu Schnittwunden im Maul- und Rachenraum führen und beim Verschlucken sogar Verletzungen im Magen-Darm-Trakt zur Folge haben.

Lametta und Engelshaar lädt vor allem unsere Stubentiger zum Spielen ein. Die tollen, glitzernden Bänder müssen einfach mit den Pfoten erkundet werden. Doch Lametta oder Engelshaar wird von unseren Samtpfoten schnell einmal verschluckt. Dies kann zu Verletzungen im Verdauungstrakt führen oder sogar einen Darmverschluss auslösen.

Auch die Stabilität des Weihnachtsbaums wird von unseren Vierbeinern hin und wieder auf die Probe gestellt. Katzen testen seine Eignung als Kratzbaum und auch von Hunden wird der Baum manchmal etwas stürmischer erkundet.  Steht der Baum dabei wacklig, kann es schnell passieren, dass unsere Vierbeiner ihn zum Umfallen bringen und sich dabei verletzen. Zudem können unsere Lieblinge einer Kostprobe der spitzen Tannennadeln oder des Wassers aus dem Christbaumständer ab und zu nicht widerstehen. Die spitzen Nadeln können zu Verletzungen führen und die ätherischen Öle, die in den Tannennadeln enthalten sind, sind für Vierbeiner giftig. Im Wasser des Christbaums können sich Harz und Konservierungsstoffe, mit denen der Baum zuvor behandelt wurde, befinden. Diese Stoffe  sollten Ihre Lieblinge nicht zu sich nehmen, denn sie können ebenfalls Vergiftungserscheinungen hervorrufen.

Was sollten Sie tun? Am besten verwenden Sie anstelle von zerbrechlichem Schmuck und Lametta Dekoration aus Holz, Stroh, Plastik oder Filz. Wenn Sie nicht auf Christbaumkugeln aus Glas oder Lametta verzichten wollen, sollten diese zumindest außer Reichweite Ihrer Vierbeiner – also nicht an den unteren Zweigen – angebracht werden. Sorgen Sie außerdem für einen sicheren Stand des Weihnachtsbaums – idealerweise sollte der Baum zusätzlich an Wand oder Decke befestigt werden – und machen Sie den Christbaumständer für Ihren Vierbeiner unzugänglich. Auch mit den nötigen Vorsichtsmaßnahmen sollten Ihre Lieblinge aber nicht unbeaufsichtigt mit dem Baum zurückgelassen werden.

Geschenkpapier, Schleifen und Bänder

Auch Geschenkpapier, Schleifen und Bänder sind reizvolle Spielereien für unsere Vierbeiner. Raschelndes Geschenkpapier und Ringelbänder sind einfach zu aufregend, um sie nicht genauer unter die Lupe zu nehmen. Aber Vorsicht: Unsere Lieblinge können diese Utensilien leicht verschlucken und es besteht die Gefahr, dass sie sich mit Schleifen und Bändern strangulieren.

Was sollten Sie tun? Achten Sie darauf, dass Ihre Vierbeiner während des Geschenkeeinpackens nicht an Bänder oder Ähnliches geraten. Außerdem ist es wichtig, dass Sie auch die fertig eingepackten Geschenke nicht in Reichweite Ihrer Lieblinge platzieren, da die Versuchung, das Geschenk auszupacken und mit dem Papier und den Schleifen zu spielen, oftmals zu groß ist.

Brennende Kerzen

Kerzen sorgen zur Weihnachtszeit für Wärme und Gemütlichkeit in unserem Zuhause. Sei es am Weihnachtsbaum oder auf dem Adventskranz – so stimmungsvoll brennende Kerzen sind – sie stellen eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle für unsere tierischen Mitbewohner dar. Flackerndes Licht übt einen großen Reiz auf unsere Lieblinge aus. Schnell wird eine Kerze umgeworfen und das Fell oder die Schnurrhaare der Vierbeiner fangen Feuer oder es wird sogar ein Wohnungsbrand ausgelöst.

Was sollten Sie tun? Haustiere sollten nie mit brennenden Kerzen unbeaufsichtigt gelassen werden. Elektrische Kerzen am Christbaum stellen eine ungefährlichere Alternative zu echten Kerzen dar. Jedoch muss bei elektrischen Christbaumkerzen das Kabel so verlegt werden, dass es für die Vierbeiner unzugänglich ist und diese nicht damit spielen, daran knabbern oder darüber stolpern können.

Duftöle, Duft- und Schneesprays

Einige Zweibeiner verwenden zu Weihnachten auch Duftöle, Duft- und Schneesprays. Die Neugier treibt viele Vierbeiner dazu, die Öle und Sprays einer Kostprobe zu unterziehen. Diese sind für unsere Vierbeiner allerdings giftig und sollten keinesfalls abgeleckt werden.

Was sollten Sie tun? Am besten verzichten Sie auf solche Sprays und Öle, wenn Sie einen tierischen Mitbewohner besitzen.

Giftige Weihnachtspflanzen

Pflanzen wie Weihnachtssterne, Christrosen, Mistelzweige oder Stechpalmen gehören ebenfalls in vielen Haushalten zur Weihnachtsdekoration. Auch unsere Vierbeiner beäugen die neue weihnachtliche Pflanzenpracht neugierig und es dauert nicht lange, schon wird an dem ein oder anderen Blatt oder Zweig geknabbert. Diese Weihnachtspflanzen können für unsere Lieblinge giftig sein und sollten keinesfalls gefressen werden.

Was sollten Sie tun? Besitzer von sehr neugierigen Vierbeinern sollten ganz auf weihnachtliche Pflanzen verzichten. Ansonsten sollten die Pflanzen zumindest dort platziert werden, wo sie für Ihre Lieblinge nicht erreichbar sind.

Schokolade und Häppchen vom Tisch

Hund mit SchokoladeAuch Süßigkeiten sollten vor unseren Haustieren in Sicherheit gebracht werden. Denn auch wenn ein Schokoladenpapier noch so schön beim Auspacken raschelt, kann es ernsthafte Vergiftungserscheinungen zur Folge haben, wenn die Schokolade von Hunden und Katzen gefressen wird. Schokolade enthält nämlich den Stoff Theobromin, der für unsere Stubentiger und Fellnasen tödlich sein kann. Je dunkler die Schokolade ist, desto gefährlicher ist sie für unsere Vierbeiner, da  mit höherem Kakaoanteil auch mehr Theobromin enthalten ist. Eine Theobrominvergiftung kann sich z.B. durch steigende Unruhe, Schwäche, Zittern und Krämpfe sowie durch Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen bemerkbar machen. Außerdem bekommen die Vierbeiner oft schlecht Luft und atmen sehr schnell oder leiden sogar unter Herzrasen.

Ebenfalls sollte davon abgesehen werden, unsere Lieblinge mit fettigen Häppchen oder Geflügelknochen vom Tisch zu verwöhnen, da diese zu Verdauungsproblemen und Verletzungen führen können.

Was sollten Sie tun? Oft fällt es schwer, dem bettelnden Blick der Vierbeiner zu widerstehen. Wer seinen Lieblingen zu Weihnachten etwas Gutes tun will, sollte lieber spezielle Kauartikel für Hunde oder Leckerlis für Katzen kaufen oder sich selbst an den Ofen stellen und Hunde- oder Katzenkekse backen.

Gestalten Sie die Weihnachtszeit für Ihren Vierbeiner so sicher wie möglich, damit sowohl Sie als auch Ihr Liebling die Adventswochen in schöner Erinnerung behalten können. Sollte Ihr Liebling doch einmal etwas verschluckt, sich verletzt oder etwas gefressen haben, das nicht für ihn bestimmt war, können Sie während der Feiertage den Tierärztlichen Notdienst kontaktieren.

Notdienste in Ihrer Nähe finden Sie hier: http://www.tierklinik.de/notdienstsuche

Haben Sie noch mehr Tipps und Ratschläge für ein entspanntes Weihnachten gemeinsam mit unseren Vierbeinern? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Kommentare zu diesem Beitrag (1)

  • ”Da meine kleine Labrador Hündin gerne umdekoriert wird unser Tannenbaum auf dem Balkon stehen. Möchte auf keinen Fall auf den Baum verzichten, aber es soll auch keine Gefahr für den Hund entstehen. Auch bei der Deko machen wir es so sicher wie es geht, die Maus frisst gerne Kerzen. Dann stelle ich eben höher und somit kann nichts passieren. Es ist manchmal nervig aber sicherer für den Hund. Giftige Pflanzen gibt es schon keine mehr bei uns, nachdem die Katze sich unwissend an dem Weihnachtsstern vergnügt hat. Das ist ganz haarscharf gut gegangen.” von Sabine
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