Was unterscheidet die Wildkatze von einer Hauskatze?


20.12.2016
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Die Deutsche Wildtier Stiftung kennt die Unterschiede:

Kaum größer als die Hauskatze, wird die Wildkatze, ein Bewohner unserer Wälder, häufig mit ihr verwechselt. Dabei ist die Wildkatze nur eine entfernte Verwandte. Die Hauskatze geht auf die afrikanische Falbkatze – einer Schwesterart der Europäischen Wildkatze – und andere Kleinkatzen des Orients zurück. Sie kam einst mit den Römern über die Alpen.

Wildkatze

Nicht immer sind feine Unterscheidungsmerkmale von Wild- und Hauskatze zu erkennen: Das Fell der Wildkatze ist grau-gelblich und nicht silbrig, Zeichnungen an den Flanken sind eher verwaschen und nicht klar abgegrenzt und das Haar ist im Winter länger als bei der Hauskatze. Dadurch wirkt sie kräftiger. Das auffälligste Unterscheidungsmerkmal ist ihr dicker Schwanz mit wenigen schwarzen Ringen und einem schwarzen stumpfen Ende. Der Aalstrich auf dem Rücken, eine dunkle Linie, erstreckt sich bei Hauskatzen über den gesamten Schwanz – bei Wildkatzen endet er bereits an der Schwanzwurzel. Die Welpen von Wildkatzen und wildfarbenen Hauskatzen sind dagegen kaum zu unterscheiden – beide haben starke Zeichnungen.

In ihrem Verhalten sind Wildkatzen sehr scheu und meiden die Nähe zum Menschen. Sie leben zurückgezogen in Wäldern, wo sie auf weiten Streifgebieten unterwegs sind. Um sich fortzupflanzen brauchen sie Rückzugsorte ohne menschliche Einflüsse. Während sie früher weit verbreitet waren, sind sie heute durch den Verlust deckungsreicher Lebensräume nur in wenigen Waldgebieten Deutschlands zu finden. Nur noch rund 6.000 Exemplare gibt es in Deutschland.

Die Europäische Wildkatze wird auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft, in einigen Bundesländern sogar als vom Aussterben bedroht. Da geeignete Lebensräume rar und häufig stark voneinander isoliert gelegen sind, ist sie auf Artenschutzmaßnahmen angewiesen. Die Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich für die Wildkatze ein und untersucht im Rahmen eines umfangreichen Forschungsprojektes die Auswirkung möglicher Störfaktoren und Gefahren in sensiblen Lebensräumen der bedrohten Tierart. Denn erst wenn man die Ursachen kennt, können Maßnahmen für den Artenschutz, wie die Sicherung  störungsfreier Lebensräume, gezielt und effektiv umgesetzt werden.

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