Vorsicht, schwarze Katze von links! – Tierische Symbole im Aberglauben und ihre Herkunft


13.01.2017
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Wer hat im Laufe seines Lebens nicht schon einmal Stunden über einem Kleefeld verbracht, auf der Suche nach dem einen, vierblättrigen Klee, der uns ewiges Glück bringt? Wer von uns würde nicht lieber den Weg um die aufgestellte Leiter herum wählen, als kurzerhand hindurch zu laufen oder klopft auf Holz, in der Hoffnung ein ausgesprochenes Glück zu besiegeln? Dieser „Aberglaube“, als der weitläufig als falscher oder irre angesehene Glaube in die übernatürliche Bedeutung bestimmter Symbole, gilt heute zwar bereits als überholt, ist in vielen Redewendungen und Handlungen aber doch noch präsent – sogar in Bezug auf unsere Tiere.

Doch wie hängen unsere Tiere damit zusammen, wie etwa die „Schwarze Katze von links“? Und woher stammen die tierischen Symbole?

Schwarze Katze liegend

 

Tierische Symbole im Aberglauben und ihre Herkunft

Unter den weitläufig bekannten Aberglauben, gibt es auch einige tierische: Eine schwarze Katze von links beispielsweise gilt im Volksglauben als unheilvolles Omen. Dieser Mythos soll dabei sogar bis in die Zeiten der Hexenverfolgung zurückreichen – denn obwohl Katzen zu jener Zeit zunächst insbesondere aufgrund ihrer ausgezeichneten Fähigkeiten bei der Mäusejagd stark anerkannt waren, änderte sich das öffentliche Bild unserer Samtpfoten, als diese durch die Kirche als ein Zeichen für Hexerei und schwarze Magie bezeichnet wurden. Die schwarze Katze insbesondere, denn Schwarz galt seit jeher als eine düstere, dämonische Farbe. So konnte es passieren, dass Besitzer einer schwarzen Katze sogar der Hexerei beschuldigt wurden – was dazu führte, dass Menschen die Nähe zu den schwarzen Tieren mieden, um nicht der Hexerei bezichtigt zu werden. Da die linke Seite biblisch auch als die „Seite der Bösen“ bezeichnet wird, galt eine schwarze Katze – und dann auch noch von links – wohl als besonders schlechtes Zeichen.

Als weltweites Glückssymbol hingegen gilt etwa der Marienkäfer – der Name verrät dabei bereits den Ursprung dieser Symbolik: die schwarz-gepunkteten Käfer sollen von gläubigen Bauern als ein „Segen Mutter Maria‘s“ bezeichnet worden sein, da die freundlichen Käfer natürlicherweise viele der Schädlinge vernichten und den Bauern somit eine gesunde Ernte versprachen. Im alten Ägypten hingegen zählt beispielsweise seit jeher der schimmernde Skarabäus als Glücks-Symbol. Wer in einigen Ländern hingegen über viele Schweine verfügte, galt als reich und wohlhabend – und auch heute werden traditionell noch oft kleine „Glücksschweine“, z.B. aus Marzipan, als wohlwollendes Symbol verschenkt.

Aberglaube heute und seine Gegenmittel

Viele dieser alten Symbole und Aberglauben haben sich hartnäckig gehalten. Einige Menschen leiden sogar unter ernsthaften Phobien im Zusammenhang mit abergläubischer Symbolik. Doch obwohl nur wenige Menschen krankhafte Angst vor unheilvollen Symbolen, wie der schwarzen Katze von links haben, bleibt bei vielen dennoch oft ein unbehagliches Gefühl zurück. Umgekehrt geben uns ein vierblättriges Kleeblatt als Glückssymbol oder ein Glücks-Cent als Zeichen für anstehenden Reichtum oftmals doch ein gutes Gefühl – selbst mit dem rationalen Wissen, dass diese Symbolik nur auf einem Irrglauben beruht und bereits seit langer Zeit als überholt gilt. Um das Gewissen zu beruhigen gibt es daher zu vielen dieser Aberglauben inzwischen auch weit bekannte „Gegenmittel“: Wenn Sie beim nächsten Mal Salz verschütten, werfen Sie dieses einfach über die Schulter. Oder, wenn die schwarze Katze das nächste Mal wieder von links kommt: Ein kurze Streicheleinheit soll hier Wunder wirken!

Kennen Sie noch weitere tierische Aberglauben? Wie stehen Sie dazu? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

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