Der Weg vom Welpen zum erwachsenen Hund


3.11.2016
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Gerade war der Welpe noch klein, tapsig und süß, doch nun ist alles anders. Schneller als es einem lieb ist, wächst der Welpe zu einem pubertären Rabauken heran. Ihn bei diesem Weg zum Erwachsenwerden zu begleiten ist sehr aufregend – gleichzeitig sollte man jedoch wichtige Regeln einführen und seinen Vierbeiner immer im Griff haben.

Die zwei Geschlechter

welpen-unterschiedl-farbe2Der einst brave Rüde wird auf einmal zu einem aufmüpfigen Proleten. Meist beginnt es mit Aufreiten, wobei gerade am Anfang weder Familienmitglieder noch Spielzeuge vor dem jungen Wilden sicher sind. Draußen setzt sich der Welpe nicht mehr, sondern hebt beim Urinieren plötzlich das Bein. Neben dem notwendigen Wasserlassen wird die Umgebung zusätzlich möglichst oft und viel mit Urin markiert. Der ehemals brave Vierbeiner zettelt auf einmal Rangordnungskämpfe an und fordert so Herrchen oder Frauchen heraus.

Aber nicht nur bei Rüden bemerkt man das Erwachsenwerden. Bei Hündinnen ist das Erreichen der Geschlechtsreife durch das pubertäre Verhalten und ganz speziell durch die erste Läufigkeit gekennzeichnet. Vor allem bei der allerersten Läufigkeit sind Hündinnen meist wie ausgewechselt: sehr empfindlich, faul, meist träge und extrem zickig anderen Hündinnen gegenüber. Dem Halter gegenüber sind sie jedoch meistens ausgesprochen kuschelbedürftig und anhänglich.

Wann kommt der Welpe in die Pubertät?

Der Anfang der Pubertät ist individuell verschieden und variiert auch je nach Rasse. Die Geschlechtsreife tritt beim Rüden meist mit einem halben bis zu einem Jahr ein. Bei kleinen Hunderassen geschieht dies früher als bei großen. Die Läufigkeit setzt bei Hündinnen mit sieben bis vierzehn Monaten ein. Viele Hundehalter sehen in ihrer Verzweiflung über die starken Veränderungen ihr Heil in einer frühen und schnellen Kastration. Diese Entscheidung sollte jedoch nicht übereilt und pauschal getroffen werden.

Die Kastrationsfrage sollte durch eine ausführliche Tierarztberatung geklärt werden. Die Entwicklung zum erwachsenen Hund, zu der die Pubertät und die Geschlechtsreife dazugehören, sollte dem Hund auf jeden Fall ermöglicht werden. Durch eine konsequente und anhaltende Erziehung kann man die meisten unerwünschten Verhaltensweisen, die leider manchmal mit dem Erreichen der Geschlechtsreife beginnen, gut handhaben. Besonders in der Pubertätsphase kann man sich beim Besuch der Hundeschule wertvolle Tipps holen, wie die Phase mit dem Hund gemeinsam erfolgreich gemeistert werden kann.

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