Meine Katze trinkt nicht – Tipps für Katzenbesitzer


28.05.2014
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Katze beim TrinkenKatzen sind Wüstentiere. Die bei uns lebenden, domestizierten Hauskatzen stammen von der afrikanischen Falbkatze (Felis silvestris lybica) ab, welche um 6.000 vor Chr. in Palestina und Mesopotamien domestiziert wurde. Jene Wildkatze ist es gewohnt, ihren Wasserbedarf vorrangig über den Wassergehalt und das Blut ihrer Beutetiere zu decken. Dieses Verhalten haben unsere Stubentiger beibehalten.
Viele Katzenhalter kennen das Problem: Meine Katze trinkt nicht! Was kann man dagegen tun? Eine ausgewachsene Katze braucht täglich etwa 50 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht. Katzen, die mit Trockenfutter gefüttert werden, haben einen noch höheren Wasserbedarf. Durch das Trockenfutter selbst wird keine Flüssigkeit aufgenommen, vielmehr bedarf es einer zusätzlichen Zufuhr an Wasser, um die harten Stückchen im Magen zu zersetzen. Um bei einer Ernährung mit Trockenfutter ausreichend Flüssigkeit zu erhalten, muss eine Katze in Bezug auf die gefressene Menge an Trockenfutter ungefähr die dreifache Menge an Wasser trinken.

Warum trinkt meine Katze zu wenig?
Mögliche Ursachen sind, dass beispielsweise ganz frisches Wasser aus dem Wasserhahn angeboten wird. Obwohl die Katze natürlich kein schmutziges oder verunreinigtes Wasser zu sich nehmen sollte, kann es dennoch von Vorteil sein, das Wasser ein bisschen stehen zu lassen. Denn wegen des leichten Chlorgeschmacks, lehnt manche Katze frisches Wasser möglicherweise ab. Hat das Wasser erst einmal Raumtemperatur und sich akklimatisiert, schmeckt es gleich viel besser. Auch in der Natur liegt oft einmal ein herabgefallenes Blatt (vom Baum) im Wasser oder ein bisschen Erde – jedenfalls ist es nicht „steril“, sondern bekommt immer eine leichte Geschmacksnote. Indem man Wasser auch einmal ein bisschen stehen lässt, imitiert man diesen Vorgang.
In der Savannen- und Wüstenlandschaft, dem Zuhause der afrikanischen Falbkatze, gibt es keimfreies Wasser ausschließlich aus fließenden Quellen, Flüssen und Bächen. Stehendes Wasser war wegen der hohen Verdunstung stets brackig und verkeimt. Katzen, die fließendes Wasser bevorzugten, waren gegenüber denjenigen Artgenossen, welche verkeimtes Wasser getrunken haben, im Vorteil. Dieses Trinkverhalten war überlebenssichernd und wurde über viele Generationen an die Nachkommen weitergegeben, was sich bis heute auf die Trinkgewohnheiten vieler Katzen auswirkt.

Katzenbrunnen Lucky KittyWie kann ich meine Katze dazu animieren, mehr Wasser zu trinken?
Um ihre Katze ausreichend mit Wasser zu versorgen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Auf jeden Fall sollte der Katzennapf nicht direkt neben dem Futternapf stehen, da es diese Konstellation auch in der Natur nicht gibt. Am besten ist es, mehrere Katzennäpfe oder Trinkschüsseln an unterschiedlichen Orten zu platzieren, um die Katze auf diese Weise beim Herumstreifen immer wieder zum Trinken zu animieren. Das bedeutet Abwechslung für die Katze und simuliert ein natürliches Umfeld, damit die Katze viel trinkt.
Da die Domestikation bei Katzen noch nicht so weit fortgeschritten ist wie bei Hunden, haben sie meist auch ursprünglichere Bedürfnisse. Wie bereits erwähnt ziehen Katzen fließendes Wasser stehendem in der Regel vor. Deshalb kann sich die Anschaffung eines Trinkbrunnens als überaus nützlich erweisen. Ein Trinkbrunnen für Katzen stellt der Katze zu jeder Zeit sauberes und fließendes Wasser zur Verfügung. Durch die ständige Umwälzung des Wassers wird dieses zudem mit Sauerstoff angereichert. Wir empfehlen, keine Brunnen aus Plastik zu verwenden, da sich Schmutz und Bakterien dort sehr leicht in der porösen Oberfläche festsetzten können. Ein Keramik Trinkbrunnen mit einer glatten Oberfläche ist dagegen beispielsweise deutlich weniger anfällig für krankmachende Keime.

Meine Katze trinkt viel Wasser – Muss ich mir Sorgen machen?
Wenn eine Katze kontinuierlich besonders viel Wasser zu sich nimmt, kann das auf eine Nierenerkrankung hindeuten. Eine geschädigte Niere kann den Harn nicht mehr konzentrieren, das heißt, sie kann das wertvolle Wasser nicht mehr im Körper behalten und Giftstoffe nicht mehr ausreichend abgeben. Ist dies der Fall, hat der Harn einen viel höheren Wasseranteil und ist fast farblos. Das Wasser, das so verloren geht, muss die Katze dann wieder nachtrinken. Manche Katzenhalter bemerken eher das vermehrte Trinken, andere wiederum eher den erhöhten Harnabsatz. Beide Symptome gehören aber wie zwei Seiten einer Medaille zusammen. Wenn Sie diese Anzeichen bemerken, sollten Sie Ihre Katze unbedingt tierärztlich untersuchen lassen, um eine Erkrankung auszuschließen. Eine weitere Krankheit, die mit dem Symptom einer erhöhten Wasseraufnahme einhergeht, ist die Zuckerkrankheit (Diabetes Mellitus), welche bei Katzen recht häufig auftritt. In jedem Fall empfiehlt es sich, einen fachkundigen Arzt zu Rate zu ziehen, falls Ihnen auffällt, dass Ihr Stubentiger besonders viel Wasser zu sich nimmt.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihren Lieblingen gemacht? Schreiben Sie uns. 

Kommentare zu diesem Beitrag (2)

  • ”Ich habe diesen Katzenbrunnen und meine Katze trinkt ganz normal. Der Brunnen ist supen” von detlef jütte
  • ”Unere beiden Prinzen bekommen das Nassfutter zerkleinert und mit viel Wasser untergemischt, so dass es eine Art Fleischsuppe wird. Die beigemischte Wassermenge habe ich über einen längeren Zeitraum immer weiter erhöht. Funktioniert wunderbar.” von jackie
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