Kind und Hund – Wie ein Familienhund Kinder beim Aufwachsen bereichern kann


14.12.2016
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Hund und KindManchmal kommt es vor, dass sehr brenzlige Situationen entstehen, wenn Kind und Hund miteinander umgehen. Schlimmstenfalls endet ein kleines Missverständnis zwischen Kind und Hund in einem Hundebiss. Doch sollten deswegen Kind und Hund lieber nicht zusammen aufwachsen? Oft sind die „Schuldigen“ weniger unter den Vierbeinern zu suchen, sondern viel mehr im eigenen Zuhause oder der näheren Umgebung.

 

Wir finden: Familienhunde können für Kinder eine mögliche Gefahrenquelle darstellen – jedoch eröffnen sie dem Kind vielmehr auch zahlreiche Chancen.

Kind und Hund – warum Familienhunde für das Aufwachsen so viel Positives mit sich bringen

Wer mit einem Vierbeiner großgeworden ist, der würde nie wieder auf einen Familienhund verzichten wollen. Denn Familienhunde sind für Kinder nicht nur tolle Spielgefährten, sondern helfen ihnen auch bei ihrer Entwicklung. Hunde spenden für Kinder Liebe und Trost ohne etwas als Gegenleistung zu erwarten. Selbst das Verhältnis von Geschwistern untereinander können Familienhunde verbessern. Beide Kinder lieben den Hund und er stellt für beide ein wichtiges Bindeglied in der Familienstruktur dar. Die Geschwister lernen sich bei der Versorgung der Familienhunde abzuwechseln und die Verantwortung für das Tier gemeinsam zu übernehmen. Weiterhin sind Kinder, die Familienhunde an ihrer Seite haben, tendenziell weniger aggressiv und entspannter. Denn Familienhunde lehren das Kind, dass es sich um den Vierbeiner kümmert und Regeln im Umgang einhält. Da Familienhunde nicht die Sprache des Kindes sprechen können, lernen Kind und Hund sich ohne Worte zu verständigen – das schult das Einfühlungsvermögen des Kindes auch im Umgang mit Menschen. In Studien konnte dargelegt werden, dass Kinder, die durch lautstarkes oder provozierendes Verhalten sehr viel Beachtung suchten, durch Familienhunde stiller wurden. Genauso locken Familienhunde ein schüchternes Kind aus der Reserve, sodass es auftaut und an Selbstbewusstsein gewinnt. Es wurde sogar bewiesen, dass Kinder mit Familienhunden sich in der Schule besser konzentrieren können und bei Tests erfolgreicher sind.

Doch Familienhunde sind nicht nur für die soziale Entwicklung des Kindes ein Goldsegen. Auch in puncto Gesundheit stellen Hunde für Kinder einen positiven Einfluss dar: Familienhunde helfen nicht nur den physischen und psychischen Stress des Kindes zu reduzieren, sondern tragen gleichfalls zu einer höheren Ausschüttung von Glückshormonen im Körper bei. Der Umgang mit dem Hund beruhigt das Kind und gibt ihm Sicherheit. Ganz gleich ob es regnet oder stürmt – auch bei schlechter Wetterlage muss der Hund ins Freie. Dadurch halten sich Kind und Hund viel mehr draußen in der Natur auf, schnuppern Wald- und Wiesenluft und bekommen jeden Tag ihre nötige Portion Bewegung. Das ist zuträglich für ein gesundes Knochenwachstum. Auch Lunge und Nasennebenhöhlen des Kindes profitieren durch Familienhunde. Denn Säuglinge, die bis zu ihrem ersten Geburtstag oft in der Gesellschaft von Hunden waren, handeln sich seltener Atemwegserkrankungen ein. Auch die Infektionshäufigkeit ist laut Studie geringer. Sogar können Familienhunde Allergien vorbeugen oder deren Verschlimmerung gegensteuern.

Wenn Kind und Hund miteinander umgehen – worauf muss unbedingt geachtet werden?

Es gibt vor allem einen Punkt, mit dem Hunde überhaupt nicht so recht umzugehen wissen – und zwar Streit und eine angespannte Stimmung. Das löst bei unseren Vierbeinern ungeheuerlichen Stress aus. Zieht man daraus weitere Schlüsse, so stellt der Lärm, den ein Kind möglicherweise verursacht, ebenfalls einen großen Stressfaktor für Familienhunde dar. Denn der Vierbeiner hat noch dazu einen besseren Gehörsinn als wir Menschen. Ein lautes Spielzeug-Feuerwehrauto, das unsanft über den Boden geschleift wird, sowie wildes Geschrei beim Spielen verunsichern Familienhunde beispielsweise. Genauso kann auch ein emotionaler Gefühlsausbruch des Kindes für Panikgefühle beim Hund sorgen. Selbst kleine hastige Bewegungen, die der Hund nicht vorhersehen kann, können ihm Angst einjagen – und damit die Ursache für ein Knurren oder gar einen Biss sein.

Im Großen und Ganzen heißt das, dass Kind und Hund sich langsam annähern und kennenlernen müssen. Kind und Hund müssen sich zu jeder Zeit respektieren und feste Regeln einhalten. Es gibt einfach ein paar Dinge, die für Kind und Hund tabu sein müssen, damit die Verständigung zwischen ihnen reibungslos funktioniert. Generell sind sowohl Kinder als auch Hunde sehr aufnahmefähig und lernen schnell einander zu deuten – so lernt das Kind beispielsweise die Sprache des Hundes zu lesen. Sofern alle Regeln des Zusammenlebens eingehalten werden, steht einer glücklichen Beziehung von Kind und Hund auch nichts mehr im Wege.

Als besonders kinderfreundliche Hunderassen gelten unter Anderem folgende:

Haben Sie auch Kind und Hund zuhause? Dann teilen Sie uns gerne auch Ihre Erfahrung und Meinung in einem Kommentar mit.

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