Katzen erziehen – Wie geht das?


5.08.2015
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Katze Erziehung Katzen sind sehr eigensinnige Tiere. Viele Katzenhalter nehmen daher an, dass sich ihre Stubentiger nicht erziehen lassen. Doch mit der richtigen Technik, viel Geduld und Kreativität lassen sich auch Katzen erziehen. Durch die Erziehung lässt sich ungewolltes Verhalten abtrainieren oder Neues kann erlernt werden. Nachfolgend erfahren Sie, wie Sie Ihre Katzen erziehen können.

Natürlich ist es leichter ein Jungtier, als schon ein bereits ausgewachsenes Tier, zu erziehen. Doch auch erwachsene Tiere können unangenehme Verhaltensweisen ändern. Bei der Katzen Erziehung ist es besonders wichtig, die Katze nicht anzuschreien oder zu bestrafen, denn Katzen verstehen dies nur als Bedrohung und verlieren im schlimmsten Fall sogar das Vertrauen zum Halter. Die Katze sollte, genau wie bei der Erziehung von Hunden, mithilfe von Leckerlis und Streicheleinheiten positiv bestärkt werden. Auch ein Clickertraining kann sinnvoll für die Erziehung der Katze sein. Geduld ist die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg!

Katze springt auf den Tisch

Möchten Sie nicht, dass Ihre Katze auf dem Essenstisch herumstolziert und sich an Ihrem Essen zu schaffen macht, dann sprechen sie ein konsequentes „Nein“ aus, nehmen Sie sie sanft vom Tisch und setzen Sie sie auf den Boden. Geben Sie Ihr anschließend ein Leckerli. Bleibt Sie auf dem Boden sitzen, so erhält sie weiterhin Leckerlis. Wichtig ist hierbei geduldig zu sein und kontinuierlich mit der Methode fortzufahren, bis die Katze verstanden hat, dass es sich für sie lohnt, auf dem Boden sitzen zu bleiben. Mit der Zeit kann die Anzahl der Leckerlis reduziert werden, doch trotzdem sollte dieser Anreiz erhalten bleiben. Am besten immer den Tisch nach dem Essen abräumen, damit die Versuchung nicht allzu groß ist.

Katze kratzt beim Spielen

Ziemlich schmerzhaft kann es werden, wenn die Katze beim gemeinsamen Spielen kratzt. Katzen sollten von klein auf lernen, dass sie ihre Halter nicht kratzen dürfen. Sollte Ihre Katze beim Spielen kratzen, dann weisen Sie die Katze in die Schranken, indem Sie deutlich „Nein!“ sagen. Anschließend brechen Sie das gemeinsame Spielen ab und verlassen den Raum. Hierbei ist es besonders wichtig, dass Sie sofort reagieren. Denn nach ein paar Sekunden wird die Katze nicht mehr zuordnen können, welches Verhalten zum Spielabbruch geführt hat. Katzen haben anders als Hunde keine Schuldgefühle. Auch hier ist Geduld und Kontinuität gefragt, bis die Katze begreift, dass ihr Kratzen unerwünscht ist. Sie sollten dabei nicht vergessen, dass Katzen einen starken Jagdtrieb haben und es lieben, Dinge mit Ihren Pfoten zu fangen. Hierfür empfiehlt sich eine Katzenangel, Ihr Stubentiger kann nach Lust und Laune den Köder mit seinen Krallen traktieren und sich austoben und Sie schonen Ihre Hände. Dank selbstgebauter Spielzeuge können Sie außerdem Abwechslung in den Katzen-Alltag bringen.

Katze wetzt Ihre Krallen an Ihrer Einrichtung

Sie haben gerade Ihre Wohnung neu eingerichtet, kommen erschöpft nach Hause und erleben eine böse Überraschung – die Katze hat sich mit Ihren Krallen auf Ihrem neuen Sofa verewigt oder die schönen neuen Gardinen mit ihren Krallen filetiert. Um solche unangenehmen Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie Ihrem Stubentiger mehrere Alternativen wie z.B. einen Kratzbaum oder ein Kratzbrett zur Verfügung stellen. Sie können Ihrer Katze das Kratzen an der neuen Kratzgelegenheit vormachen oder Sie dazu animieren, indem Sie Ihre Pfoten an dem Kratzbrett oder dem Kratzbraum entlang fahren lassen. Um die neue Kratzgelegenheit attraktiver zu gestalten, können Sie sie ab und zu mit Katzengras bestreuen. Sobald die Katze den Kratzbaum benutzt, belohnen Sie sie mit leckeren Snacks. Sollte Ihre Katze trotz dessen immer noch das schöne Sofa bevorzugen, dann sollten Sie dafür sorgen, dass die Katze das Interesse an dem Sofa verliert. Hierfür könnten Sie das Sofa beispielsweise mit einer Decke ummanteln oder der Katze selbstgebaute Katzenmöbel aus Holz zur Verfügung stellen. Um Ihre Katze abzulenken, kann diese mit abwechslungsreichem Spielen beschäftigt werden. Wenn Ihre Katze genügend eigene Plätze zur Verfügung hat, dann ist es wahrscheinlicher, dass Sie sich von Ihrem Sofa fern hält. Sie können die Natur nachahmen, indem Sie ein kleines Blumenbeet auf einem katzensicheren Balkon aufbauen, so dass sich die Katze in warmer Erde sonnen kann. Bei schlechtem Wetter eignet sich ein Kuschelbett am Fenster als Alternative.

Neigt Ihre Katze dazu, Ihre Gardinen zu zerstören, dann sollten Sie die Gardinen hochhängen oder stattdessen Faltrollos aufhängen. Wer mit einer Katze zusammenleben möchte, muss auch bereit sein, Kompromisse einzugehen und die Natur der Katze zu akzeptieren und dazu zählt nun mal Ihre Begabung zum Klettern. Generell sollte darauf geachtet werden, dass das gemeinsame Zuhause katzengeeignet eingerichtet ist. Man kann die Katze erziehen, aber nicht Ihre Instinkte ändern.

Bei der Katzen Erziehung ist es wichtig darauf zu achten, dass Sie konsequent bleiben. Es sollte stets nur ein Kommando geben, beispielsweise ein klares „Nein“ oder ein Händeklatschen. Wenn die Katze an einem Tag auf den Tisch darf und am nächsten Tag wiederum nicht, dann verunsichern Sie die Katze und machen somit Ihre vorherige Erziehungsarbeit zu Nichte. Ihre Katze kann nicht mehr unterscheiden was nun erlaubt ist und was nicht. Die Zurechtweisung sollte unangenehm sein, aber sich im Rahmen halten und der Katze keine Angst einjagen. Wenn Sie also Ihre Katze erziehen möchten, dann müssen Sie für die Katzen Erziehung viel Geduld und Ausdauer aufbringen. Professionelle Hilfe bei Markierverhalten oder Aggressionen bietet der LMU Lehrstuhl für Tierschutz, Verhaltenskunde, Tierhygiene und Tierhaltung.

Haben Sie Ihren Stubentiger erzogen? Haben Sie Tipps und Erfahrungen oder vielleicht Fragen? Gerne einfach einen Kommentar schreiben.

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