Hundebier, Hundeeis und Hunde-Smoothies – was steckt dahinter und kann das gesund sein?


13.12.2016
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Hundeeis und HundesmoothieDer Hund ist des Menschen bester Freund – daran lässt sich inzwischen nicht mehr rütteln. Und Liebe geht bekanntlich durch den Magen, auch das steht fest! Daher ist es gar nicht so verwunderlich, dass beim Stöbern im Internet viele verschiedene lustige aber auch skurrile Nahrungsergänzungen und Snacks für den geliebten Vierbeiner auf dem Bildschirm auftauchen. Anklang finden diese Produkte nicht bei allen Hundehaltern, es gibt verschiedene Meinungen. Doch eines lässt sich feststellen: Wir Menschen neigen dazu, in Ernährungsangelegenheiten unsere Lieblinge zu vermenschlichen. Hunde-Smoothies, Hundeeis, Hundebier, Hundepopcorn, Hundechips, Hundepizza & Co. – es gibt fast nichts, das nicht ebenfalls auf dem Hundemarkt für den Vierbeiner erhältlich ist. Doch ist das gesund oder schädlich? Machen ausgefallene Nahrungsergänzungsmittel wie Hunde-Smoothies, Hundeeis oder Hundebier wirklich Sinn für unseren Vierbeiner oder ist alles nur ein reiner Werbegag? Wir stellen Ihnen im Folgenden drei der „menschlichen“ Nahrungsergänzungen für Hunde vor.

Hunde-Smoothies – Vitaminbomben schlabbern

Sehr viele Empfehlungen und Rezepte lassen sich zum Thema Hunde-Smoothies finden. Genauso wie für uns Menschen sollen laut vielen Internetseiten und Artikeln solche Hunde-Smoothies eine positive Wirkung haben. Vitamine pur, ganz unverarbeitet – natürlicher geht es nicht. Doch Ernährungsphysiologie von Hund und Mensch unterscheiden sich, daher sind nicht alle Smoothie-Fakten automatisch auf Hunde-Smoothies übertragbar.

Besonders wichtig ist, dass Hunde-Smoothies nicht dauerhaft zum Einsatz kommen. Sie sollten als tolle und gesunde Belohnung für ab und zu betrachtet werden. Hunde-Smoothies können mit dem Futter kombiniert oder einfach pur verfüttert werden. Wie bei allen Ergänzungsfuttermitteln gilt auch bei Hunde-Smoothies: Der tägliche Nährstoff- als auch Energiebedarf des Vierbeiners soll durch Hunde-Smoothies weder unter- noch überschritten werden. Wird der Hund zusätzlich mit beispielsweise Hunde-Smoothies gefüttert, sollte dies bei der täglichen normalen Ration des Tieres berücksichtigt werden. Gleichfalls muss der Vierbeiner immer – trotz ausreichender Nährstoffe in ordentlich zubereiteten Hunde-Smoothies – auch sein Kaubedürfnis stillen können.

Da Hunde Gemüse und Obst nicht ohne Weiteres verdauen und verwerten können, muss das Gemüse und Obst bei der Zubereitung von Hunde-Smoothies gekocht werden. Das Pürieren der Zutaten alleine ist nicht ausreichend, um die Stärkeverbindungen aufzuspalten, sodass die Hunde-Smoothies für den Vierbeiner gut verdaulich werden. Denn dafür ist eine ausreichende Erhitzung notwendig. Dies kann beispielsweise durch das Kochen in Wasser für 90 Minuten erreicht werden oder indem das Gemüse oder Obst vor der Verarbeitung zu Hunde-Smoothies bei mindestens 190°C im Backofen erhitzt wird. Manche Gemüsesorten, wie Kartoffeln und Bohnen, sind – genauso wie für den Menschen – aufgrund der darin enthaltenen „giftigen“ Stoffe, wie z.B. Solanin oder Tannine, beim Rohverzehr schädlich. Ist zu viel unverdaubare Stärke aus Pflanzenbestandteilen im Smoothie enthalten, kann diese im ungünstigen Fall den Magen-Darm-Trakt des Hundes verstopfen und eine Gefahr darstellen.

Dennoch dürfen Hunde-Smoothies ihre Anwendung finden und können – vorausgesetzt die Hunde-Smoothies werden richtig zubereitet – durchaus eine positive Wirkung auf Verdauung und Körper entfalten.

Beispiele für Hunde-Smoothies:

  • Multivitamin Hunde-Smoothies mit Äpfeln, Ananas und Tomaten
  • Verdauungsfördernde Hunde-Smoothies mit Äpfeln, Karotten und Tomaten
  • Entwässernde Hunde-Smoothies mit Kürbis und Tomaten
  • Hunde-Smoothies für eine gute Figur mit Äpfeln, Heidel- und Preiselbeeren und Artischockenblattextrakt
  • Hunde-Smoothies für den Harntrakt mit Preiselbeeren und Kürbis

 

Hundeeis – Abkühlung zum Schlecken im Sommer

Die Temperaturen steigen im Sommer und gerade unter dem Hundepelz kocht es. Die Vierbeiner sehnen sich nach Abkühlung. Da kommt doch so ein Hundeeis gerade gelegen?

Wichtig ist, niemals gewöhnliches Menscheneis an den Vierbeiner zu verfüttern. Denn nicht alle enthaltenen Zutaten sind für Hunde geeignet. Dafür gibt es extra Hundeeis. Mittlerweile wird die Geschäftsidee vom Hundeeis bereits in Online Shops oder auch an Hundeeis-Ständen und in Restaurants in die Tat umgesetzt. Das ist jedoch nicht die billigste Variante, denn Hundeeis kann auch ganz simpel selbst zubereitet werden. Und das sogar noch ganz nach dem Geschmack Ihres Vierbeiners! Der Vielfalt und Kreativität sind beim Hundeeis fast keine Grenzen gesetzt. Die Basis bilden in der Regel Wasser, Hüttenkäse, Magerquark oder ungesüßter Naturjoghurt. Ergänzt wird das eigene Hundeeis-Rezept je nach Laune mit etwas Schmackhaftem oder Fleischigem, beispielsweise Leberwurst, Fleischwurst oder Hundekeksen. Soll es einmal unkompliziert und schnell gehen, so kann als Alternative zum Hundeeis ein mit Nassfutter gefüllter Kong für kurze Zeit ins Tiefkühlfach gelegt werden.

Hundeeis sollte jedoch nicht in großen Mengen oder täglich verfüttert werden. Auf die richtige Dosis kommt es also auch beim Hundeeis an. Auch hier muss der Nährstoff- und Energiebedarf des jeweiligen Vierbeiners berücksichtigt werden. Ein zu großer Verzehr an Hundeeis kann in Magenproblemen oder Durchfall enden. Ist der Magen des Vierbeiners noch nicht an Hundeeis gewöhnt, so sollte er langsam an die Leckerei Hundeeis herangeführt werden.

Beispiele für leckeres Hundeeis:

  • Leberwurst-Hundeeis mit Leberwurst, Quark und Öl
  • Hühnchen-Hundeeis mit Hühnerbrühe mit Hühnerbruststückchen
  • Möhren-Hundeeis: Gekochte und pürierte Möhre, Quark und Öl

 

Hundebier – ab jetzt noch lieber Fußball gucken mit Herrchen?

Die schrägste Idee wohl überhaupt ist das Hundebier. Da saß wohl damals ein Holländer bei einem Fußballspiel mit einem Bier in der Hand und hatte eine tierische Schnaps- oder wohl eher Hundebier-Idee. Wie das Herrchen so der Hund! Ganz groß hat sich der Trend „Hundebier“ in Deutschland jedoch noch nicht durchgesetzt.

Eines vorweg: Das Hundebier enthält keinen Alkohol und ist für das Tier überhaupt nicht gesundheitsschädlich. Damit das Hundebier aber komplett originalgetreu erscheint, bildet sich beim Ausschenken von Hundebier eine waschechte Schaumkrone – vorausgesetzt, die Hundebier-Flasche wird vor dem Ausschank etwas geschüttelt. „Gebraut“ wird das Hundebier aus Wasser und kraftvoller Rinderbrühe, die sogar mit Malz veredelt wird. Da eine Flasche Hundebier recht teuer ist, ist das Hundebier wohl eher ein lustiger Gag als das Feierabend-Hundebier. Prost!

Zum Abschluss bleibt zu sagen…

Um einen Hund ausgewogen zu ernähren und glücklich zu machen sind weder Hunde-Smoothies, Hundeeis noch Hundebier als Nahrungsergänzung notwendig. Da all diese lustigen Ideen – wenn richtig zubereitet und in Maßen verwendet – für den Vierbeiner jedoch nicht schädlich sind, bleibt jedem Hundehalter selbst überlassen, ob sein Vierbeiner Hunde-Smoothies, Hundeeis oder Hundebier braucht.

Wie stehen Sie dazu? Wir freuen uns über Ihre Meinung in einem Kommentar.

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