Hunde in Not und Adoption aus dem Tierheim – Ein Erfahrungsbericht


10.02.2013
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Hunde in Not – Unsere Mitarbeiterin Mariola erzählt von Ihrer Erfahrung mit der Adoption eines Hundes aus dem Tierschutz! 

Zweithund ja oder nein? 
Der Gedanke an einen Zweithund in der Familie ist oftmals länger präsent. Die typischen Überlegungen wie beim Ersthund kommen da wieder auf: Welpe oder erwachsener Hund, Bube oder Mäderl, Rassehund vom Züchter oder doch ein süßer Mischling? Aus einer Anzeige inseriert oder doch dem Tierheim? Und dann treten natürlich weitere Fragen auf: Schaffe ich das überhaupt? Werden sich die Hunde vertragen? Wer kümmert sich um beide Hunde, wenn ich es mal nicht kann? Habe ich die finanziellen Mittel? Passt diese Veränderung in mein Leben?
Diese und viele andere Fragen traten auch bei mir auf. Bei mir war der Wunsch nach einem zweiten Hund schon länger präsent. Eigentlich sollte es auch ein ganz bestimmter Hund werden, mein Traumhund um genau zu sein. Doch aufgrund einer schwierigen Erkrankung bei meiner Ersthündin Jeannie schob ich das Thema zweiter Hund dann auf. Das wäre zu dem Zeitpunkt zu viel Stress gewesen. Und die Gesundheit meiner Hündin ging da auch einfach vor. Doch dann spielte das Schicksal mit.

Ein Hund aus dem Tierschutz

(c) hunde-ohne-lobby.de

Hunde in Not suchen eine neue Heimat
Wie es manchmal so ist, führt der Gedanke an den Zweithund einen auf verschiedene Internetseiten. Seiten von verschiedenen Züchtern, Anzeigeblätter und Annoncen und auch Seiten, wo herrenlose Hunde eine neue Heimat suchen. Auf so einer Seite sah ich in der zweiten Dezemberwoche ein Bild, welches mir dann auch einfach nicht aus dem Kopf ging.
Ein kleines Hundebaby, weiß mit schwarzen Flecken am Kopf und einem drolligen Blick, war auf der Suche nach einem Zuhause. Pepa – so hieß das kleine Wesen – hat mich neugierig gemacht. Dabei war sie eigentlich nicht mein Traumhund. Ich las mir trotzdem alles genau über sie durch. 4 Monate jung, ursprünglich aus Spanien und mit Ihren Geschwistern im Müllcontainer entsorgt worden. Mit Ihrem Bruder Pepe ist sie auf eine Pflegestelle in Sachsen gebracht worden, wo beide vorübergehend ein Zuhause hatten. Ein Schicksal, welches mir Nahe ging.

Soll ich mich für einen Hund aus dem Tierschutz entscheiden? 
Seufzend sah ich dann zu meiner Hündin und schüttelte den Kopf. Nein – das wäre noch zu früh und ich schob den Gedanken beiseite. So niedlich, wie die kleine Zaubermaus ist, wird diese bestimmt schnell eine neue Heimat finden. Ein paar Wochen vergingen und der Jahreswechsel stand an. In der Zeit, wo man eh lieber zu Hause lümmelt und es sich auch gern mal gemütlich macht, landete ich wieder auf dieser Internetseite, wo Hunde in Not sind und ein Zuhause suchen. Ein Klick in den Hundebereich und da war sie wieder. Etwas größer aber unverkennbar mit dem drolligen Blick. Es war wieder Pepa die mich in den Bann zog. Ich druckte die Seite mit ihrem Bild aus, schnappte mir Jeannie und machte einen Besuch bei meinen Eltern. Sie waren zwangsläufig involviert, passten sie ja auch auf Jeannie auf, wenn ich mal keine Zeit hatte. Und in ihrem Heim würde dann auch der Zweithund akzeptiert werden müssen.

Rettung aus dem Tierschutz – wir geben dem Hund ein neues Zuhause
Der Bann der kleinen Zaubermaus hatte definitiv Wirkung. Obwohl ich schon mit Entsetzen rechnete – ein zweiter Hund – kam Zuspruch von meinen Eltern. Ja, auf die würde man auch aufpassen wollen. So gab ich mir also den Ruck und schrieb an die Vermittlungsorganisation eine E-Mail und zählte meinen Lebensumstand und meine Erfahrung mit Hunden auf. Da es Silvester war, rechnete ich nicht so schnell mit einer Antwort. Doch bereits am nächsten Tag bekam ich eine. Ich freute mir ein Loch in den Bauch – die kleine Pepa hatte keine Interessenten und wäre noch frei. Sobald es möglich war, telefonierte ich also mit der Dame vom Tierschutz, erzählte noch einiges über mich und meine Hündin und erhielt dann die Nummer von der Pflegestelle. Auch dort rief ich an und unterhielt mich mit der Pflegemama. Die Sterne standen günstig für uns. Wir durften uns ganz offiziell bewerben.

Vorkontrolle und ausführliche Aufklärung über Hunde aus dem Tierheim
Ich füllte schnell den Vorfragebogen aus und wartete auf die Vorkontrolle, die bei mir zu Hause stattfinden würde. Nur eine Woche später war die Dame, welche für den Tierschutz die Vorkontrollen durchführte und in meiner Nähe wohnte, bei mir im Hause und lernte mich, meine Eltern und natürlich Jeannie kennen. Das Gespräch verlief positiv. Die Dame stellte uns auch Fragen über das künftige Zusammenleben und klärte uns auch über Hunde aus dem Tierschutz aus. Viele kommen oft direkt von der Straße und kennen keine Grundkommandos, Stubenreinheit oder richtiges Verhalten wie z. B. in der Stadt. Oftmals haben sie auch schlechte Erfahrungen gemacht, sind verängstigt oder wurden verletzt und sind daher misstrauisch. Daher brauchen diese Tiere oft sehr viel Liebe und Geduld um sich einzuleben. Auch die Kastration ist ein wichtiger Punkt im Tierschutz. Um kein zusätzliches Leid durch Vermehren zu verursachen, sind viele Tiere bereits kastriert oder sollten mit Eintritt der Geschlechtsreife kastriert werden. Dies ist für diese Organisation verpflichtend. Da bei uns zum Glück alles auch stimmte, erhielten wir also von der Vorkontrolle eine Zusage und am Tag darauf von der Organisation. Pepa war für uns reserviert!

Das Abholen der kleinen Fellnase von der Pflegestelle der Tierschutz-Orga
Schnell machte ich mit der Pflegestelle einen Termin für die Abholung aus. Auch habe ich Urlaub beantragt und von den Chefs genehmigt bekommen und schon ging es kurze Zeit später los, am Donnerstag den 10 Januar 2013 in das 450 km entfernte Städtchen in Sachsen. Nach fünfstündiger Fahrt kamen wir dann endlich im verschneiten Erzgebirge an. Klein Pepa war auf dem Arm von Pflegefrauchen und sehr schüchtern – sie ahnte wohl, was auf sie zukommt. Und wie erging es mir? Ich war glücklich, die kleine Maus endlich in die Arme schließen zu können.
Aber auch hier sprachen wir noch über den Tierschutz und die Pflegehunde, welche die Pflegefamilie immer wieder aufnahm bis zur Vermittlung. Ich konnte oft gar nicht glauben, dass so tolle Hunde einfach weggeworfen wurden. Als es Zeit wurde zu gehen, haben wir noch die notwendigen Unterlagen getauscht und die Schutzgebühr hinterlegt. Diese würde einem anderen Hund helfen, gerettet zu werden. Schließlich nahmen wir Abschied und unsere Pepa mit nach Hause ins schöne München.

Fazit: Rettet man Hunde aus dem Tierheim oder nicht? 

Hunde in Not, Hund aus dem Tierheim

(c) pets Premium

Das muss wahrscheinlich jeder selbst für Sich beantworten. Ich kann nur sagen, seit knapp 3 Wochen lebt die kleine Maus nun bei uns und bereichert unser Leben. Was in ihr drinsteckt, wissen wir nicht. Wir lassen uns einfach überraschen und genießen jeden Tag aufs Neue mit unseren beiden Hunden. Es ist definitiv zu sagen: mit Phoebe, wie sie nun heißt, haben wir sehr viel Glück gehabt. Sie wurde in ihrer Pflegestelle gut integriert, sozialisiert und hat bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht. Das sollte man nämlich immer bedenken, wenn man ein Tier aus dem Tierschutz holt: Oft weiß man nie, was das Tier durchgemacht hat und wie es auf verschiedene Situationen reagiert. Adoption aus dem Tierschutz ist jedoch eine wunderbare Möglichkeit einem Tier ein neues Zuhause, Liebe und Vertrauen zu schenken.

Das pets Premium Team und ich freuen uns über Eure Erfahrungen…

Kommentare zu diesem Beitrag (3)

  • ”Ich denn weiß schwarzen” von jessica
  • ”Bitte ich hab mir immer ein Hund gehe wunscht” von jessica
  • ”Bitte darf bitte ich den hund ich bin ein Kind ich bin hab ein hund immer ein geh wünscht” von jessica
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