Hunde im Schnee – auf was muss ich achten?


30.12.2014
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Vor wenigen Tagen durften Zwei- und Vierbeiner sich über die ersten Schneeflocken diesen Winter freuen. Viele Fellnasen lieben den Schnee und können gar nicht genug vom Herumtoben bekommen. Doch auf was müssen Hundebesitzer bei Ihren Vierbeinern zu dieser Jahreszeit achten? Wir haben  einige Tipps und Ratschläge für Sie zusammengestellt, wie Ihr Vierbeiner gesund durch den Winter kommt.

Hund im Schnee

Frieren Hunde im Schnee?

Grundsätzlich gilt, dass Hunde im Winter selten frieren, solange sie in Bewegung sind. Tobt Ihr Hund im Schnee, brauchen Sie sich also wenig Sorgen zu machen, dass dem Vierbeiner kalt ist. Denn gesunde Tiere können ihre Körpertemperatur gut regulieren, wenn sie sich frei bewegen. Gerade bei längeren Spaziergängen an der Leine kann Ihrer Fellnase aber durchaus einmal kalt werden. Sollten Sie merken, dass Ihr Hund im Schnee friert, können Sie ihm spezielle Hundebekleidung für den Winter anziehen, um ihn zusätzlich vor der Kälte zu schützen. Sobald sich der Hund wieder mehr bewegt, sollte der Hundemantel jedoch abgenommen werden, da es ansonsten zur Überhitzung des Hundekörpers kommen kann.

Tobt der Hund im Schnee, wird außerdem häufig das Fell des Tieres nass. Ein nasses Fell schützt Ihren Vierbeiner deutlich schlechter vor der Winterkälte, weshalb Sie darauf achten sollten, dass Ihr Liebling ins Warme gebracht und abgetrocknet wird, sobald das Fell zu viel Feuchtigkeit aufgenommen hat.

Zudem können sich zwischen den Zehen Schnee und Eisklumpen ansammeln, die Ihren Vierbeiner beim Laufen behindern. Wenn Sie bemerken, dass Ihr Hund hinkt, sollten Sie nachsehen, ob sich Schnee im Fell zwischen den Zehen gesammelt hat und diesen vorsichtig entfernen. Es hilft ebenfalls, die Haare zwischen den Zehen bei Ihrem Hund im Winter zu kürzen, um gar nicht erst zuzulassen, dass sich Eis und Schnee dort festsetzen.

Welche Auswirkungen hat Streusalz auf Hunde im Winter?

Gerade auf Straßen und Bürgersteigen findet sich im Winter oft eine Menge Streusalz, welches bei Hunden schnell zu rissigen Pfoten führen kann. Um dem Streusalz aus dem Weg zu gehen, eigenen sich Wald- oder Feldwege deshalb besonders gut für ausgiebige Winterspaziergänge mit dem Vierbeiner. Denn im Gegensatz zu Straßen und Gehwegen sind diese Wege in der Regel nicht mit Salz gestreut und somit wesentlich angenehmer für empfindliche Hundepfoten. Oft lässt es sich jedoch nicht vermeiden, dass die Tiere im Schnee dem Streusalz ausgesetzt sind. In diesem Fall sollten sie die Pfoten Ihres Vierbeiners vor dem Spaziergang zum Schutz mit Pfotenbalsam behandeln. Nach dem Spaziergang sollten Sie die Pfoten mit klarem, warmem Wasser abspülen, um Salzreste zu entfernen und anschließend erneut mit einem Pfotenbalsam pflegen. Für sehr empfindliche Hundepfoten gibt es außerdem spezielle Hundeschuhe, die die Ballen Ihres Vierbeiners vor Kälte und Streusalz schützen.

Was passiert, wenn mein Hund Schnee frisst?

Viele Hunde freuen sich so sehr über den ersten Schnee, dass auch der ein oder andere Happen davon verschlungen wird. In größeren Mengen sollte er von Ihrem Vierbeiner jedoch nicht gefressen werden, denn die Kälte des Schnees kann zu einer Reizung der Magenschleimhäute führen. Oftmals ist der Schnee zudem mit Streusalz vermischt, welches bei Hunden ebenfalls Magenprobleme auslösen kann. Sie sollten also Ihrer Fellnase zuliebe darauf achten, dass sie nicht übermäßig viel Schnee zu sich nimmt.

Wir wünschen Ihnen viele schöne Winterspaziergänge mit Ihrem Vierbeiner! Wenn Sie Ihren Hund im Auge behalten und regelmäßig nachsehen, ob es ihm gut geht, sollte dem gemeinsamen Schneeabenteuer nichts mehr im Weg stehen.

Liebt auch Ihr Hund Schnee und konnte es schon gar nicht mehr erwarten, bis endlich die ersten Flocken gefallen sind? Teilen Sie die Winter-Erfahrungen Ihres Vierbeiners mit uns!

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