Erkältung bei Hunden – wenn Hundehusten und Hundeschnupfen den Vierbeiner ärgern


22.11.2016
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Wie macht sich eine Erkältung bei Hunden bemerkbar?

Eine Erkältung bei Hunden kann dem Hundebesitzer durch die Symptome Niesen und eine triefende Nase ins Auge stechen. Weiterhin schleckt sich der Vierbeiner öfter mit der Zunge über die Nase, die Augen tränen und der Hund fühlt sich schlapp. Deshalb ist Müdigkeit ebenfalls ein ganz typisches Symptom einer Erkältung bei Hunden.hund-unter-decke

Hundehusten und Hundeschnupfen treten bei den verschiedensten Erkrankungen des Atemapparates auf. Da es so vielfältige Grundursachen für Hundehusten und Hundeschnupfen gibt, sollte der Vierbeiner einem Tierarzt vorgestellt werden. Besonders im Falle eines oder verschiedener der folgenden Symptome:

  • Fieber
  • Abweichender Atemtyp
  • Zu wenige oder zu viele Atemzüge pro Minute
  • Schwerer Husten
  • Eitriger Schleim (trüb und gelbgrün) aus Auge, Nase oder Maul
  • Atemnot (möglicherweise zusätzlich mit dem Aufblasen der Backen)
  • Atmung durchs Maul
  • Zyanose (= blauverfärbte Schleimhäute wie z.B. das Zahnfleisch)
  • Rasselnder Atem
  • Zu hohe Körpertemperatur
  • Würgen
  • Wenn die Erkrankung länger als eine Woche andauert

Hunde atmen im Normalfall mittels Brust und Bauch, das wird fachlich als kostoabdominaler Atemtyp bezeichnet. Pro Minute wird 10-30 Mal eingeatmet. Neben der Anzahl der Atemzüge sowie der Beurteilung des Atemtyps ist weiterhin die Körpertemperatur von großer Bedeutung im Hinblick auf eine Erkältung bei Hunden. Fieber wird beim Hund am Hinterteil gemessen, am besten funktioniert es mit einem digitalen Fieberthermometer, dessen flexible Spitze mit etwas Gleitmittel oder Vaseline benetzt wird. Abhängig von Aufregung, Rasse und Alter des Vierbeiners sollte die normale Körpertemperatur im Bereich von 38-39°C liegen. Liegt die gemessene Temperatur darüber, wird der Zustand als erhöhte Körpertemperatur bezeichnet. Ab einem Schwellenwert von ungefähr 40°C spricht man von Fieber.

Hundeschnupfen ist wie bei uns Menschen auch beim Vierbeiner eine fiese Angelegenheit. Der Hund muss des Öfteren niesen, seine Nase fließt und der Hundeschnupfen verklebt die Nasenöffnungen. Die Auslöser von Hundeschnupfen sind oftmals böse Bakterien, Pilze und Viren. Aber auch Allergien und Reizgase können Hundeschnupfen bedingen. Kommt nur aus einer Nasenöffnung ein Ausfluss, so sind meist nicht-infektiöse Faktoren wie beispielsweise eitrige Zahnwurzeln, Fremdkörper aber auch Tumore Grund für den Hundeschnupfen. Akuter Hundeschnupfen ohne weitere Symptome kommt nicht häufig vor. Denn oft entsteht der Hundeschnupfen durch eine zugrundeliegende Erkrankung des Hundes. Alleine aus diesem Grund sollte bei einer Erkältung bei Hunden stets tierärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Hundehusten kann wie Hundeschnupfen durch bakterielle oder virale Erreger hervorgerufen werden. In der Regel befinden sich die Erreger von Hundehusten in den Bereichen von Bronchien, Luftröhre und Kehlkopf. Diese Art des Hundehustens birgt in vielen Fällen eine Ansteckungsgefahr. Dennoch ist die Ursache von Hundehusten nicht immer so glasklar. Denn eine Ansteckung mit Zwingerhusten oder Staupe äußert sich ebenfalls durch Hundehusten. Gleichfalls können sich weiterhin Herzprobleme, Tumoren, Fremdkörper oder ein Befall mit Würmern durch Hundehusten bemerkbar machen.

Sollten erste kleinere Symptome einer Erkältung bei Hunden Ihre Aufmerksamkeit wecken, so sollten Sie mit Ihrem Vierbeiner nur noch kleine Gassirunden drehen. Im Falle einer Erkältung bei Hunden als auch präventiv sollte feuchtes Fell nach dem Spaziergang stets trockengerubbelt werden, falls der Hund sich in Pfützen, Bächen oder im Regen vergnügt hat. Wie bei uns Menschen gilt bei Erkältung bei Hunden: Langsam angehen! Hunde mit Hundeschnupfen oder Hundehusten brauchen ausreichend Ruhe und Schlaf, um die Erkältung bei Hunden auszukurieren.

Vorsicht – Hundeschnupfen ist nicht immer harmlos

Beim Hund ist der Hundeschnupfen etwas anders zu bewerten als beim Menschen. Denn sobald Hundeschnupfen in Form von Eiter aus der Nase des Hundes tropft, ist das meist ein Anzeichen einer schlimmeren Krankheit. Zur Aufklärung der Ursache des eitrigen Hundeschnupfens können aufwendige Untersuchungen und weitreichendere Therapiemaßnahmen notwendig sein. Dass Hundeschnupfen auch eine brenzlige Situation darstellen kann, wissen viele Hundebesitzer nicht. Auch in der Diagnostik und Therapie des Hundeschnupfens beim Tierarzt werden von Zeit zu Zeit Fehler gemacht. Um die richtige medikamentelle Behandlung oder eine notwendige OP einzuleiten, ist eine treffende Diagnose vom Tierarzt notwendig. Dazu bedarf es bei Hundeschnupfen oftmals diverser diagnostischer Verfahren. Nur in seltenen Fällen hat bei Hundeschnupfen die Medikamentation mit einem Antibiotikum einen Sinn.

Influenza-Viren beim Hund

Früher galt eine Infektion mit Influenza-Viren als Auslöser von Erkältung bei Hunden als äußerst unwahrscheinlich. Doch in den letzten Jahren kam es auf mehreren verschiedenen Kontinenten zu solchen Infektionen. Die Ausprägung der Erkältung bei Hunden fiel dabei unterschiedlich aus. Unter anderem starben einige betroffene Tiere an den Folgen der Influenza-Infektion. Nach derzeitigen Erkenntnissen steckten sich die infizierten Vierbeiner mit Influenza-Viren anderer Tierarten an, die in ihrer Nukleinsäure-Sequenz in einer kleinen Nuance verändert waren. Sogar ein humanpathogenes Influenza-Virus verursachte in Japan Erkältung bei Hunden. Deshalb sollte bei einer Erkältung bei Hunden – wenn auch nicht so wahrscheinlich wie andere oben genannte Ursachen – auch eine eventuelle Influenza-Infektion im Hinterkopf behalten werden.

Inhalieren auch bei Hundeschnupfen und Co?

Wie auch bei uns Menschen ist die Inhalation ein gutes Hausmittel, um die Anzeichen einer Erkältung bei Hunden zu lindern. Als besonders dafür geeignet haben sich eine Kombination aus Wasser und Meersalz sowie diverse Teesorten erwiesen. Auf ätherische Öle sollte keinesfalls zurückgegriffen werden, denn diese können möglicherweise giftig für den Vierbeiner sein.

Zur Inhalation bei Hundehusten oder Hundeschnupfen eignet sich eine Transport- oder Schlafbox, die geschlossen werden kann. Der Vierbeiner sollte bereits im Vorfeld an die Transportbox gewöhnt sein, damit es nicht zu Unfällen mit dem warmen Inhalationsgemisch kommt. Nachdem der Hund in der Transportbox seinen Platz eingenommen hat und die Türen der Box verschlossen wurden, kann der Topf mit dem Inhalationsgemisch vor der Box platziert werden. Eine festere Decke wird sodann über Transportbox und Inhalationstopf drapiert: Fertig ist die praktische Inhalationshöhle!

Die Inhalationsflüssigkeit sollte zur Inhalation bei Hundeschnupfen und Hundehusten heiß sein, jedoch nicht kochen. Ebenfalls sollte der Topf mit der dampfenden Flüssigkeit nicht zu nah an der Box stehen, damit ein versehentliches oder gezieltes Umwerfen durch den Vierbeiner nicht passieren kann. Denn dann droht Verbrennungsgefahr! Aus diesem Grund sollten Sie die Inhalation bei Ihrem Vierbeiner mit Hundeschnupfen oder Hundehusten gut im Auge behalten.

Kuscheln trotz Hundeschnupfen und Hundehusten?

Bakteriell oder viral bedingter Hundeschnupfen bzw. Hundehusten kann sich rapide unter Hunden verbreiten. Die Gefahr für den Menschen sich beim Hund die Erkrankung zu holen ist zwar sehr gering, dennoch sollte aber während der Zeit der Erkältung bei Hunden auf einen zu engen Kontakt zwischen Vierbeiner und Mensch verzichtet werden. Das heißt: zu intensives Kuscheln oder Küsschen sind sicherheitshalber tabu bis die Erkältung bei Hunden ausgestanden ist, normales Schmusen ist jedoch trotz Hundeschnupfen oder Hundehusten jederzeit erwünscht.

 

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