Ellbogengelenksdysplasie beim Hund – Was bedeutet das?


7.11.2016
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Die Ellbogengelenksdysplasie beim Hund führt je nach Form der Erkrankung und des Stärkegrads zur Lahmheit und im weiteren Verlauf zur Arthrose beim Hund im Ellbogengelenk.

Was versteht man unter dem Begriff Ellbogengelenksdysplasie beim Hund?

Das Wort Dysplasie kommt aus der griechischen Sprache und heißt übersetzt so viel wie Fehlbildung. Die am häufigsten auftretenden Fehlbildungen am Ellbogengelenk sind folgende Erscheinungsformen:welpe-dapsig

  • Isolierter Processus anconaeus (IPA)
  • Fragmentierter Processus coronoideus (FCP)
  • Osteochondrosis dissecans (OCD)
  • Inkongruenz

All diese Fehlbildungen werden unter der Bezeichnung Ellbogengelenksdysplasie beim Hund, abgekürzt ED, zusammengefasst. Das Knochenwachstum läuft bei der Ellbogengelenksdysplasie beim Hund nicht seinen normalen Gang und es kommt zu Stufenbildungen und Unregelmäßigkeiten der Gelenkflächen.

Die Ellbogengelenksdysplasie beim Hund kommt vermehrt bei Angehörigen der größeren Rassen vor, da diese auch im Wachstum schneller in die Höhe schießen. Vor allen Dingen betroffen sind Rottweiler, Deutsche Schäferhunde, Golden Retriever, Labradore und Berner Sennenhunde. Außerdem ist auffällig, dass die Herren der Gattung öfter erkranken als die Hündinnen. Die allerersten Symptome einer Ellbogengelenkdysplasie beim Hund treten in der Regel vor dem ersten Geburtstag auf – im Alter von 4-10 Monaten.

Welche Ursachen spielen mit hinein in die Entstehung einer Ellbogengelenksdysplasie beim Hund?

Die Entstehungsgeschichte der Ellbogengelenksdysplasie beim Hund ist noch nicht vollständig bis ins letzte Detail bekannt. Sehr viele verschiedene Faktoren spielen mit in das Krankheitsgeschehen der Ellbogengelenksdysplasie beim Hund mit hinein – sodass es dann schlussendlich zu Problemen der korrekten Skelettentwicklung kommt. Weiterhin kann die fürs Wachstum notwendige Umwandlung von Knorpel zu Knochen bei der Ellbogengelenksdysplasie beim Hund gestört sein. Anstatt von Knochengewebe entsteht dann in Folge davon eine verdickte, abgestorbene Knorpelschicht.

Sicher ist man sich, dass es immer eine genetische Ursache für die Ellbogengelenksdysplasie beim Hund gibt, die im Erbgut verankert ist. Daher ist es wichtig, dass bei einer Zucht auf die Gesundheit der Elterntiere in Bezug auf Ellbogengelenksdysplasie viel Wert gelegt wird. Zwar ist der Erbgang der Ellbogengelenksdysplasie beim Hund eine komplexe Angelegenheit und nicht jeder Hund mit Elterntieren, die die Ellbogengelenksdysplasie weitervererben, muss selbst erkranken. Genauso können gesunde Elterntiere, die jedoch die Veranlagung zur Ellbogengelenksdysplasie beim Hund mit sich tragen, kranke Welpen zeugen. Der Erblichkeitsfaktor spielt also doch eine sehr große Rolle für die Ellbogengelenksdysplasie beim Hund. Er kann durch Selektion gesunder Zuchttiere minimiert werden.

Eine übermäßige Belastung des Ellbogengelenks, z.B. durch zu viel Gewicht auf den Rippen während der Wachstumsphase des Welpenskeletts, kann die Ausformung der Erbanlage negativ beeinflussen.

Auch die Fütterung des Welpen und des Junghundes in der Wachstumsphase spielt eine weitaus größere Rolle für die Ausbildung einer Ellbogengelenksdysplasie beim Hund als man denken mag. So führt eine Fütterung, die zu viele Kalorien bzw. Energie enthält, zu Problemen beim Körperwachstum des Welpen. Folgende Fütterungsfehler können die Entstehung einer Ellbogengelenksdysplasie beim Hund begünstigen oder die bereits vorhandene Erkrankung verschlimmern:

  • Ein falsches Calcium-Phosphor-Verhältnis bei einer Nahrung, die zu viel Calcium enthält
  • Zu viel Vitamin D stört die für das gesunde Wachstum essentielle Umwandlung von Knorpel- zu Knochengewebe
  • Eine zu hohe Calciumaufnahme zieht eine hochgradige Störung der Umwandlung von Knorpel zu Knochen hinter sich
  • Sind zu viel Calcium und Phosphor im Futter, führt es auch zu einer fehlerhaften Knorpelumwandlung zu Knochen

Was bedeutet die Diagnose Ellbogengelenksdysplasie beim Hund für Besitzer und Hund?

Die Ellbogengelenksdysplasie beim Hund führt je nach Form der Erkrankung und des Stärkegrads zur Lahmheit und im weiteren Verlauf zur Arthrose beim Hund im Ellbogengelenk. Die Lahmheit kann leichter oder schwerer sein, in den meisten Fällen der Ellbogengelenksdysplasie beim Hund humpeln die Hunde nicht dauerhaft sondern phasenweise. In der Regel ist zur Korrektur der Fehlentwicklung des Skeletts im Bereich des Ellbogengelenks ein operativer Eingriff notwendig. Sollte Ihr Welpe also humpeln oder das Ellbogengelenk öfter entlasten, steht ein Besuch beim Tierarzt vor der Tür. Manchmal reichen bereits Röntgenbilder aus, um eine Ellbogengelenksdysplasie beim Hund festzustellen. Andernfalls wird mittels Computertomographie (CT) nochmal ein genauerer Blick darauf geworfen.

Die Entwicklung einer Arthrose beim Hund im von Ellbogengelenksdysplasie betroffenen Gelenk kann leider nicht umgangen werden. Das heißt: Ist die Arthrose beim Hund nicht schon da, wird sie eines Tages kommen. Die Arthrose beim Hund ist eine Gelenksveränderung, die immer weiter fortschreitet. Folgende Parameter sind ganz typisch für eine Arthrose beim Hund:

  • Eine verdickte Gelenkkapsel
  • Zugebildetes Knochengewebe
  • Fortschreitender Verlust von Knorpelsubstanz: Da die Knochen dann fortschreitend nicht mehr durch Knorpel voneinander getrennt sind, reiben die beteiligten Knochen des Gelenks aneinander – das ist sehr schmerzhaft.
  • Die Flüssigkeit im Gelenk kann verändert sein
  • Eventuell Anzeichen einer Entzündung

Einer Arthrose beim Hund geht in den häufigsten Fällen eine Erkrankung wie die Ellbogengelenksdysplasie voraus. Entwickelt sich eine Arthrose beim Hund, so werden die Lahmheit und andere Symptome chronisch. Durch die verstärkten Schmerzen durch die Arthrose beim Hund verbringen die Vierbeiner viel Zeit mit Liegen. Weiterhin kommt es bei der Arthrose beim Hund zur Zubildung von Knochenanteilen.

Der Verlauf der Arthrose beim Hund kann aber in den meisten Fällen hinausgezögert werden. Dadurch kann der Hund trotz Ellbogengelenksdysplasie und/oder Arthrose viele Jahre ein ganz normales Hundeleben führen.

Wichtig ist, dass der Hund keine überflüssigen Kilos mit sich herumträgt und ein vernünftiges Gewicht besitzt. Die Rippen sollten zu jeder Zeit sofort gut fühlbar sein und die Flanke leicht sanduhrförmig eingezogen erscheinen. Auch der Ernährung des Vierbeiners sollte Augenmerk geschenkt werden, denn insbesondere eine Überversorgung an Energie und Futtermittelzusätzen (Calcium, bestimmte Vitamine) sind schlecht für den weiteren Verlauf der Ellbogengelenksdysplasie und/oder Arthrose beim Hund. Eine übermäßige Belastung des Gelenks sollte ebenfalls vermieden werden.

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