Dummytraining – artgerechte Beschäftigung für Vierbeiner


22.08.2014
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Gemeinsam viel frische Luft und Bewegung erleben…
Wer auf der Suche nach einer gemeinsamen, abwechslungsreichen und fordernden Beschäftigung für sich und seinen Hund ist, der ist beim Dummytraining möglicherweise genau richtig! Diese besonders artgerechte Form des Trainings gewinnt zunehmend auch als gemeinsame Freizeitbeschäftigung für aktive Menschen und ihre Vierbeinern an Beliebtheit – Grund genug, die Freizeit-Sportart einmal unter die Lupe zu nehmen!
Hund mit Dummy

Was ist Dummytraining?
Bei der Dummyarbeit wird mit dem Hund das Suchen und Apportieren von Gegenständen auf verschiedenen Gelände-Situationen trainiert. Dummyarbeit stammt eigentlich aus dem Bereich der Jagdhundeausbildung und wird dort vorwiegend bei der Ausbildung von Apportierhunden, wie dem Labrador Retriever, eingesetzt, um sie für das Aufspüren und Heranbringen (Apportieren) von geschossener Beute bei der Jagd vorzubereiten. Heute wird Dummytraining zunehmend auch aus sportlichen Gründen betrieben und ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung für viele Hunde und ihre Halter geworden. Hierbei gibt es drei Disziplinen: das Markieren, das Einweisen und das Freiverlorensuchen.

1) Markieren
Beim Markieren soll der Hund zunächst ruhig neben seinem Halter sitzen bleiben, während dieser oder eine andere Person den Dummy weg wirft. In unwegsamem Gelände landen die Dummys dabei oft nicht sichtbar in Gebüschen oder hohem Gras – der Hund soll deshalb bereits während dem Wurf die Flugbahn des Dummys genauestens beobachten und sich die Fallstelle merken (markieren). Anschließend wird der Hund losgeschickt, um die Beute aufzuspüren und zurückzubringen. Nicht selten ist dabei einiges an Nasenarbeit gefordert, bis der Hund den Dummy im näheren Umkreis seiner Landestelle aufgefunden hat – die Freude beim Finden ist dann umso größer!

2) Einweisen
Beim Einweisen wird der Hund von seinem Halter in das Zielgebiet des Dummys gelenkt – hierzu dienen Sicht- und Hörzeichen, wie Links-/Rechts-Signale oder Pfeifen. Ziel ist, dass der Hund auf diese Weise in die Nähe der Fallstelle gelenkt wird und dort mit der selbstständigen Suche des Dummys beginnt. Die Führigkeit und Lenkbarkeit des Hundes bis zum Fallgebiet sind bei dieser Aufgabe ebenso wichtig, wie die anschließende selbstständige Suche im näheren Umkreis der „Beute“. Die geistige Forderung der Hunde ist bei dieser Aufgabe sehr hoch und es wird dabei besonders konzentriert gearbeitet.

3) Freiverlorensuchen
Die Ausgangssituation beim Freiverlorensuchen sieht so aus, dass weder Hund noch Halter die genaue Fallstelle des Wildstückes beziehungsweise des Dummys kennen. Der Hund soll dabei größere Gebiete eigenständig nach einem oder mehreren Dummys absuchen und diese bei Fund zurückbringen. Der Halter gibt seinem Vierbeiner hierbei lediglich die Suchrichtung vor. Dabei können innerhalb des Suchgeländes zusätzlich Fährten gelegt werden, denen der Hund bei seiner Suche folgen soll. Viele Hunde mögen diesen Teil der Dummyarbeit besonders gerne!

DummyWozu dient der Dummy?
Der „Dummy“ (engl.: Attrappe) dient beim Training als Ersatz für die Jagdbeute. Meist werden hierfür längliche, harte Beutel eingesetzt, die der Hund gut mit dem Maul greifen kann. Bei der Jagdhundeausbildung wird der Dummy zusätzlich mit Tierfell überzogen, um ihn für den Hund reizvoller zu machen und ihn gleichzeitig an den Wild-Geruch zu gewöhnen. Für den Freizeitgebrauch ist dies natürlich nicht nötig. Stattdessen werden die Dummybeutel oft mit Leckerbissen gefüllt, die der Hund als Belohnung für das „Wiederbringen“ erhält.

Für welche Hunde ist Dummytraining geeignet?
Alle Hunde nehmen gerne verschiedene Dinge ins Maul und tragen sie von A nach B. Es entspricht ihrem natürlichen Spiel- und Beuteverhalten. Bei einigen Hunden ist es lediglich stärker ausgeprägt, bei anderen weniger. Vom kleinen Dackel bis hin zum großen, schweren Mastiff können also grundsätzlich alle Hunde, die Spaß an der Dummyarbeit finden, daran teilnehmen – es sind hier keine besonderen körperlichen Voraussetzungen gefordert. Retriever-Rassen wurden sogar speziell für das Apportieren bei der Jagd gezüchtet. Diesen Hunden steckt das „Wiederbringen“ von Gegenständen sprichwörtlich im Blut. Speziell in diesem Fall ist Dummytraining eine gute Möglichkeit, um der Veranlagung der Hunde entgegen zu kommen und sie auf natürliche Weise zu fordern und zu beschäftigen. Konzentration und Geruchssinn sind bei der Arbeit ebenso gefragt wie eine gute Verständigung zwischen Mensch und Hund – Dummytraining hilft somit nicht nur dabei Hunde geistig und körperlich auszulasten, sondern fördert auf spielerische Weise Gehorsam und gegenseitige Kommunikation.

Wo kann ich Dummytraining betreiben?shutterstock_154621259

Inzwischen bieten viele Hundeschulen oder Vereine Dummytraining auch abseits des jagdlichen Gebrauchs an. Innerhalb diverser Kurse lernen Hund und Halter die Grundsätze gegenseitiger Kommunikation bei der Dummyarbeit und üben Schritt für Schritt die verschiedenen Teilaufgaben ein, wie etwa das zuverlässige Apportieren und Suchen. Natürlich können Sie sich aber auch einfach mit einem Dummy ausrüsten, ins Grüne fahren und eigenständig mit Ihrem Hund trainieren – immerhin sind der gemeinsame Spaß an der Sache und eine artgerechte Auslastung des Hundes das Wichtigste beim Freizeit-Dummytraining!

Wer Dummytraining gerne selbst einmal mit seinem Hund ausprobieren möchte, findet bei pets Premium eine breite Auswahl an gut apportierbarem Hundespielzeug, wie etwa den Hunter Trainer Snack Dummy. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim gemeinsamen Training mit Ihrem Vierbeiner!

Haben Sie bereits Erfahrung mit dem Dummytraining gemacht oder ist Ihr Vierbeiner auch ein begeisterter Dummy-Sportler? Gerne können Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Lesern teilen und einen Kommentar hinterlassen.

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