Die besten Hundefilme – Eine Reise durch die Jahrzehnte


3.04.2018
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Eigentlich ist es unmöglich, eine Liste der besten Hundefilme zu erstellen, da die Auswahl an tollen Filmen mit Hunden einfach zu groß ist. Daher haben wir uns in diesem Artikel für eine Reise durch die letzten Jahrzehnte entschieden, in der wir Ihnen aus jedem Jahrzehnt – angefangen bei den 1940ern -einen wundervollen Hundefilm präsentieren. Sie werden sicher einige wiedererkennen, aber hoffentlich auch welche neu entdecken. Und wir freuen uns natürlich auch schon auf Ihre Empfehlungen! Los geht’s…

Die 1940er: „Heimweh“ (1943)

Originaltitel: „Lassie Come Home“

Tiere in Filmen eine Hauptrolle übernehmen zu lassen, ist kein einzigartiges Phänomen. Wie beispielsweise jeder schon einmal von Delphin Flipper oder Rappe Hengst Black Beauty gehört hat, kennt auch jeder Collie Lassie, den wahrscheinlich berühmtesten, beliebtesten und klügsten Fernsehhund, der in Serien und Spielfilmen für Spaß für die ganze Familie sorgte.

Schon 1943 kam der erste Lassie Film unter dem Titel „Lassie Come Home“ in die Kinos. In dem Film wird Lassie an einen Adligen auf einem Landsitz in Schottland verkauft und versucht zu fliehen, um zu ihrem ehemaligen Herrchen, einem Jungen aus Yorkshire, zurückzukehren. Die damals zehnjährige Elizabeth Taylor hatte in „Lassie Come Home“ eine ihrer ersten Rollen.

In den 1960er Jahren erhielt Filmhund Lassie als einer von drei Hunden übrigens sogar einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Die 1950er: „Susi & Strolch“ (1955)

Originaltitel: „Lady and the Tramp“

Wie eigentlich alle Disneyfilme ist auch „Susi und Strolch“ ein absolutes Meisterwerk und erzählt von Freundschaft, Zusammenhalt und Liebe. Es geht dabei um Cockerspaniel Hündin Susi, die in einem wundervollen Zuhause aufwächst und geliebt und umsorgt wird. Als ihr Herrchen und Frauchen jedoch ein Baby bekommen, fühlt Susi sich vernachlässigt, wie ihr zuvor auch schon von Streunerhund Strolch vorhergesagt wurde. Nach einigem Wirrwarr, welches unter anderem durch zwei Siamesen Katzen und deren Besitzerin, einem Hundefänger und einer großen Portion Liebeskummer zustande kam, wendet sich zum Glück aber alles zum Guten.

Obwohl der 15. Zeichentrickfilm von Walt Disney bereits 1955 erschien, wurde er knapp 60 Jahre später erst im deutschen Free-TV gesendet. Das macht ihn jedoch definitiv nicht weniger sehenswert.

Die 1960er: „101 Dalmatiner“ (1961)

Originaltitel: „One Hundred and One Dalmatians“

Unser nächster Hundefilm hat nicht nur ein oder zwei Hunde in der Hauptrolle, sondern mehr als 100! Richtig, wir sprechen natürlich von „101 Dalmatiner“, und zwar von der Zeichentrick Version von Disney. Basierend auf einem Roman von Dodie Smith wurde der 17. Walt Disney Zeichentrickfilm zuerst unter dem Namen „Pongo und Perdita“ veröffentlicht.

Pongo und Perdita sind zwei Dalmatiner Hunde, die sich bei einem Spaziergang kennen lernen und ein Paar werden, nachdem sich nach einigem Hin und Her auch ihre Besitzer ineinander verliebt haben. Das Dalmatinerpaar bekommt schließlich Welpen (nein, keine 99, es sind vorerst 15 kleine Hundebabies). Diese werden jedoch von der bösen Cruella De Ville mit Hilfe zweier Ganoven entführt, da diese sich nichts sehnlicher wünscht, als einen Mantel aus Dalmatinerfell.

Nach einer abenteuerlichen Rettungsaktion können die süßen Welpen glücklicherweise befreit werden, und es werden auch die 84 anderen Dalmatiner Welpen, die von Cruella entführt wurden, nicht zurückgelassen. Alle werden eine große Familie. Da stelle man sich doch einmal vor, wie viel Hundefutter dort an einem Tag benötigt wird…

Auch die Realverfilmung von 1996 mit Glenn Close als Cruella de Ville ist nicht zu verachten. Die Geschichte ist die gleiche wie im Zeichentrickfilm und wer des öfteren mal Filme oder Serien schaut, wird vielleicht einen jüngeren Dr. House (Hugh Laurie) aus der gleichnamigen Serie und einen gar nicht so zauberhaften Mr. Weasley (Mark Williams) aus den Harry Potter Filmen in der Rolle der Ganoven wiedererkennen.

Die 1970er: „Ferien auf Saltkrokan“ (1964)

Originaltitel: „Vi på Saltkråkan“

Zugegebenermaßen haben wir hier ein wenig geschummelt. Erstens ist „Ferien auf Saltkrokan“ ursprünglich eine Fernsehserie gewesen, wenn sie auch später in ein paar Spielfilmen zusammengefasst wurde. Und zweitens entstand die Serie schon 1964. Da die deutsche Erstausstrahlung aber erst 1971 stattfand, drücken wir hier einfach mal ein Auge zu.

Die Serie basiert auf dem Drehbuch und zugehörigen Roman der schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren und erzählt die Geschichte eines verwitweten Vaters, der mit seiner Tochter und seinen drei Söhnen die Sommerferien auf der fiktiven Insel Saltkrokan verbringt. Schnell freundet sich die Familie mit den restlichen Inselbewohnern an, zu denen auch Bernhardiner Bootsmann gehört. Bootsmann ist der treuste, verantwortungsbewussteste und tollste Hund, den man sich nur vorstellen kann, und man kommt einfach nicht umher, ihn zu lieben.

Als plötzlich sein Leben wegen einer Tat, die er nicht begangen hat, auf dem Spiel steht, wird nicht nur den Seriencharakteren Angst und Bange, sondern auch den Zuschauern vorm Fernseher. Dass Bernhardiner tolle Filmhunde abgeben, wurde in den 90er Jahren erneut bestätigt, als „Ein Hund namens Beethoven“ die Leinwand eroberte.

Die 1980er: „Mein Partner mit der kalten Schnauze“ (1989)

Originaltitel: „K-9“

Dieser Film mit dem Originaltitel K-9 handelt von einem deutschen Schäferhund mit Namen Jerry Lee, der als Drogenspürhund Cop Mike Dooley (gespielt von James Belushi) hilft Kriminalfälle zu lösen. Natürlich läuft alles etwas chaotisch ab, wir sprechen hier schließlich von einer Komödie. Nach einigem Wirbel, einer Schießerei und bangen Momenten kann man sich bei diesem Film aber über ein Happy End freuen.

Fun Fact: Der Originaltitel K-9 ist übrigens lautmalerisch auf das Wort „Canine“ zurückzuführen, was „hündisch“ bedeutet. Es gibt außerdem noch zwei Fortsetzungen aus den Jahren 1992 und 2002, die zwar wie so oft nicht an den ersten Film herankommen, aber trotzdem sehr lustig sind.

Die 1990er: „Wolfsblut“ (1991)

Originaltitel: „White Fang“

Der in Alaska gedrehte Film mit Ethan Hawke und Klaus Maria Brandauer in den Hauptrollen spielt 1898 in der Zeit des Goldrausches. Ethan Hawkes Rolle Jack muss den Claim seines verstorbenen Vaters finden, nachdem dieser ihm einen Brief mit Lageplan und Goldstaub geschickt hat.

Der Film ist so aufgebaut, dass er abwechseln die Geschichte von Jack und die Geschichte eines Wolf-Hund-Mischlings zeigt, der als Welpe seine Mutter verloren hat. Natürlich treffen die beiden irgendwann aufeinander und retten sich gegenseitig immer wieder aus höchst gefährlichen Situationen, bis sie zu wahren Freunden werden. Ob der Wolfshund letztendlich sein Leben mit Jack verbringt oder zurück in die Freiheit entlassen wird? Schauen sie doch selbst – es lohnt sich.

Die 2000er: „Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft“ (2009)

Originaltitel: „Hachi: A Dog’s Tale“

Wer bei „Marley & Ich“ schon die ein oder andere Träne vergossen hat, wird bei diesem Film nicht drum herumkommen, die Taschentücher Packung ganz dicht bei sich liegen zu haben. Die Story ist rührend: Musikprofessor Parker Wilson nimmt eines Tages einen kleinen Akita-Welpen bei sich auf, nachdem dieser ihm zugelaufen ist, und die beiden werden echte Freunde.

Jeden Tag bringt Hund Hachiko den Mann zum Bahnhof und holt ihn abends wieder ab. Eines Abends jedoch wartet er vergeblich, denn sein Herrchen ist an plötzlichem Herzversagen gestorben. Zehn Jahren lang wartet er trotzdem jeden Abend, ob sein Herrchen nicht doch wieder auftaucht. Als Hachiko dann eines Tages selbst stirbt, gibt es ein großes Wiedersehen im Himmel und dabei bleibt kaum ein Auge trocken.

Richard Gere in der Hauptrolle macht sich wie immer gut, aber der Fokus liegt eindeutig auf dem Hund. Kaum zu glauben, aber dieser herzzerreißende Film basiert auf einer wahren Geschichte.

Die 2010er: „Belle & Sebastian“ (2013)

Originaltitel: „Belle et Sébastien“

„Belle & Sebastian“ ist ein französischer Abenteuer- und Familienfilm, der in den französischen Alpen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges spielt. Im Alpendorf hält sich hartnäckig das Gerücht, dass eine Bestie Schafe reißen würde und so die Bevölkerung ihrer Lebensgrundlage beraube. Als der kleine Sebastian durch die Berge streift, trifft er plötzlich auf die Bestie, die sich jedoch als eine sehr große und sehr dreckige Hündin herausstellt.

Die beiden freunden sich an, er tauft sie „Belle“ und versucht sie vor den Bewohnern des Dorfes geheim zu halten. Leider ist das Versteckspiel vor der Dorfgemeinde nur das kleinste der Probleme, die noch auf die beiden Freunde zukommen…

Die atemberaubende Kulisse, die herrliche Musik und die rührende Geschichte sorgen für ein großartiges Filmerlebnis. Der Film ist angelehnt an eine Fernsehserie aus den 1960ern, und 2015 folgte ein zweiter Film mit dem Namen „Sebastian und die Feuerretter“.

Das Ende der 2010er: „Isle of Dogs – Ataris Reise“ (2018)

Originaltitel: „Isle of Dogs“

Da wir noch nicht in den 2020ern angekommen sind, aber gern noch einen möglichst neuen Film präsentieren wollten – und außerdem auf jede gute Filmliste ein Werk von Wes Anderson gehört -, stellen wir hier noch einen Stop-Motion-Animationsfilm von 2018 vor.

Der sehr gut bewertete Film spielt in naher Zukunft in Japan, wo nach Ausbruch einer Hundegrippe zum Schutz der Menschen alle Hunde auf eine Insel verbannt werden, die ausschließlich aus Müll besteht. Nur der zwölfjährige Atari ist mit dieser radikalen Lösung nicht einverstanden und fliegt mit einem gekaperten Flugzeug zur Insel, um seinen Hund zu suchen. Einige der Hunde auf der Insel beschließen ihm zu helfen und ein großes Abenteuer beginnt.

Was sind Ihre Lieblingsfilme mit Hunden in der Hauptrolle?

Hier geht nun unsere Reise durch die Jahrzehnte voller toller Hundefilme zu Ende. Natürlich sind diese nur die Spitze des Eisbergs, denn es gibt noch unzählige weitere wunderbare Filme mit Hunden in Haupt- oder Nebenrollen, die keinen Platz in unsere Liste gefunden haben.

Welche Hundefilme können Sie uns und anderen Lesern empfehlen? Haben Sie einen Lieblings-Filmhund?

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