Rasseportrait | Akita – Ein Relikt aus vergangener Zeit


11.04.2016
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Die Ursprünge der Rasse Akita liegen 5.000 Jahre zurück: Skelettfunde zeigen, dass ähnlich aussehende Hunde bereits damals die japanische Insel Honshu besiedelten. Sie bilden damit wahrscheinlich den Grundstein für die Entstehung des Akita – einer der ältesten Hunderassen der Welt. Der Namensanhang „Inu“ oder auch „Ken“ bedeutet dabei nichts anderes als „Hund“.

Steckbrief: Aktia-Inu

Akita BildName: Akita (Akita Ken, Akita-Inu)

Ursprung: Japan

Verwendung: Begleithund

Wesen: Eigenständig, ruhig, treu, gehorsam, aufnahmefähig

FCI-Klassifikation:  #255, Gruppe 5, Spitze und Hunde vom Urtyp; Sektion 5, Asiatische Spitze und verwandte Rassen

Widerristhöhe: Rüden 67+-3 cm, Hündinnen 61+-3cm

Gewicht: 30 – 45 kg

Geschichte & Herkunft

Zuchtnachweise des Akitas können auf jeden Fall bis in das 15. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Später dienten die stolzen Hunde über drei Jahrhunderte lang als Begleiter der Samurai Krieger, bis sie 1925 vom japanischen Kaiser sogar zum Nationalbesitz erklärt wurden. Damit galt zunächst ein strenges Export-Verbot der Hunde, welches erst nach Ende des zweiten Weltkriegs wieder aufgelöst wurde. Von da an stand der Verbreitung dieser Rasse nichts mehr im Wege, jedoch wiesen die Hunde inzwischen starke Unterschiede in ihrem äußerlichen Erscheinungsbild auf. Erst durch strenge Zuchtbemühungen konnte der japanische Akita in seiner heutigen Form einheitlich wiederhergestellt werden. Heute sind die Hunde ein japanisches National- und Naturdenkmal.

Eine Rasse – Zwei Linien

Neben dem japanischen Akita existiert noch ein weiterer von der FCI anerkannter Rassestandard – der American Akita. Dieser entstand, ab den 1950er Jahren, durch Züchtungen in Amerika. Die japanischen Hunde wurden während der Besatzungszeit von US-Soldaten mit nach Hause genommen und wuchsen dort zu einer beachtlichen Population. Rassevertreter des American Akita gehen dabei auf eine andere Zuchtlinie zurück, welche in Japan selbst während der Restauration der Rasse keine Anerkennung fand – in Amerika jedoch als Standard deklariert wurde. Dieser Unterschied in der Ahnentafel beider Rasse-Linien erklärt auch die Abweichungen im äußeren Erscheinungsbild beider Hunde: Während der American Akita besonders knochenstark,  robust und allgemein massiv wirkt, ist der japanische Akita daneben etwas kleiner und zierlicher. Beiden Akita Arten gleich geblieben sind aber die hochgetragene, eingerollte Rute sowie die typischen nach vorne getragenen Stehohren.

Wesen des Akita

Sowohl der Akita als auch der American Akita zeichnen sich durch eine hohe Robustheit, Eigenständigkeit und Unabhängigkeit aus. Sie sind nicht unterwürfig und besitzen im Vergleich zu anderen Rassen einen kaum ausgeprägten „Willen zu gefallen“. Findet man den richtigen Zugang zu den intelligenten Hunden, können diese trotzdem eine starke Bindung zu ihrer Bezugsperson aufbauen. Fremden begegnen sie freundlich bis gleichgültig.

Haltung & Erziehung

liegender Akita Inu Welpe spielt mit TeddyAufgrund der Eigenständigkeit und teilweisen Sturheit dieser Hunde, ist bei der Erziehung ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Geschick erforderlich. Vertrauen und Respekt zwischen Mensch und Hund spielen bei der Erziehung und Haltung eines Akita eine ebenso große Rolle, wie eine positive Kommunikation. Mit unnötiger Strenge oder Druck ist bei diesen Hunden außer Abneigung und Aggression wenig zu erreichen. Wird dies beachtet, zeigt der Akita seine volle Lern- und Arbeitsbegeisterung und ist seinem Halter ein treuer Begleiter. Wie bei jedem Hund ist eine regelmäßige Auslastung durch tägliche Bewegung ein Muss. Darüber hinaus sollte ein Akita auch geistig gefordert werden, beispielsweise durch Such- und Fährtenspiele. Im Haus ist der Akita ein ruhiger Mitbewohner, der verhältnismäßig wenig bellt.

Wissenswertes

Die Geschichte von „Hachiko“ erzählt die Geschichte eines ganz besonderen Akitas: Sogar nach dem plötzlichen Tod seines Herrchens wartete der Hund jahrelang treu an der Shibuya-Station in Tokio auf die Rückkehr seines Herren, wenn dieser nachmittags normal von der Arbeit kommen sollte. Damit stellt Hachiko die unerschütterliche Treue dieser Hunde gegenüber ihrem Halter dar, die sogar über den Tod hinausgeht. Die traurige und zugleich schöne Geschichte hat es 2010 erneut in die Kinos geschafft und rührte ein Welt-Publikum zu Tränen. Heute erinnert ein Denkmal am Bahnhof an diesen besonderen Hund.

Weiterführende Informationen zu dieser Rasse: Akita Club e.V. – Verein für Akita & amerikanische Akita

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