Was dürfen Hunde nicht fressen – Giftige Lebensmittel für Hunde


3.06.2015
Kommentar posten

giftige Lebensmittel für Hunde

Eine natürliche und artgerechte Ernährung für Hunde und Katzen rückt für viele Tierbesitzer immer mehr in den Vordergrund. Neben Allein- und Ergänzungsfuttern auf Basis eines hohen Fleischanteils und möglichst geringer Beigaben von Getreide oder anderen Stärkequellen, erfreuen sich die Rohfütterung („BARF“), die Zubereitung selbstgekochter Rationen und die individuelle Ergänzung des kommerziellen Futters durch Lebensmittel immer größerer Beliebtheit. Was gut gemeint ist kann leider fatale Folgen haben, denn es gibt giftige Lebensmittel für Hunde. Die Gabe ungeeigneter Futtermittel kann bei unseren Haustieren zu gesundheitlichen Schäden bis hin zum Tode führen. Mit den Fragen „Was dürfen Hunde fressen?“ und „Was ist für Hunde giftig?“ wollen wir uns hier beschäftigen.

 

Giftige Lebensmittel für Hunde – welche sind das?

Schokolade
Auch wenn viele Hunde – so wie wir – ab und an gerne etwas Schokolade naschen würden, ist das darin enthaltene Theobromin giftig für den Hund. Es wirkt zentral stimulierend und führt zu Unruhe, erhöhter Körpertemperatur, Zittern, ungerichteten Bewegungen, Krämpfen, beschleunigtem Herzschlag oder Atemnot. Frisst ein Hund Schokolade, kommt es in schlimmen Fällen zum Herz- bzw. Atemstillstand. Auch wenn die Empfindlichkeit individuell unterschiedlich ist und so mancher Hund Schokolade gegessen und unbeschadet überstanden hat, sollten Sie hier äußerste Vorsicht walten lassen und Schokolade niemals zugänglich für Ihren Hund aufbewahren. Greifen Sie zur Belohnung Ihres Hundes bitte stets auf hundegerechte Leckerlies, wie beispielsweise getrocknetes Fleisch, zurück.

Knoblauch
Knoblauch ist ein giftiges Lebensmittel für den Hund, es enthält das giftige Allicin. Er wird häufig als Zeckenprophylaxe oder zur Entwurmung eingesetzt, obwohl dessen Wirkung bislang nicht erwiesen werden konnte. Der im Knoblauch enthaltene Wirkstoff führt zur Bildung sogenannter Heinz-Körperchen, die zum Aufplatzen der roten Blutkörperchen führen und somit eine Blutarmut zur Folge haben können. Symptome einer Knoblauchvergiftung sind u.a. Erbrechen, Durchfall, beschleunigte Atmung, beschleunigter Herzschlag, Gelbsucht und Blutarmut.

Zwiebeln/Lauchgewächse
Zwiebeln enthalten N-Propyldisulfid, das auf den Organismus ähnlich wie das oben genannte Allicin aus Knoblauch wirkt. Deswegen sind Zwiebeln oder Lauch giftig für den Hund. Bitte beachten Sie: Gemüseflocken als BARF-Ergänzung enthalten oftmals getrockneten Lauch, wohl auch, weil dieser das Futter für den Tierbesitzer optisch aufwertet. Bitte greifen Sie hier auf ein Produkt mit hundegerechten Bestandteilen zurück.

Avocado
Avocados enthalten Persin, welches bei Hunden und Katzen zu Magen-Darm-Symptomen führen kann. Da die Avocado eine sehr fettreiche Frucht ist, besteht bei empfindlichen Hunden die Gefahr durch den Verzehr Bauchspeicheldrüsenentzündungen zu begünstigen. Zudem kann es bei der Aufnahme der Frucht samt Kern zu Darmverlegungen kommen. Bei Verzehr einer zu hohen Dosis können sogar Herzschädigungen die Folge sein.

Weintrauben/Rosinen
Trauben und Rosinen beinhalten Oxalsäure, außerdem viel Glukose und Fruktose. Bei der Verfütterung von 10-30 g/kg Körpergewicht kann es bei Hunden zu Vergiftungserscheinungen kommen, die insbesondere die Niere betreffen und bis hin zum Schock und Tod führen können. Betroffene Tiere zeigen Erbrechen, Bauchschmerzen und Nierenversagen mit vermehrter bzw. sistierender Urinproduktion. Im Blutbild sind die Nierenwerte, teilweise auch Kalzium, stark erhöht. Es besteht der Verdacht, dass die Vergiftungserscheinungen auch auf Pflanzenschutzmittel zurückgeführt werden können, die der im Verhältnis großen Oberfläche dieser Obstsorte anhaften. Lassen Sie also keine Trauben auf einem niedrigen Tisch legen, da sie auch giftig für den Hund sind.

Generell sollten Sie bei der Verfütterung von Obst auch darauf achten, Kerne und Steine zu entfernen, da diese Blausäure enthalten. Das Alleinfutter Ihres Hundes sollten Sie mit Futterergänzungen möglichst nicht um mehr als 10-20% verschneiden, um die Nährstoffbilanz nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ansonsten spricht nichts gegen eine individuell verträgliche Ergänzung des Futters, um etwas Abwechslung in den Speiseplan zu bringen. Bei Fragen steht Ihnen auch unser Ernährungsberaterteam zur Verfügung.

Wenn Sie also eine individuelle Futterergänzung machen wollen und Sie sich nicht sicher sind, erkundigen Sie sich bitte im Vorfeld: Was dürfen Hunde fressen und was dürfen Hunde nicht fressen? Zu groß ist die Gefahr, dass Ihr Liebling giftige Lebensmittel für Hunde bekommt.

Haben Sie Fragen an uns? Nutzen Sie gerne das Kommentarfeld und schreiben Sie uns Ihre Meinung oder Frage.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Spam-Schutz * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Zum Archiv

Die letzten Beiträge

Der Chow-Chow im Rasseportrait: Geschichte, Wesen,, Haltung und Erziehung des Chow-Chow

Rasseportrait | Chow-Chow – Der Individualist 20.Juli 2017

Der Chow-Chow ist kein Hund für Jedermann. Er ist ein wahrer Individualist und entspricht sicherlich nicht der allgegenwärtigen Vorstellung eines „Familienhundes“. Mehr zu Charakter, Geschichte, Haltung und Erziehung der Hunde.

Beitrag ansehen
Ziwi Hundefutter und Katzenfutter aus Neuseeland mit Hund im Grünen

Ziwi – Die Naturkraft Neuseelands im Napf 17.Juli 2017

Ziwi steht nicht nur für hervorragende Hunde- und Katzenfutter-Qualität aus Neuseeland, sondern auch für herausragende Fairness in der Nutztierhaltung.

Beitrag ansehen
Dobermann im Rasseportrait: Geschichte, Wesen, Haltung, Erziehung

Rasseportrait | Dobermann – Thüringen’s Gendarmenhund 11.Juli 2017

Der Dobermann ist die einzige deutsche Hunderasse, die den Namen ihres Zuchtbegründers trägt – die großen, muskulösen Hunde sind intelligent und aufmerksam, erfordern aber aufgrund ihrer Veranlagung und ihres Temperament eine solide Erziehung.

Beitrag ansehen