Rasseportrait | Yorkshire Terrier – Vom Rattenfänger zum Modehund


16.02.2017
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Der Yorkshire Terrier hat im Laufe seines Daseins eine wahre Erfolgsgeschichte hingelegt: Angefangen als Hund der armen Leute zog die Rasse schon bald darauf in die Salons der Adeligen. Heute ist der quirlige, stets fröhliche Yorkie weltweit ein beliebter Gesellschaftshund und gehört laut TASSO zu den Top Zehn der beliebtesten Hunde in Deutschland.

Steckbrief: Yorkshire Terrier

Yorkshire Terrier sitzend

Name: Yorkshire Terrier

Ursprung: Großbritannien (UK)

Verwendung: Gesellschaftshund

Wesen: Aktiv und Lebhaft, Intelligent, Ausgeglichen

FCI-Klassifikation:  #86, Gruppe 3, Terrier; Sektion 4, Zwerg Terrier

Widerristhöhe: 22 – 24 cm

Gewicht: bis 3,2 kg

 

Geschichte und Herkunft

Man sieht diesen edlen Hunde ihre Vergangenheit zwar nicht an, aber die kleinen Yorkshire Terrier dienten im frühen 19. Jahrhundert als Rattenfänger der armen Arbeiterschicht in England. Englische und Schottische Weber aus Fabriken in Lancashire und Yorkshire sollen die Rasse durch Kreuzungen von schottischen Terriern, wie Clydesdale und Paisley, mit Maltesern erschaffen haben. Im Gegensatz zum heutigen Yorkshire Terrier waren diese Hunde größer und hatten kupierte Ohren (Sein heutiges Stehohr entstand erst im weiteren Zuchtverlauf). Schnell wurden die adretten Hunde innerhalb des englischen Adels beliebt und erhielten zu Ausstellungszwecken ihren heutigen Namen. Inzwischen sind die kleinen Hunde weltweit verbreitet und erfreuen sich auch außerhalb Englands größter Beliebtheit. In Deutschland wurde der Yorkshire Terrier erst innerhalb der 1970er Jahre weitläufig bekannt und beliebt. Leider hatte auch im Fall des Yorkshire Terriers die rasant steigende Nachfrage negative Folgen für die Gesunderhaltung der Rasse. Bei der Anschaffung eines solchen Hundes, sollte daher unbedingt auf die Wahl eines seriösen Züchters mit VDH-Zulassung geachtet werden.

Wesen des Yorkshire Terriers

Von der geringen Größe und dem anmutenden Äußeren des Yorkshire Terrier sollte man sich nicht täuschen lassen: Die Hunde sind alles andere als zurückhaltende, ruhige Schoßhündchen. Yorkies sind aktiv, robust und begleiten ihre Halter gerne auch einmal bei einer längeren Wanderung. Die selbstbewussten Hunde sind außerdem sehr wachsam und lassen es einen wissen, wenn ihnen etwas nicht passt. Durch ihren natürlichen Frohsinn und ihre Verspieltheit bereiten sie stets viel Freude, verlangen aber auch ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit. Ihre Familie lieben die Kleinhunde sehr und wollen am liebsten rund um die Uhr bei allen Aktivitäten dabei sein.

Haltung und Erziehung des Yorkshire Terriers

Die intelligenten und gelehrigen kleinen Hunde sind leicht zu erziehen. Obwohl sie so zierlich sind, sollten sie dabei nie als reine „Schoßhunde“ betrachtet werden – die zierlichen Zwerge haben einen ziemlich eigenen Kopf und benötigen eine ebenso konsequente Erziehung wie größere Hunde auch. Ein „verzogener“ Yorkie, dem zu vieles durchgelassen wird, kann sonst schnell zum eigenwilligen Kläffer werden. Da Yorkshire Terrier generell für ihre Bellfreude bekannt sind, sollte (auch dem Nachbarschaftssegen halber) bei der Erziehung darauf geachtet werden, den Hund nicht zu überschwänglichem Wortgeben zu animieren. Wie jeder Hund braucht der Yorkshire Terrier regelmäßigen Auslauf und ausreichend geistige Beschäftigung – dann wird er auch zu dem perfekten Begleit- und Gesellschaftshund, der in ihm steckt. Yorkies freuen sich über häufiges und abwechslungsreiches Spielen und lieben es außerdem Dingen hinterherzujagen – ab und an auch einer Maus oder einem Kaninchen!

Wissenswertes über den Yorkie

Yorkshire Terrier mit roter SchleifeEin typisches Symbol für den Yorkshire Terrier ist ein Zöpfchen auf dem Kopf, welches mit einer roten Schleife fixiert wird. Die Schleife ist dabei nicht nur als Schönheits-Symbol – sie dient vor allem dazu, das Gesicht frei zu halten und die Augen vor den Haaren zu schützen. Das lange, herabhängende Fell verursacht sonst schnell Augenentzündungen. Regelmäßiges Schären der Hunde kann dem ebenso vorbeugen. Lässt man das Fell jedoch lang wachsen, erfordert die Pflege einiges mehr: Tägliches Bürsten und regelmäßiges Waschen sind erforderlich, damit das lange Fell glänzend bleibt und nicht verfilzt.

Weiterführende Informationen zum Yorkshire Terrier: 1. Deutscher Yorkshire Terrier Club Deutschland e.V.

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