Rasseportrait | Siberian Husky – der Kraftprotz aus dem Norden


13.06.2016
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Denkt man an den Husky, denkt man in erster Linie an Schlittenhunde und die eisige Kälte des Nordens. Natürlich kommen die freundlichen, großen Hunde sehr gut mit widrigen Umständen klar, aber in ihnen steckt auch ein großes Herz, das extrem familienfreundlich ist.

Steckbrief

siberian-huskyName: Siberian Husky

Ursprung: USA

Verwendung: Schlittenhund

Wesen: Kontaktfreudig, sanftmütig, intelligent, konzentriert

FCI-Klassifikation:  #270, Gruppe 5, Spitze und Hunde vom Urtyp; Sektion 1, Nordische Schlittenhunde

Widerristhöhe: Rüden 53,5 – 60 cm, Hündinnen 50,5 – 56 cm

Gewicht: 15 – 28 kg

 

Geschichte & Herkunft

Die Vorfahren des Huskys kommen ursprünglich aus Sibirien, die Rasse selbst wird erst seit 1910 in Nordamerika gezüchtet. Durch ihr dichtes Fell und ihren Körper, der auf Ausdauer, Schnelligkeit und Kraft gezüchtet wurde, sind sie optimal für die Wetterbedingungen in den nordischen Ländern geeignet. Der Orientierungssinn ist extrem gut ausgebildet, wodurch die Hunde auch bei Schnee und Nebel immer wieder den Weg nach Hause finden. Huskys können das Neunfache ihres Körpergewichts ziehen und bis zu 250 Kilometer pro Tag zurücklegen. Auf ihren langen Reisen durch Schnee und Eis lernten sie Schlitten zu ziehen, die nicht nur ihre Besitzer, sondern auch Fracht, Kranke oder Verletzte transportierten. Dies ist auch der Grund, wieso der Husky weniger Futter benötigt, als andere Hunde dieser Größe. Es war früher einfach nicht möglich übermäßig viel Futter zu lagern.

Wesen des Siberian Huskys

Die Inuit hielten die Vorfahren des Huskys als Schlittenhunde, die eng mit der Familie zusammenlebten, woraus ihr freundliches Gemüt entstand. Während der Arbeit zeigt diese Rasse ihre unbeschreibliche Kraft, die jedoch zusammen mit Familie und Kindern in Sanftmut umschlägt. Der aufmerksame Kraftprotz gilt teilweise als starrköpfig und führt Befehle, die ihm selbst nicht einleuchten, nicht immer aus. Der Husky ist definitiv ein Rudeltier und sollte, wenn möglich, mit einem Partner gehalten werden.

Haltung & Erziehung

Durch sein extrem dichtes Fell, benötigt der Siberian Husky regelmäßige Pflege, um das übermäßige Haaren zu verringern. Er braucht extrem viel Bewegung und Beschäftigung. Der Besitzer sollte mit seinem Vierbeiner also viel Zeit verbringen und ihm die nötige Aufmerksamkeit schenken können. Er bleibt nicht gern allein und ist ohne Beschäftigung schnell gelangweilt. Durch ihr intelligentes Wesen lernen Huskys sehr schnell und sind trotz ihrer Selbstständigkeit ein treuer Begleiter. Es ist wichtig dem Hund von Anfang an klar zu machen, welche Rolle er im Rudel spielt und vor allem – wer der Rudelführer ist. So wird sich der Husky schnell unterordnen und Regeln stets befolgen.

Wissenswertes

Das Rennen gegen den Tod – Eine spektakuläre Rettungsaktion mit Huskys fand im Jahr 1925 in Alaska statt, als in der Stadt Nome eine Diphterie-Epidemie ausbrach. Diese Krankheit konnte nur mit einem Serum eingedämmt werden, dass allerdings aufgrund der eisigen Kälte von minus 45 Grad Celsius nicht per Luft oder Land zu den Kranken gebracht werden konnte. 20 Schlittenhundgespanne mit insgesamt 150 Hunden machten sich daraufhin auf den Weg unter Lebensgefahr das Serum in einer Art Staffellauf in die Stadt zu transportieren. Nach 1.085 km und 127,5 Stunden erreichten die Hunde und damit das Serum die Stadt und konnten so die Krankheit besiegen. An den großen Mut der Helden erinnert heute ein Denkmal im Central Park in New York. Erfahren Sie mehr über diese unglaublichen Geschichte und den Schlittenhunderennen, die auch heute noch stattfinden.

Weiterführende Informationen zu dieser Hunderasse: Siberian Husky Club Deutschland e.V.

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