Rasseportrait | Maine Coon – der flauschige Riese mit den Luchsohren


19.05.2017
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Die Maine Coon kann man gut und gerne als sanften Riesen bezeichnen, da sie trotz ihrer Größe ein sehr zarter und anhänglicher Gefährte ist.

Steckbrief: Maine Coon

Maine Coon RasseportraitName: Maine Coon (Amerikanische Waldkatze) 

Ursprung: USA

Wesen: Intelligent, Verspielt, Freundlich, Anhänglich

FiFé-Rassestandard: Kategorie II, MCO

Größe: Groß bis sehr groß

Gewicht: Kater: 5,5-9 kg, Katze: 4-6,5kg

Äußere Merkmale: Langer Körper, großer Kopf, langer Schwanz, langes Fell.

Geschichte und Herkunft

Wie der Name schon vermuten lässt, kommt die Maine Coon aus den USA, genauer genommen aus dem Bundesstaat Maine. Dieser Staat liegt im Nordosten der USA und ist für sein eher kaltes und raues Klima bekannt. Zur zoologischen Herkunft der Rasse gibt es verschiedene Geschichten und Legenden. Eine davon besagt, dass die Maine Coon (Coon = engl. für Waschbär) durch die Kreuzung einer Hauskatze und eines Waschbären entstanden ist. Dass diese Paarung aber schon aus biologischen Gründen gar nicht möglich ist, konnte erst 1974 bewiesen werden.

Wahrscheinlicher ist die Geschichte des Kapitäns Samuel Clough. Er soll gegen Ende der Französischen Revolution alles  Hab und Gut der französischen Königsfamilie auf ein Schiff geladen haben, um es in Sicherheit in die Vereinigten Staaten zu bringen. Unter Möbeln, Kleidung und wertvollen Gegenständen waren angeblich auch ein paar langhaarige Katzen an Bord, vermutlich Perser oder Angora. Da das Ende der Revolution dafür sorgte, dass die Habseligkeiten keinen offiziellen Besitzer mehr hatten, nahm Clough den gesamten Inhalt des Schiffs, inklusive der Katzen mit in seine Heimat Maine, wo schließlich die Maine Coon entstanden sein soll.

Eine weitere Legende handelt ebenfalls von einem Kapitän. Der Kapitän Coon trieb Handel entlang der neuenglischen Küste und besaß mehrere Langhaar-Katzen, die ihn bei seinen Landgängen stets begleiteten. Durch die Kreuzung mit den heimischen Rassen wurden immer wieder Würfe mit langhaarigen Kätzchen gefunden. Schon bald sprach man von „Coons Katzen“ und begann mit der gezielten Zucht der Samtpfoten.

Egal welche Geschichte nun wahr ist, oder ob an beiden etwas dran ist- klar ist, dass die Katze mit dem seidigen Fell durch den regen Handel zwischen USA und Europa und die Besiedelung der Ostküste entstanden sein muss.

Wesen der Maine Coon

Die Maine Coon gilt zwar als sehr menschenbezogene und anhängliche Katze, ist allerdings keine typische Schoßkatze. Sie wird dem Menschen in jedes Zimmer folgen und ständig seine Nähe suchen, es sich aber lieber auf dem nächsten Stuhl, als auf dem Schoß selbst bequem machen. Sie sind sehr aufgeweckte Katzen und bleiben ihr Leben lang verspielt. Man sollte ihr also immer genug Spielmöglichkeit zur Verfügung stellen, da sie sich sonst sehr schnell langweilt. Was eher ungewöhnlich für Katzen ist, ist dass die Maine Coon sich quasi zum Wasser hingezogen fühlt.

Ein weiteres Merkmal ist die Stimme. Die meisten Vertreter der Rasse sind sehr gesprächig, geben aber nur selten ein wirkliches „Miau“ von sich. Meistens kommuniziert die Maine Coon durch Gurren oder Trillern. Die Stimme hört sich zart und eher leise an, wird sie aber böse, kann sie auch mal ein lautes Knurren von sich geben.

Äußeres Erscheinungsbild

Die Rasse der Maine Coon ist großformatig, mit kantigem Kopfumriss und großen Ohren. Der Brustkorb ist eher breit, der Knochenbau gilt als stark und der rechteckige Körper ist meist hart bemuskelt. Der Schwanz ist lang und buschig und wird oft als „wehend“ beschrieben. Der große Körper und die gute Bemuskelung geben der Maine Coon einen Ausdruck von Kraft und Robustheit. Besonders auffällig sind die „Puscheln“ an den Ohren, die der Maine Coon eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Lux verleihen. Die Pfoten sind besonders groß und stark behaart und dienen im Winter hervorragend als kleine Schneeschuhe.

Das Fell ist seidig und lang. Die Rasse der Maine Coon ist sehr farbenfroh, denn von weiß, über silber und creme, zu rot, blau und schwarz sind alle Fellfarben vertreten. Auch in der Bemusterung sind die Riesen unter den Katzen sehr vielfältig. Bis auf „getickt“ sind alle Fellzeichnungen erlaubt.

Haltung der Maine Coon

Trotz ihrer Größe, haben Maine Coon einen geringen Bewegungsdrang und ein hohes Schlafbedürfnis (bis zu 16 Stunden am Tag) und sind deshalb auch gut als Wohnungskatzen geeignet. Das Fell ist trotz seiner Länge relativ pflegeleicht, sollte aber regelmäßig gebürstet werden.

Wussten Sie schon?

Maine Coon

Maine Coon sind die größten Hauskatzen der Welt; ein ausgewachsener Kater kann von der Nasen- bis zur Schwanzspitze 1,20 Meter lang und über 12 Kilogramm schwer werden.

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