Rasseportrait | Gordon Setter – der edle Schotte


4.07.2017
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Edlen Anmut und sportliche Eleganz vereint der Gordon Setter nicht nur in seinem Äußeren – auch charakterlich besticht der freundliche Jagdhund durch ein vornehmes Wesen. Das ist sicherlich auf die noble Vergangenheit der Hunde zurückzuführen, denn die schönen Black-and-Tan Setter begleiteten bereits früher das schottische Adelsgeschlecht bei der Jagd.

Steckbrief: Gordon Setter

Gordon Setter im RasseportraitName: Gordon Setter (Schottischer Setter)

Ursprung: Großbritannien (UK)

Verwendung: Vorstehhund

Wesen: Intelligent, Leistungsfähig, Mutig, Offen, Freundlich und Ausgeglichen

FCI-Klassifikation:  #6, Gruppe 7, Vorstehhunde; Sektion 2.2, Britische und irische Vorstehhunde, Setter. Mit Arbeitsprüfung.

Widerristhöhe: Hündinnen: 62 cm, Rüden: 66 cm

Gewicht: 25,5 – 29,5 kg

Geschichte und Herkunft

Bis heute erzielen die vier Setter-Rassen – der Irish Setter, der Irish Red and White Setter, der English Setter und der Gordon Setter – gemeinsam mit dem englischen Pointer als Vorstehhunde vorzügliche Ergebnisse bei der Jagd auf Federwild. Vor dem Jahr 1850 wurden Setter hauptsächlich nach ihrer Leistungsfähigkeit selektiert – das äußere Erscheinungsbild war dabei eher zweitrangig und die Hunde kamen in verschiedensten Varianten vor. Der schottische Adel wurde beispielsweise bereits im 18. Jahrhundert oftmals von schwarz-weißen Settern, oft mit kastanienroten Abzeichen, begleitet. Erst nach und nach erfolgte aber eine offizielle Trennung der verschiedenen Setter-Schläge nach ihrem heutigen Erscheinungsbild. Der Gordon Setter ist dabei der kompakteste und substanzvollste innerhalb seiner Gruppe – es wird vermutet, dass auch englischer Pointer, Bloodhound und der Literatur nach sogar Labrador und Collie ihren Teil zur Formung der Rasse beitrugen. Seinen heutigen Namen erhielt der Gordon Setter jedoch erst im Jahre 1924. Benannt wurde die Rasse nach dem schottischen Herzog Alexander von Gordon, welcher sich im 19. Jahrhundert über ein Jahrzehnt lang intensiv der Zucht dieser schönen Hunde widmete. Auch in Deutschland erfreut sich der feinnasige Gordon Setter schon lange größter Beliebtheit unter den Jägern. Während dem zweiten Weltkrieg allerdings erlebte die Rasse einen starken Rückgang und wird erst seit den 60er Jahren in Deutschland wieder aktiv zunehmend gezüchtet.

Wesen des Gordon Setter

Der Gordon Setter ist ein ausgeglichener und ruhiger Artgenosse im Haus. Die sanften Hunde überzeugen durch eine vornehme Gelassenheit, die ihrer adeligen Herkunft volle Ehre macht. Bei der Jagd offenbart sich die unheimliche Leistungsfähigkeit des Gordon Setter: Mutig und souverän arbeitet er mit dem Jäger und erfüllt die ihm gestellten Aufgaben voller Leidenschaft. Als Jagdgebrauchshund überzeugt der intelligente Gordon Setter durch eine hervorragende Nasenarbeit und eine ausgeprägte Bindung an seinen Herren. Fremden begegnet er eher zurückhaltend.

Haltung und Erziehung des Gordon Setter

Als reiner Haus- und Familienhund gehalten, benötigt der Gordon Setter ausreichend Bewegung und Beschäftigung, etwa in Form von Mantrailing, Dummytraining oder Fährtenarbeit. Im Herzen ist er immer ein Jagd-Gebrauchshund. Wird er seiner Natur gerecht  gefordert ist der Gordon Setter aber auch ein freundlicher und ausgeglichener Familienhund, der sich meist auch mit Kindern sehr gut verträgt. Die Erziehung des intelligenten Hundes verläuft in der Regel problemlos – die sanften Hunde freuen sich über eine Aufgabe und lieben die gemeinsame Arbeit mit ihrem Menschen. Im Freien folgt der Gordon Setter gerne interessiert jeder Witterung – diese Jagdpassion sollte bei der Erziehung der schottischen Schönheiten berücksichtigt werden. Wird seine Veranlagung hingegen produktiv für gemeinsame Aktivitäten genutzt, wird der Gordon Setter mit vollem Eifer an der Seite seines Halters arbeiten.

Wussten Sie schon?

Gordon Setter Wesen, Haltung und Erziehung, GeschichteNoch bevor es Schusswaffen gab, wurden Setter als Vorstehhunde bei der Jagd auf Flugwild eingesetzt. Damals wurde das Flugwild mit Netzen aus nächster Nähe eingefangen. Die Aufgabe der Hunde bestand darin das Flugwild für den Jäger in Gebüsch und Hecken aufzuspüren und sich diesem unter Beachtung der Witterung vorsichtig anzunähern. Um dem Jäger das versteckte Wild anzuzeigen setzten oder legten sich die Hunde typischerweise leise vor ihrem Fundort ab. Aufgrund dieses Anzeigeverhaltens wurden die Hunde auch als „setting dogs“(absitzende Hunde) – oder kurz „Setter“ – bezeichnet.

Weiterführende Informationen zum Gordon Setter: Verein für Pointer und Setter e.V.

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