Rasseportrait | Eurasier – das Beste aus zwei Welten


28.02.2017
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Diese sehr junge Rasse erobert die Herzen von Liebhabern im Sturm. Als Familien- und Begleithund gezüchtet, besticht der Eurasier durch seine ausgeprägte Treue gegenüber seinen Haltern. Aber dieser wollige Begleiter ist deshalb noch lange kein Hund für Couch-Potatoes!

Steckbrief: Eurasier

Ursprung: DeutschlandEurasier stehend

Verwendung: Familien- und Begleithund

Wesen: Selbstbewusst, Ruhig, Ausgeglichen mit hoher Reizschwelle

FCI-Klassifikation:  #291, Gruppe 5, Spitze und Hunde vom Urtyp; Sektion 5, Asiatische Spitze und verwandte Rassen

Widerristhöhe: Rüden 52 – 60 cm, Hündinnen 48 – 56 cm

Gewicht: Rüden 23 – 32 kg, Hündinnen 18 – 26 kg

Geschichte und Herkunft

Der Name „Eurasier“ erzählt bereits im Ansatz die kurze Geschichte dieser Rasse. In den 1960er Jahren wurden zunehmend asiatische Chow-Chows mit europäischen Wolfsspitzen verpaart. Die Hunde, die daraus entstanden, waren zunächst unter dem Namen „Wolf-Chows“ bekannt. Als Anfang der 70er Jahre damit begonnen wurde zusätzlich sibirische Samojeden einzukreuzen, begann sich daraus eine neue Rasse zu festigen. Auf die Farbe der Hunde wurde bei der Zucht keine Rücksicht genommen, sodass die vielen verschiedenen Farbschläge bis heute erhalten sind. Im Jahr 1973 wurden die buntschlägigen Hunde offiziell von den Dachverbänden VDH und FCI unter der Bezeichnung „Eurasier“ anerkannt – der Name verweist dabei auf den europäisch-asiatischen Ursprung der für die Entstehung des Eurasiers ausschlaggebenden Rassen. Der Eurasier ist mit dieser nicht lange zurückliegenden Anerkennung die jüngste der deutschen Hunderassen.

Wesen des Eurasier

Der Eurasier besticht durch ein sehr ausgeglichenes und ruhiges Temperament. Die Hunde schätzen und brauchen unbedingt engen häuslichen Kontakt und möchten bei allen Aktivitäten dabei sein. Das belohnen sie mit lebenslanger Treue und einer starken Bindung zu ihren Kontaktpersonen. In der Familie zeigen die Hunde eine ausgeprägte Sensibilität gegenüber der Gemütsverfassung ihrer Menschen.  Zwingerhaltung ist für die kontaktfreudigen Hunde eine unverzeihliche Strafe, bei welcher die Hunde regelrecht verkümmern.

Haltung und Erziehung

Aufgrund ihrer stark ausgeprägte Resonanzfähigkeit, lässt sich die Erziehung der Hunde leicht gestalten: Mit viel Geduld, Konsequenz und positiver Bestärkung – ohne dabei Druck oder Zwang auszuüben – verläuft ihre Erziehung meist recht unkompliziert. Wer allerdings strikten Gehorsam in jeder Situation von seinem Hund erwartet, ist mit dem Eurasier sicherlich falsch beraten. Die Hunde zeigen in den meisten Fällen weder ausgeprägtes Schutz- noch Jagdverhalten, was der Erziehung ebenfalls zuträgt. Obwohl Eurasier die Zeit mit ihrer Familie zuhause sehr schätzen, brauchen natürlich auch sie ein hohes Maß an Bewegung und Auslauf – Mit reinen Couch-Potatoes geben sich die Hunde nicht zufrieden!

Wussten Sie schon?

Der im Jahre 2002 verstorbene Züchter Julius Wipfel gilt als Begründer dieser Rasse. Zunächst der Zucht von Wolfsspitzen zugetan, widmete er sich nach dem Tod eines geliebten Hundes der Aufgabe den „perfekten Familienhund“ zu züchten. Beeinflusst wurde er hierbei von den Veröffentlichungen des bekannten Verhaltensforschers Konrad Lorenz, der in einem seiner Bücher eine Zufallskreuzung aus Chow-Chow und Schäferhund als einen Hund „wunderbaren Wesens“ beschreibt. Bald darauf begann Wipfel mit der Zucht von Wolf-Chows, den späteren Eurasiern. Julius Wipfel  formulierte die „Idee“ hinter dieser Rasse und die Merkmale dieser einzigartigen Hunde in seinem Buch „Eurasier – Entstehung, Entwicklung, Gegenwart“.
heller Eurasier liegend

Weiterführende Informationen zum Eurasier:
Eurasier Klub e.V.

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