Rasseportrait | Dogo Argentino – Argentinien’s weißer Jäger


24.05.2017
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Der Dogo Argentino wurde ursprünglich gleichermaßen als kräftiger, unnachgiebiger Jäger aber auch freundlicher und treuer Familienhund erschaffen. Obwohl die Hunde unter richtiger Führung ihr ganzes fröhliches und freundliches Naturell offenbaren, wird der Dogo aufgrund seines Kampfhund-Erbes und dem teilweise ausgeprägten Dominanzverhalten der Hunde in einigen Bundesländern Deutschlands als Kategorie II Hund gelistet und darf nur unter Erfüllung bestimmter Auflagen gehalten werden.

Steckbrief: Dogo Argentino

Dogo Argentino RasseportraitName: Dogo Argentino (Argentinische Dogge)

Ursprung: Argentinien

Verwendung: Jagdhund für Großwild

Wesen: Wachsam, Mutig, Fröhlich, Intelligent

FCI-Klassifikation:  #292, Gruppe 2, Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen; Sektion 2.1, Molosser, doggenartige Hunde. Ohne Arbeitsprüfung.

Widerristhöhe: Rüde 62-68 cm, Hündin 60-65 cm

Gewicht: 50-55 kg

Geschichte und Herkunft

Der Dogo Argentino entstand aus den Bemühungen des begeisterten Jägers und Hundeliebhabers Dr. Antonio Nores Martinez: Er wollte einen Hund schaffen, der als treuer, liebender Familienhund diente und dabei Haus und Hof wehrhaft und unnachgiebig gegen alle Arten von Eindringlingen verteidigt. Gleichzeitig sollten die Hunde kräftig und wendig genug sein, um es bei der Jagd mit wehrhaftem Großwild, wie Pumas oder Wildschweinen, aufzunehmen. Seine Vorstellungen von den athletischen Hunden  zeichnete Nores Martinez im Jahr 1928 in einem Rassestandard auf, nach welchem er anschließend auch die Zucht begann. Ausgangspunkt für die Zucht des Dogo Argentino bildeten die in der Gegend um Cordoba ansässigen, weißen Kampfhunde. Nur wenig später gelang es ihm eine stabile Zuchtbasis zu erschaffen und somit den Grundstein für die Entstehung und Weiterentwicklung dieser Rasse zu legen. In Argentinien erhielten die kraftvollen Hunde bald Anerkennung und etablierten sich als vorzügliche Meute-Jagdhunde, die das Großwild hartnäckig und jedem Klima trotzend über weite Strecken verfolgen und falls nötig in erbitterten Kämpfen niederringen.

Wesen des Dogo Argentino

Dogos sind äußerst zähe und robuste Hunde, die sich ihrer enormen Kraft stets bewusst sind – und das strahlen sie auch aus. Das ausgeprägte Dominanzverhalten der Hunde führt leicht einmal zu Unstimmigkeiten unter Artgenossen, ist aber mit der nötigen Konsequenz in der Erziehung und einer frühen Sozialisierung der Hunde in den Griff zu bekommen. Ebenso ausgeprägt ist ihr Territorialverhalten: Als Wächter geschaffen tragen die Hunde eine natürliche Wachsamkeit in sich, die sie ihre Kräfte bei Bedarf blitzschnell entfalten lässt. Von dem manchmal müßigen Eindruck der Hunde sollte man sich nicht täuschen lassen – in ihnen stecken wahre Jäger von unerschöpflicher Ausdauer und wachem Instinkt. Trotz ihres respekteinflößenden Äußeren und ihrer ausgeprägten Dominanz, sind die Hunde jedoch niemals aggressiv – ein Merkmal, auf das bei der Zucht des Dogos ein besonderes Augenmerk gelegt wird. In der Familie ist der Dogo eine richtige Schmusebacke und genießt alle gemeinsamen Aktivitäten.

Haltung und Erziehung des Dogo Argentino

Die dominanten und kräftigen Power-Hunde benötigen eine konsequente Erziehung mit einem nötigen Maß an Durchsetzungsvermögen und Nachdrücklichkeit. Die muskulösen Hunde gehören dabei unbedingt in die Hände erfahrener Hundehalter, die den Kraftpaketen auch körperlich gewachsen sind und sie in jeder Situation kontrollieren können. Eine frühe Sozialisierung mit vielen positiven Kontakten ist wichtig, damit die Hunde all ihre positiven Eigenschaften entfalten können. Der Besuch von Welpenstunden und Erziehungskursen ist dabei sehr empfehlenswert. An der Seite erfahrener Hundehalter und bei guter Sozialisierung haben die Hunde durchaus das Potenzial ein idealer Familienhund zu sein. Sie sind äußerst aktiv und bewegen sich gerne, was ausgedehnte und abwechslungsreiche Ausflüge zur Tagesordnung macht.

Wussten Sie schon?

Dogo Argentino RasseportraitDer Dogo Argentino ist die bisher einzige anerkannte Hunderasse Argentiniens. Der Bruder des Rassebegründers, Dr. August Nores Martinez, führte das Werk seines Bruders, Antonio, nach dessen Ableben ehrgeizig fort und setzte sich stark für die Bekanntmachung und Anerkennung der Rasse ein. Obwohl der Zuchtaufbau bereits in den 1930er Jahren abgeschlossen war, wurde der Dogo Argentino aber erst über vierzig Jahre später, im Jahr 1973, offiziell von der FCI als einzige argentinische Rasse anerkannt. Nicht zuletzt aufgrund der wachsenden Beliebtheit der Hunde und den starken Bemühungen August´s.

Weiterführende Informationen zum Dogo Argentino: Club für alle Rassehunde e.V. Landesgruppe Molosser

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