Rasseportrait | Deutscher Schäferhund – Alleskönner mit Tradition


9.11.2015
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Unangefochten unter den Lieblingshunden der Deutschen und weltweit für seine Leistungsfähigkeit und seinen Charakter geschätzt: Der Deutsche Schäferhund. Seit über einhundert Jahren wird er in Deutschland rein gezüchtet und vereint in sich all die guten Gebrauchseigenschaften der alten Schäferhund-Schläge aus dem mitteldeutschen- und süddeutschen Raum – daraus resultiert ist ein wahres Allround-Talent!

Steckbrief

Deutscher SchäferhundName: Deutscher Schäferhund

Ursprung: Deutschland

Verwendung: Vielseitiger Hüte-, Gebrauchs- und Dienstgebrauchshund

Wesen: Ausgeglichen und Nervenfest, Selbstsicher und Unbefangen, Gutartig, Aufmerksam und Führig

FCI-Klassifikation:  #166, Gruppe 1, Hütehunde und Treibhunde; Sektion 1, Schäferhund, Mit Arbeitsprüfung

Widerristhöhe: Rüden 60 – 65 cm, Hündinnen 55 – 60 cm

Gewicht: Rüden 30 – 40 kg, Hündinnen 22 – 32 kg

Geschichte & Herkunft

Der Name Max von Stephanitz ist fest verbunden mit der Entstehungsgeschichte des Deutschen Schäferhundes: Er war es, der die Idee hatte, aus den gegenwärtigen mittel- und süddeutschen Schäferhund-Schlägen einheitlich einen ausgeglichenen, leistungsfähigen und sicheren Gebrauchshund zu schaffen – ab 1899 wird genau dieser Hunde gezüchtet, der weiterhin als Deutscher Schäferhund bekannt ist. Von Stephanitz gründete aus diesem Anlass ein Jahr zuvor den Deutschen Schäferhund-Verein (SV), welcher die Entwicklung dieser Rasse in ihren beiden Varietäten Langstockhaar und Stockhaar seit ihrer Zuchtbucheintragung betreut. Nicht zuletzt aufgrund seiner Vielfältigkeit erfreut sich der deutsche Schäferhund seit jeher größter Beliebtheit rund um den Globus, wo er nicht nur als Hüte-, Gebrauchs- oder Dienstbegleithund, sondern auch als liebevoller Familien- und Begleithund geschätzt wird.

Wesen des Deutschen Schäferhundes

Der deutsche Schäferhund vereint in seinem Wesen all die guten Eigenschaften eines Gebrauchshundes: Er ist leichtführig und seinem Besitzer stets aufmerksam zugetan, dabei selbstsicher, ausgeglichen und von Natur aus gutartig. Er ist ein freundlicher und kinderlieber Familienhund, der beim Hundesport zu hervorragenden Ergebnissen im Stande ist. Er ist ein ebenso wachsamer Hüte- und Herdenschutzhund der Hirten. Er ist bei entsprechender Ausbildung aber auch ein bissfester, nervenstarker und entschlossener Schutz- und Spürhund, zum Beispiel im Dienste der Polizei. Auch hat er als entschlossener und wetterunempfindlicher Rettungshund bereits viele Leben gerettet – Er ist einfach ein Alleskönner!

Haltung & Erziehung

Der Deutsche Schäferhund ist von Haus aus aufmerksam und lernfähig, was die Erziehung und Ausbildung des Hundes grundsätzlich einfach gestaltet. Diese sollte konsequent, liebevoll und mit viel positiver Bestärkung  erfolgen. Oft wird aufgrund der hohen Leistungsfähigkeit des Hundes zu schnell zu viel von ihm verlangt – dieser übermäßige Druck kann das Vertrauen des Hundes ebenso brechen wie unnötige Härte! Eine Grundausbildung in der Hundeschule ist sehr empfehlenswert und öffnet den Weg für viele weitere Ausbildungsrichtungen. Wird er als reiner Familienhund gehalten, sollte der intelligente Hund nicht nur körperlich sondern auch geistig gefordert werden – zusätzlich zu ausgiebigen Spaziergängen, Fahrrad- oder  Jogging-Touren sind verschiedene Arten von Hundesport sowie auch Fährtensuch- oder Obedience-Training genau das Richtige, damit der Hund auch langfristig ausgeglichen bleibt.

Wissenswertes 

Deutscher Schäferhund weißBeim Deutschen Schäferhund kamen seit jeher auch rein weiße Welpen in den Würfen vor. Sogar der erste Deutsche Schäferhund im Zuchtbuch des SV, Horand von Grafrath, war der Enkel eines solchen weißen Schäferhundes. 1913 erhielt ein reinweißer Schäferhund einen eigenen Zuchtbucheintrag beim SV. Leider stießen die weißen Hunde nach dem Krieg zunehmend auf Ablehnung: Es wurde fälschlicherweise vermutet, dass das Gen, welches für die weiße Fellfarbe verantwortlich ist, auch die typischen Defekte beim Deutschen Schäferhund verantwortet. Heute werden die schönen weißen Hunde rein gezüchtet – über einen Umweg sind diese erst nach Amerika und anschließend zurück nach Europa in die Schweiz gelangt, wo sie seither als Weißer Schweizer Schäferhund zuchtbuchmäßig erfasst und verbreitet werden.

Weiterführende Informationen zu dieser Rasse: Verein für Deutsche Schäferhund (SV) e.V.

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