Rasseportrait | Deutscher Boxer – Harte Schale, weicher Kern


7.02.2017
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Seine stämmige und imposante Erscheinung stimmt nicht unbedingt mit dem lebhaften, verspielten, ja oft schon albernen Verhalten des Deutschen Boxer überein. Bei konsequenter und liebevoller Erziehung wächst der Boxer zu einem freundlichen und anhänglichen Clown heran, der es stets versteht, seine Familie mit seinen Eigenarten zu unterhalten.

Steckbrief: Deutscher Boxer

Deutscher Boxer RasseportraitName: Deutscher Boxer (auch: Boxer)

Ursprung: Deutschland

Verwendung: Begleit-, Schutz- und Gebrauchshund

Wesen: Lebhaft, Freundlich, Wachsam, Selbstbewusst, Ausgeglichen

FCI-Klassifikation:  #144, Gruppe 2, Pinscher – Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen; Sektion 2.1, Molossoide, doggenartige Hunde. Mit Arbeitsprüfung.

Widerristhöhe: Rüden 57 – 63 cm, Hündinnen 53 – 59 cm

Gewicht: Rüden über 30 kg; Hündinnen bis 25 kg

 

Geschichte und Herkunft

Der unmittelbare Vorfahre des Deutschen Boxers ist der sogenannte „Brabanter Bullenbeißer“, ein Hundeschlag, welcher gezielt für den Einsatz bei der Jagd gezüchtet wurde. Ein markantes Übrigbleibsel von diesen Vorfahren ist der breite Fang des Boxers: Bullenbeißer Hunde wurden gezielt auf dieses Merkmal hin gezüchtet. Ihre Aufgabe bei der Jagd bestand darin, das Wild zu packen, auf den Boden zu drücken und festzuhalten bis der Jäger dieses schließlich erlegen konnte. Das breite Maul und der vergrößerte Zahnabstand eigneten sich besser zum Festbeißen und Festhalten der Beute auf dem Boden und die flache, zurückgesetzte Nase ermöglichte es den Hunden dabei auch am Boden weiterhin gut atmen zu können. Ein kräftiger, muskulöser Körperbau und eine ausreichende Kondition waren ebenso unerlässlich, um diese Aufgabe zu erfüllen. Auch dieses ausgeprägte Merkmal hat sich der Deutsche Boxer von seinen Ahnen bis heute erhalten.

Wesen des Deutschen Boxer

Von der äußeren Erscheinung der kräftigen Hunde sollte man sich nicht täuschen lassen. Getreu dem Sprichwort „Harte Schale, weicher Kern“ ist der Deutsche Boxer bei guter Erziehung ein friedlicher Begleiter, der sich auch hervorragend als Familienhund eignet. Dort zeigt er sich als ausgeglichener und kinderfreundlicher Mitbewohner, dabei gleichzeitig als wachsamer Hüter des Hauses. Aufgrund seiner natürlichen Wachsamkeit und Kraft wird er oft auch als Wach- und Schutzhund eingesetzt, jedoch findet man ihn heute öfter als reinen Familien- und Begleithund.  In seinem Herzen ist er ein wahrer Clown – stets zu lustigem Spielen aufgelegt, gesellig und von liebenswerter Lebhaftigkeit, weiß er die Herzen im Sturm zu erobern. Seine Gemütslagen teilt er über eine außergewöhnlich lebendige Mimik dar und begeistert dabei immer wieder aufs Neue mit deren Vielseitigkeit. Der gesellige Boxer liebt den Anschluss zu seinem Menschenrudel und möchte gerne überall und immer dabei sein. Seinem Menschen ist er treu ergeben, sehr anhänglich und durchaus unterordnungsbereit. Fremden begegnet er neutral bis misstrauisch.

Haltung und Erziehung

Eine liebevolle, aber konsequente, Erziehung lassen den Boxer seine volle liebenswerte Persönlichkeit entfalten und ihn zu einem ausgeglichenen Rudelmitglied werden. Der Anschluss an die Familie ist ihm sehr wichtig, gemeinsame Aktivitäten sollten daher auf der Tagesordnung stehen. Aufgrund seines lebhaften Temperaments, sind ein regelmäßiges Training und die Teilnahme am Hundesport sehr empfehlenswert, um ihn seinen Bewegungsdrang ausleben zu lassen. Auch die Fährtenarbeit macht dem vielseitigen Boxer meist große Freude. Eine frühe Sozialisierung und ein guter Grundgehorsam und klare Strukturen sind dabei stets die Basis für ein friedliches Zusammenleben – ansonsten können die starken und lebhaften Hunde ihre Halter auch auf eine harte Probe stellen.

Wissenswertes

Niemand weiß so recht, woher der Boxer seinen Namen hat. Zwar haben die muskulösen Hunde auch eine leidvolle Vergangenheit im Ring für Hundekämpfe, diese sind jedoch weniger die Erklärung für den Begriff „Boxer“ im Namen der Rasse. Eine Theorie besagt, dass der Begriff vom altbayerischen Wort „Buchsen“ oder auch „Buxn“ herleitet – ein Begriff, der kurze Lederhos´n beschreibt.  Eine weitere Theorie stützt sich auf das markante Spiel- und Kampfverhalten der Hunde, die sich dabei oft typischerweise auf den Hinterläufen stehend, mit den Vorderläufen begegnen und augenscheinlich „boxen“. Dieses Verhalten ist jedoch auch bei Hunden anderer Rassen zu beobachten.Deutscher Boxer liegend

Weiterführende Informationen zum Deutschen Boxer: Boxer-Klub e.V.

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