Rasseportrait | Basenji – Kleiner Hund mit großem Charakter


10.04.2017
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Der Basenji gehört zu den sehr ursprünglich erhaltenen Hunden und zählt zu den ältesten Rassen der Welt. Der kleine Hund mit den großen Ohren hat auch einen großen Charakter –  und dieser ist geprägt von Selbstbewusstsein, Intelligenz und Unabhängigkeit. Dabei hat er eine innere Ruhe, die sich manch ein Guru wünschen würde. Und als wäre der kleine Temperamentbolzen nicht schon charakterstark genug, zeichnet ihn noch eine einzigartige Besonderheit aus…er kann nicht bellen!

Steckbrief: Basenji

Basenji im RasseportraitName: Basenji (auch: Kongo Terrier)

Ursprung: Zentralafrikanische Republik

Verwendung: Jagd- und Gesellschaftshund

Wesen: Ausgeglichen, Selbstbewusst, Eigenständig, Intelligent, von starkem Temperament

FCI-Klassifikation:  #43, Gruppe 5, Spitze und Hunde vom Urtyp; Sektion 6, Urtyp.

Widerristhöhe: Rüden 43 cm, Hündinnen 40 cm

Gewicht: Rüden 11 kg, Hündinnen 9,5 kg

 

 

Geschichte und Herkunft des Basenji

Der Basenji zählt zu den ältesten Hunderassen der Welt. Skelettfunde und Zeichnungen von Hunden mit großen spitzen Ohren und hohen Läufen in ägyptischen Grabstätten zeigen, dass die Menschen in Ägypten bereits 3.800 Jahre vor Christus von Hunden begleitet wurden. Die Hunde, welche in den Grabeszeichnungen zu jenen Zeiten beschrieben wurden, werden als „Tesem“ bezeichnet. Aufgrund der Ähnlichkeiten dieser Zeichnungen mit dem Erscheinungsbild des Basenji, wird vermutet, dass diese Rasse von den Tesem abstammt. Die Pygmäen setzen den Basenji seit jeher als selbstständigen Jagdhund ein, welcher die Beute, für die ihm nachfolgenden Jäger, aufspürt. Die Briten brachten die „kleinen wilden Buschhunde“ – was Basenji frei übersetzt bedeutet – schließlich im 19. Jahrhundert mit nach England, wo sie ab den 30er Jahren auch erfolgreich gezüchtet wurden.

Wesen des Basenji

Der Basenji zählt laut offizieller FCI-Einteilung zu der Gruppe „Hunde vom Urtyp“, was sein Wesen und seinen Charakter auch gut beschreibt. Der Basenji ist ein sehr selbstständiger Hund, von in sich gekehrter Ruhe geprägt. Sein Verhalten ist diesem Typ nach auch eher „wölfisch“ geprägt – seine Stimmungen gibt er nicht über ein klassisches Bellen preis, sondern je nach Gemütslage anhand glucksender Töne, die fast wie ein Lachen klingen, einem kurzen Jodeln oder kurzen bell-ähnlichen Geräuschen. Auch ansonsten ist der Basenji niemals ein Hund, der seinem Herrn blinden Gehorsam entgegenbringt. Er lebt mit seinen Menschen im Rudel und nicht „unter“ ihnen. Sein Jagdverhalten ist sehr ausgeprägt, was durch die starke Eigenständigkeit der Hunde nur schwer kontrollierbar ist. Entsprechend frühzeitig sollte mit einem gezielten Training begonnen werden, will man seinen Jagdtrieb in geregelte Bahnen lenken. Ein weiteres Merkmal dieser Hunde ist ihre enorme Sauberkeit – der Basenji ist ausgesprochen reinlich, er haart und riecht kaum und bedarf nur wenig Pflege. Ähnlich einer Katze, reinigt sich der Basenji dabei regelmäßig selbst sehr intensiv durch „Sauberlecken“ oder unter Verwendung der Pfoten. Viele Basenjis fühlen sich im Dunkeln äußerst unwohl – auch ein Überbleibsel aus ihrer Vergangenheit im Busch, wo Dunkelheit stets Gefahr bedeutet.

Haltung und Erziehung des Basenji

Der Basenji ist ein Hund für Liebhaber und erfahrene Hundehalter. Der eigenständige und aktive Hund braucht in jedem Fall eine Beschäftigung, der er nachgehen kann. Früh sollte ein gezieltes Anti-Jagd-Training begonnen werden, um seinen Jagddrang in Bahnen zu lenken und den Freiheitsliebhaber so von vorneherein auch am „Ausbüxen“ zu hindern. Geduld und ausreichend Zeit sind nötig, dann ist der Basenji ein guter Begleiter im Alltag. Wird er unnötig gedrillt oder erhält nicht ausreichenden Rudelanschluss in der Familie, wird der kleine, energiegeladene Hund hingegen schnell destruktiv und zerstörerisch. Seine viele Energie lässt er gerne beim Toben und gemeinsamen Spielen aus. Bei Regen oder im Dunkeln verlassen die meisten Basenjis nur ungern das Haus. Die säuberlichen Hunde vermeiden es unnötig schmutzig zu werden und benötigen kaum Fellpflege. An kalten Tagen können jedoch ein Hundemantel und Pfotenschutz nötig sein, da der Basenji sehr kälteempfindlich ist.

Wussten Sie schon?

basenji mit basenji welpen liegendNeben einer sechsten Kralle, der Afterkralle, an den Vorderläufen, zeichnet sich der Basenji auch durch einen außergewöhnlichen Pfotenabdruck aus: Während bei anderen Hunderassen alle Zehen einen getrennten Zehen-Abdruck hinterlassen, sind beim Basenji die mittleren Zehen zusammen gewachsen und nur durch einen längeren Spalt getrennt.

Weiterführende Informationen zum Basenji:

1. Basenji Klub Deutschland von 1977 e.V.

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