Wie hängen Jagdverhalten und Fütterung bei der Hauskatze zusammen?


1.10.2015
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Katze-JagdUrsprünglich sind Katzen Jäger, die ohne die Beteiligung anderer Katzen kleinere Tiere erbeuten. Das Jagen ist ein fester Bestandteil im Tag von Katzen, der mehr oder weniger viel Zeit in Anspruch nimmt. Durchschnittlich sind Katzen etwa 15% Ihres Tages damit beschäftigt, zu lauern und zu jagen. Je nach Motivation kann das Jagdverhalten noch deutlich mehr Zeit beanspruchen.

Wie jagen Katzen?
Selbst wenn genügend Nahrung bereitsteht, bleibt die Jagdmotivation meist erhalten. Während der Jagd lauert die Katze dem Beutetier auf und pirscht sich geduckt mit zuckender Schwanzspitze und nach vorn gerichteten Ohren und Tasthaaren an die Maus an. Bevor sie sich entschließt, das Beutetier anzugreifen, tippelt sie mit den hinteren Beinen. Dann benutzt sie beide vorderen Pfoten zum Ergreifen der Beute und beißt zu. Die noch lebende oder tote Beute wird dabei teilweise noch in ein Spiel miteinbezogen. Dies ist allerdings vom Alter und vom Hunger der Katze abhängig.

Jagen ist ein natürliches Verhalten bei Katzen. Sie sollten also die Möglichkeit haben, dieses Verhalten auszuleben, sonst kann es zu einer Umrichtung des Verhaltens kommen und das Tier sucht sich ein anderes Ziel – wie seinen Besitzer oder andere Haustiere – um den Jagdtrieb auszuleben. Die Katze sollte von klein auf lernen, dass die Körperteile des Besitzers kein Ziel ihres Jagdverhaltens sein dürfen. Besser sind geeignete Spielzeuge, um die Katze auszulasten. In unserem Shop finden Sie eine breite Auswahl an Katzenspielzeug, mit dem Sie Ihrer Katze eine artgerechte Beschäftigung bieten können.

Wie nehmen Katzen natürlicherweise Futter auf?
Das natürliche Ernährungsverhalten der Katze sieht vor, pro Tag etwa 10-20 kleine Mahlzeiten aufzunehmen. Erjagt die Katze eine Maus oder einen Vogel, so bringt sie diese meist erst an einen ruhigen Ort, bevor sie diese verzehrt. Schon kleine Kätzchen lernen dies von der Mutter, indem die Mutter ihnen tote oder sogar teils lebende Beutetiere mit ins Nest bringt.

Bei Katzen erfolgt eine starke Nahrungsprägung. Was Katzen im jungen Alter aufnehmen, wird bevorzugt gefressen und es kann unter Umständen schwierig werden, die Katze später auf ein anderes Futter umzustellen. Daher kann es sinnvoll sein, jungen Katzen unterschiedliche Futtersorten anzubieten und sie so auf verschiedene Futter zu prägen.

Der Proteinbedarf von Katzen ist verhältnismäßig hoch. Folglich braucht die Katze z.B. nochmals mehr Proteine als der Hund (wie sagt man hier so schön: „Die Katze ist kein kleiner Hund“). Wenn das Futter zu wenig Eiweiß enthält, kann das zu unerwünschtem Jagdverhalten führen.

Trocken- vs. Nassfutter bei Katzen
Inzwischen gibt es im Handel eine Fülle an verschiedenen Trocken- oder auch Nassfuttern. Trockenfutter werden gerne zur freien Verfügung angeboten, allerdings sollte bedacht werden, dass der Kätzchen mit SchüsselEnergiegehalt von Trockenfuttern wegen des geringen Wassergehaltes (ca. 8% Wasser) deutlich höher liegt als bei der gleichen Menge Nassfutter (ca. 80% Wasser). Der hohe Wassergehalt im Nassfutter hingegen kann sich positiv auf die Harnwege auswirken und führt insgesamt zu einer deutlich höheren Flüssigkeitsaufnahme. Da einige Katzen dazu neigen, wenig zu trinken, kann das insbesondere bei Nieren- und Blasenpatienten von großem Vorteil sein.

Viele Besitzer füttern Dosenfutter und stellen Ihrer Katze zusätzlich Trockenfutter zur freien Verfügung bereit. Dies kann unter Umständen zu einer sehr hohen Energieaufnahme, verbunden mit Übergewicht, führen. Der Besitzer sollte seinen Stubentiger daher genau in Augenschein nehmen und die Futtermenge ggf. anpassen. Gerade Wohnungskatzen haben oft einen verhältnismäßig niedrigen Energiebedarf, genauso wie kastrierte oder ältere Katzen. Dies sollte bei der Fütterung berücksichtigt werden, um Übergewicht und damit einhergehende gesundheitliche Probleme zu vermeiden. Vorsicht ist geboten, wenn zu dicke Katzen plötzlich zu fressen aufhören und matt erscheinen. In solchen Fällen sollte umgehend ein Tierarzt konsultiert werden, da dieses Verhalten ein Zeichen für eine Stoffwechselentgleisung sein kann.

Wasseraufnahme bei Katzen
Katzenbrunnen Lucky Kitty
Katzen kommen mit geringen Wassermengen zurecht. Das liegt an ihrer Abstammung von der nordafrikanischen Wildkatze, die sich hervorragend an den trockenen Lebensraum angepasst hat. Das vorhandene Wasser kann von der Katze gut genutzt und der Harn stark konzentriert werden.

Die Wasseraufnahme erfolgt meist nicht am gleichen Ort wie die Aufnahme des Futters. Optimal ist es, der Katze mehrere Orte zur Aufnahme von Wasser zur Verfügung zu stellen. Manche Katzen lieben es, ihren Flüssigkeitsbedarf z.B. über Aquarien, Gießkannen oder direkt aus der Leitung zu decken.

Insbesondere bei Nieren- oder Harnsteinpatienten sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Um die Katze zur Wasseraufnahme zu motivieren, kann ihr die Aufnahme schmackhaft gemacht werden, indem man mehrere Näpfe oder Trinkbrunnen zur Verfügung stellt. Einige Katzen springen dabei besonders gut auf fließendes Wasser an. Hierfür gibt es extra Trinkbrunnen, die das Wasser in Bewegung halten und Katzen somit zum Trinken animieren. Auch ein Schuss Milch ins Wasser oder ein paar Tropfen Thunfischsaft können Wasser geschmacklich aufwerten, allerdings sollte der Katze zudem immer unbehandeltes Wasser zur Verfügung stehen.

Schauen Sie doch in unseren Shop und entdecken Sie die Vielfalt unserer Produkte für Ihre Katze: Wir haben sowohl hochwertiges Katzentrocken- und Nassfutter als auch nützliches Zubehör wie Trinknäpfe oder Trinkbrunnen.

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