Rasseportrait | Der Mops – Faltiges Energiebündel


6.10.2015
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Heute gilt der Mops als absoluter Mode Hund. Aber nur wenigen ist bekannt, dass dieser charmante Begleiter schon einmal vom Aussterben bedroht war und er schon Kaisern, Königen und Fürsten ein treuer Freund war.


Mops stehend
S t e c k b r i e f

Name: Mops

Ursprung: Großbritannien

Verwendung: Begleithund

Wesen: charmant, klug, aufmerksam, verspielt, umgänglich

FCI-Klassifikation:  #253, Gruppe 9, Gesellschafts- und Begleithunde; Sektion 11, kleine, doggenartige Hunde

Widerristhöhe: Rüden 30 – 34 cm, Hündinnen 28 – 32 cm

Gewicht: 6,3 – 8,1 kg

Geschichte & Herkunft

Viel ist über die Herkunft des Mopses leider nicht bekannt. Sicher weiß man nur, dass dieser kleine Gefährte schon vor ca. 2.000 Jahren in China vorkam. Ab dem 9. Jahrhundert war er dort unter den Namen Lo-chi-ang-sze, oder auch Lo-sze bekannt. Bis zum 15. Jahrhundert war der Mops nur in Asien vertreten, wie er dann allerdings nach Europa kam ist umstritten. Eine Theorie besagt, dass er von holländischen Seeleuten mitgebracht wurde, eine andere behauptet, er soll mit Dschingis Khan und seinen Kriegern zu Pferd gekommen sein. Hundert Jahre nach der Verbreitung in Europa spielte der Mops in Italien allerdings als Komödiant eine wichtige Rolle. Mit plissiertem Kragen und Zweispitz vollführte er seine Kunststücke in der Comedia dell’Arte. In dieser Zeit entwickelten sich auch die vielen unterschiedlichen Namen des Mopses, wie „Gaganlino Camuso“ in Italien, „Carlin“ in Frankreich und „Pug“ in England. Doch er war nicht bei jedermann anzutreffen, er war ein Hund der Reichen und Schönen. So erlebte der Mops um 1800 seine Blütezeit, woraufhin die Rasse im 19. Jahrhundert fast vollkommen ausstarb. Heute verdanken wir es vor allem Lord und Lady Willoughby und Mr. Morrison, die der Rasse treu geblieben sind und die Zucht neu belebt haben, dass der kleine, quirlige Hund auch heute noch viele Haushalte erfreuen kann.

Wesen des Mops                               

Dieser kleine Hund hat ein großes Herz und ist seinem Herrchen gegenüber absolut verschmust und anhänglich. Er hat eine hohe Reizschwelle und kommt deshalb problemlos mit Kindern, oder anderen Hunden und Katzen aus. Er gilt als absolut energiegeladen und braucht deshalb trotz seiner Größe viel Bewegung und Beschäftigung.

Mops mit HalsbandHaltung & Erziehung

Durch die markanten Falten bedarf er einer besonderen Pflege, da sich sonst leicht Ekzeme bilden können. Auf Grund der kurzen Schnauze ist es sinnvoll, bei hohen Temperaturen einen Gang runterzuschalten und auch das Schnarchen und Grunzen gehört zum Mops. Die Erziehung sollte nicht zu kurz kommen. Doch mit einem konsequenten Herrchen wird er zu einem gut erzogenen Hund, der seinem Besitzer unbedingt gefallen möchte.

Seit einiger Zeit geht der Trend der Züchter zum sogenannten „Retro-Mops“. Die Schnauze, sowie Hals und Beine sind länger. So kommt der Mops wieder ganz nah an sein ehemaliges Aussehen. Befürworter nennen vor allem Vorteile wie das erleichterte Atmen und das straffere Bindegewebe.

Facts & Fun

Glaubt man der Legende, soll ein Mops namens Pompey im Jahr 1570 durch sein Bellen den Prinzen von Oranien vor einem Mordanschlag bewahrt und ihm somit das Leben gerettet haben. Er hat damit in den Verlauf der Geschichte eingegriffen und die Menschen noch enger an seine Rasse gebunden.

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