Rasseportrait | Pudel – Liebenswertes Fellknäuel


18.04.2016
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Wer schon einmal einen Pudel auf einer Ausstellung gesehen hat, wird die Hunde in ihrer naturbelassenen Form wahrscheinlich erst gar nicht erkennen – dabei sind die eleganten Tiere auch von Natur aus wahre Schönheiten. Egal, ob als preisgekrönter Ausstellungshund oder reiner Familienhund, die wasserbegeisterten, liebenswerten Hunde sind in jedem Fall Sieger der Herzen.


Steckbrief: Pudel

PudelName: Pudel (Entenhund, Caniche, Chien canard)

Ursprung: Frankreich

Verwendung: Gesellschafts- und Begleithund

Wesen: Äußerst lernfähig und intelligent, loyal, freundlich, liebenswert

FCI-Klassifikation:  #172, Gruppe 9, Gesellschafts- und Begleithunde; Sektion 2, Pudel

Widerristhöhe: Je nach Art 24 – 60 cm; aufsteigend nach Größe: Toypudel, Zwergpudel, Kleinpudel, Großpudel

Gewicht: Abhängig von der Größe

Geschichte & Herkunft

Der Pudel ist höchstwahrscheinlich eine der ältesten Hunderassen der Welt. Es gibt Abbildungen, die dem heutigen Pudel sehr ähnlich sehen, bereits im römischen Reich zur Zeit des Kaiser Augustus (31. v.Chr. – 14 n.Chr.). Obwohl sich der Pudel heute solch großer Beliebtheit erfreut, ist aber nicht viel bekannt über die genaue Herkunft der gelockten Hunde. Was ziemlich sicher erscheint ist, dass der Pudel von Wasserhunden abstammt, die im 6. Jahrhundert mit den Mauren von Nordafrika nach Europa gelangt sind. Unklar ist wiederum, welche Rassen bei der Entstehung des Pudels noch mitgewirkt haben: wahrscheinlich wurden in Europa Apportierhunde oder auch Hütehunde miteingekreuzt, da der Pudel lange Zeit in Frankreich vornehmlich als Jagdhund für das Apportieren im Wasser, speziell zur Entenjagd, eingesetzt wurde. Später erregten die adretten Hunde auch die Aufmerksamkeit des Adels und waren häufig als Salonhunde anzutreffen. Während der Pudel bis zum 19. Jahrhundert nur als Klein- und Großpudel vorkam, gingen später im Laufe der Zeit auch der Zwergpudel und der noch kleinere Toypudel aus der Zucht hervor. Dies hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass die freundlichen Hunde sich auch als Familien- und Begleithunde zunehmender Beliebtheit erfreuten und daher vermehrt in kleineren, „handlicheren“ Größen bevorzugt wurden.

Wesen des Pudels

Pudel sind heute wegen ihres freundlichen Charakters und ihrer liebenswerten Verspieltheit beliebte Familienhunde. Die Hunde sind außerordentlich gelehrig, sodass vor allem der kleine Toy- und auch der wendige Zwergpudel oft als Trick-Hunde bei Ausstellungen oder im Zirkus vorzufinden sind. Für Ausstellungen werden die Hunde von Liebhabern oft stundenlang in mühsamer Kleinstarbeit geschoren, das Fell zurecht geschnitten und drapiert – oft zur Belustigung der Besucher, denn ein perfekt zurecht gemachter Pudel mag den ein oder anderen mehr an französische Gartenkunst erinnern als an einen Hund. Dennoch: Unabhängig vom Schnitt ist die Haarpracht eines Pudels natürlich auch charakteristisch für diese Rasse. Aufgrund des stark nachwachsenden Felles müssen die Hunde auch regelmäßig geschoren, gekämmt und gebürstet werden – in welcher Form das passiert, bleibt allerdings dem Besitzer überlassen. Ansonsten sind die Hunde aufmerksame und auch sehr sportaffine Begleiter, die sich nicht nur für Radtouren oder längere Wanderungen eignen, sondern auch ein gutes Bild beim Hundesport abgeben. Eine weitere Besonderheit der anhänglichen Hunde ist ihr ausgeprägtes Einfühlungsvermögen und die Empfindsamkeit für die Stimmungslage ihrer Bezugspersonen, was sie zu besonders wertvollen Begleitern auch für alleinstehende Menschen macht.

Haltung & Erziehung

ZwergpudelDie Leichtführigkeit, das schnelle Auffassungsvermögen und die allgemeine Freundlichkeit des Pudels (egal in welcher Größe) machen seine Erziehung einfach. Mit unnötiger Strenge werden Sie es jedoch nicht schaffen eine Bindung zu den empfindlichen Hunden herzustellen – mit dem nötigen Respekt, viel Einfühlungsvermögen und einer starken Vertrauensbasis hingegen, wird ein Pudel zu einem Begleiter, der mit Ihnen durch dick und dünn geht. Verschiedene Übungen und kleine Tricks lernen die intelligenten Hunde in Windeseile – nebenbei eignen sich die lauffreudigen und wasserliebenden Hunde für eine Vielzahl an Freizeitbeschäftigungen sowie Hundesportarten und freuen sich über jede gemeinsame Beschäftigung mit ihren Menschen. Ansonsten sind die Hunde äußerst robust und auch reinlich – ihr Fell soll sogar antiallergen sein!

Wissenswertes

Bevor Frankreich offiziell als Herkunftsland des Pudels erklärt wurde, wurde mit Deutschland lange Zeit darum gestritten, wer die Anerkennung für diese Hunderasse erhält: So stammt das Wort Pudel wahrscheinlich von dem altdeutschen Ausdruck „Pfudel“ ab, was so viel bedeutet wie „Pfütze“. Auch der ähnlich klingende altdeutsche Begriff „puddeln“ bezeichnet nichts anderes als „im Wasser plantschen“ oder „baden“. In Frankreich wiederum wird der Pudel als „Caniche“ bezeichnet – etymologisch stammt dieser Begriff von dem französischen Wort „Ente“ (frz. Cane), was wiederum auf ihre Arbeit als Wasserhunde bei der Entenjagd zurückverweist.

Weiterführende Informationen zu dieser Rasse: Deutscher Pudel-Klub e.V.

Kommentare zu diesem Beitrag (2)

  • ”Ich selbst habe die Ehre im Besitz 2 weisser Zwerge zu sein.. was soll ich sagen, sie sind für mich Alles! Meine Luft zum Atmen, mein Herzschlag, mein Leben.. einmal Pudel, immer Pudel. Ich kann mir mein Leben ohne sie nicht vorstellen.. eine wundervolle Rasse. Intelligent, einfühlsam, einzigartig! Ich liebe meine Pudel!!!!” von Gina
  • ”Ja, auch ich habe einen reinrassigen Pudelmischling! Eine kleine Lady! Jetzt fragt sich sicherlich manche/r was ein reinrassiger Mischling ist? Ganz einfach: erstmal ein reinrassiger Pudel, der dann ein Elternteil als Klein- und das andere als Zwergpudel hat! Auch ich kann bestätigen, das meine kleine "Schlingeline" sehr gelehrig ist! Man sollte sich also überlgen, wenn man einen Pudel haben möchte, wie schlau man selber ist... denn allzuschnell wird man von diesen Schlaubergern, zu deren eigenen Gunsten, überlistet. Bei unserem ersten Pudel, einer schwarzen Zwergin, hatte ich es versucht, das sie in ihrem Körbchen über Nacht, verbleibt... bis ich dann übermüdet eingeschlafen bin, nachdem ich sie zigmal aus meinem Bett zurück ins Körbchen setzte... nachdem sie dann eine Nacht in meinem Bett verbracht hatte, konnte ich den Hundekorb getrost auf den Speicher verfrachten... Also: immer gut überlegen, ob man schlau genug, für einen Pudel ist... ;O)” von Teddytine
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