Mantrailing – Kopfarbeit für Ihren Hund


13.10.2015
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hund schnüffeltViele Hunde sind in ihrem Alltag nicht richtig ausgelastet. Herr- und Frauchen gehen zwar spazieren, aber wenn der Hund nicht geistig und körperlich ausgelastet ist, kann es sein, dass ihm verschiedenste Spinnereien einfallen und er z.B. im Garten steht und mit dem Bellen nicht mehr aufhört. Damit Sie Ihren Hund und sein Gehirn fordern, gibt es verschiedenste Möglichkeiten, eine davon ist das Mantrailing.

Mantrailing bedeutet übersetzt Personensuche. Es ist eine Nasenarbeit, die dadurch auch den Kopf des Hundes fordert. Hunde haben nämlich eine wahnsinnig gute Nase und wenn Ihr Hund gerne schnuppert, ist das genau das richtige für ihn. Beim Mantrailing nimmt er die Spur einer Person auf, die er dann verfolgt, denn jeder hinterlässt eine individuelle Duftspur aus Schweiß und Hautpartikeln. Es ist ein Hundesport und wird von manchen Hundeschulen als Kurs angeboten, kann aber auch ganz einfach selbst durchgeführt werden. Mantrailing kann ab einem Alter von 4 Monaten begonnen werden und ist sogar förderlich beim Aufbau der Bindung vom Hund zu seinem Menschen. Es eignet sich sogar für ängstliche Hunde, denn der Erfolg gibt ihnen Selbstbewusstsein und Sicherheit.

Utensilien für das Mantrailing
Am besten ist es, wenn man für das Mantrailing ein Geschirr und eine 5-10 Meter lange Schleppleine verwendet, die man sonst nicht benutzt, da der Hund dann lernt, diese Art von Arbeit mit dieser Ausstattung zu verbinden. Der Hund braucht dazu noch sein normales Hundehalsband und seine normale Leine, um ihn bis zum Trainingsbeginn daran zu führen. Ganz wichtig für das Mantrailing ist ein ganz besonderer Leckerbissen, den der Hund sonst nicht bekommt. Dieser muss luftdicht verpackt sein, am besten zum Beispiel in einer Tupperdose. Von diesen bestückten Dosen sollte man mehrere haben. Damit der Hund die „verlorene“ Person auch findet, braucht man von ihr ein Kleidungsstück, das sie schon länger getragen hat. Ideal hierfür ist zum Beispiel ein Socken. Ist gerade kein Kleidungsstück parat, kann man auch ein Taschentuch am Hals reiben, damit es den eigenen Geruch annimmt. Dieses kommt dann in einen luftdicht verschließbaren Zipperbeutel. Noch dazu braucht man 1-2 Hilfspersonen.

Und so geht das Mantrailing
Es gibt natürlich mehr als nur einen möglichen Weg das Mantrailing zu trainieren. Wir stellen hier eine Variante vor, die wir auch schon selbst erprobt haben.

Am besten geeignet ist ein Gelände mit Sichtschutz und freien Flächen. Der Hund hat Halsband und Leine noch an und bekommt das Geschirr dazu angezogen. Er wird vom Halsband abgeleint und gleichzeitig mit der Schleppleine am Geschirr festgeleint. Die zu suchende Person steht in ein paar Metern Abstand vom Hund entfernt in seinem sichtbaren Bereich mit der Leckerchendose hinter dem Rücken. Nun kann man den Hund zum Beispiel absetzen lassen und seine Nase kurz in den gerade geöffneten Beutel stecken. Wenn man ihm nun ein Kommando gibt und ihn in die Richtung der zu suchenden Person losschickt, wird er zu ihr rennen. Wichtig dabei ist, dass sich die Schleppleine nicht verheddert, dass man den Hund kontinuierlich anfeuert und dass man ihn nicht zurückhält oder in andere Richtungen zieht. Wenn er ankommt wird er überschwänglich von allen Beteiligten belohnt und erhält die gerade geöffnete Dose mit dem Leckerchen. Dies wird einige Male in immer größerem Abstand wiederholt.

Am Anfang ist es besser, wenn der Besitzer gesucht wird und die Hilfsperson den Hund führt, da der Hund mit dem Herrchen besser vertraut ist und deshalb selbstsicherer zu ihm läuft. Schon bald verbindet der Hund den Geruch mit der Fährte und lernt, dass es sich lohnt diese zu verfolgen und was von ihm verlangt wird. Da der Hund nach so einer Arbeit wahnsinnig müde und ausgelaugt sein wird, sollte man ihn auf keinen Fall überfordern. Ganz wichtig ist auch, dass ein Training mit einem Erfolgserlebnis abgeschlossen wird.

Beim nächsten Mal kann man nach einer kleinen Wiederholung dann die Person entweder von einer weiteren Hilfsperson in geringem Abstand verstecken lassen oder man muss das Versteck vorher mit der zu versteckenden Person ausmachen, damit man sich auch wiederfindet, falls der Hund es eventuell nicht schaffen sollte. Die Hilfsperson darf dann auch dem, der den Hund führt, Tipps geben, ihn daran erinnern, die Leine aufzunehmen oder lang zu lassen und den Hund anzufeuern, und bei ganz falscher Fährte Stopp sagen. Die Schwierigkeit kann immer weiter gesteigert werden, zum Beispiel weiter weg, um die Kurve, hinter einem anderen versteckten Menschen oder Mensch-/Hund-Team, falls diese zur Verfügung stehen. Dabei ist dann natürlich wichtig, dass die nicht zu suchenden Personen und Hunde sich nicht bewegen und stumm sind, wenn der suchende Hund sich ihnen nähert, um ihn nicht abzulenken.

Mantrailing lässt sich wie man sieht ganz einfach in einen Spaziergang integrieren und im Alltag anwenden. So wird Ihr Hund richtig ausgelastet und es wird Ihnen viel Freude bereiten die Fortschritte zu sehen, die er macht.

Haben Sie schon einmal das Mantrailing mit Ihrem Hund ausprobiert? Haben Sie weitere Tipps und Tricks? Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen!

Kommentare zu diesem Beitrag (3)

  • ”Mantrailing” von info@sven-nothdurft.de
  • ”Liebes Pets Premium-Team, bisher habe ich immer gerne Futter für meinen Hund bei Ihnen bestellt. Aber wenn ich so einen Blödsinn über Mantrailing lese, der durch diese Plattform unterstützt wird, dann werde ich wohl zu einem anderen Anbieter wechseln. Die Beschreibung ist nicht nur absolut falsch, sondern kann auch geundheitsgefährdend für den jeweiligen Hund sein. Mantrailing falsch trainiert ist purer Stress für den Hund und dauerhafter Stress führt zur Erkrankung des Hundes. Ich kann nur davon abraten, Mantrailing wie oben beschrieben durchzuführen, wenn einem die Gesundheit des eigenen Hundes wichtig ist. Es gibt inzwischen deutschlandweit gut ausgebildete Mantrailing-Trainer. Empfehlen kann ich hier z.B. K-9-Trainer (www.suchhundezentrum.de - hier findet man auch die Standorte, an denen gute Trainer arbeiten), die hervorragend ausgebildet sind und erklären können, aus welchem Grund falsch ausgeführtes Mantrailing den Hund sehr krank machen kann. Auch wenn man bei einem K-9 kein Training machen möchte, lohnt sich ein Gespräch - im Sinne des Hundes (das Gespräch ist kostenlos). Viele Grüße Brigitte” von Brigitte
    • ”Liebe Brigitte, vielen Dank für Ihr Feedback. Wir freuen uns sehr, dass Sie sich die Zeit genommen haben, unseren Blogartikel zu lesen und zu kommentieren. In vielen unserer Blogartikel versuchen wir, Haustierbesitzern verschiedenste Themen rund um Ihr Tier näher zu bringen. Zur Recherche lesen wir deshalb Informationen zu den verschiedenen Themen und halten Rücksprache mit unserem Tierarzt oder wie in diesem Fall mit Tier- bzw. Hundetrainern. Wir wissen aber natürlich, dass es zu einem Thema auch verschiedene Meinungen geben kann und wir freuen uns sehr, dass Sie uns Ihre mitgeteilt haben. Wir hoffen jedoch, dass wir Sie als zufriedene Kundin trotzdem weiterhin mit unserem gut ausgewählten Sortiment überzeugen können. Viele Grüße Ihr pets Premium Team” von pets Premium
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