Giftige Pflanzen für Hunde und Katzen – worauf Sie achten müssen…


17.04.2015
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Der lang ersehnte Frühling ist da und mit ihm der lockende Duft und die farbenfrohe Vielfalt der Pflanzen. Doch Tierfreunde aufgepasst: Zuhause, im Garten und unterwegs lauern giftige Pflanzen für Hunde – in Gestalt von Schnittblumen, Gartenpflanzen & Co. Denn ihr Duft und ihr liebliches Aussehen laden Tiere dazu ein an ihnen zu naschen. Nachfolgend stellen wir ein paar giftige Pflanzen für Hunde vor. Viele der Pflanzen sind auch für unsere Stubentiger giftig. Wir haben die Liste nach besten Kräften zusammengestellt, trotzdem kann eine solche Liste nie vollständig sein. Sie soll allerdings einen ersten Überblick verschaffen und auf das Thema aufmerksam machen.

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Giftpflanzen im Garten – welche Pflanzen sind giftig für Hunde?

Tulpen – jeder kennt sie, doch nur wenige wissen, welche Gefahr für Hunde von Ihnen ausgeht! Im Garten oder als Schnittblumen im Haus sind sie schön anzusehen, dennoch sind Tulpen giftig für Hunde. Bitte schützen Sie Ihr Tier vor der Aufnahme sämtlicher Pflanzenteile, die die Schleimhaut des Magen-Darm-Kanals reizen und die Aufnahme von Nährstoffen behindern können. Anzeichen einer Vergiftung sind vermehrter Speichelfluss, Erbrechen, Magen-Darm-Krämpfe und Gewichtsverlust.

Der Lebensbaum – auch als Thuja oder Thuje bekannt – wächst auch als Wildpflanze und wird oftmals als Hecke im Garten eingesetzt. Der Baum enthält ätherische Öle, Bitterstoffe und Gerbstoffe, welche bei Berührung Haut und Schleimhäute des Tieres reizen sowie Leber und Nieren schädigen. Entzündungen im Magendarmtrakt mit Erbrechen oder Durchfall, Krämpfe sowie vermehrter oder auch verminderter Harndrang können auf eine Lebensbaum-Vergiftung hinweisen.

Gefährlich sind auch Eibengewächse für Hunde und Katzen. Die giftigen Taxine und Biflavonoide finden sich in Nadeln und Samen, der Samenmantel ist hingegen ungiftig (der Kern hingegen schon!). 30 g Nadeln pro Tier oral aufgenommen können den Tod verursachen. In weniger drastischen Fällen kommt es zu Muskelzittern, Atemnot, verlangsamtem Herzschlag und Krämpfen. Auch Erbrechen, Durchfall und weitgestellte Pupillen können ein Hinweis auf eine Eibenvergiftung sein.

Auch beim Gassi Gehen im hohen Gras oder im Waldstück sollte der Hund im Auge behalten werden. Gerade im Frühling können Maiglöckchen zur Gefahr für Ihren Hund werden. Zwar sind diese Frühlingsboten schön anzusehen, mit den enthaltenen Herzglykosiden und Saponinen, die lokal reizend und abführend wirken, jedoch giftig für unsere Haustiere. Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Atemnot und Krämpfe. In schlimmen Fällen kann es zum Tod durch Herzstillstand kommen.

Die Engelstrompete ist beliebt als Kübel- oder Zimmerpflanze und wird in die Kategorie der stark giftigen Pflanzen eingeordnet. Alle Teile des Gewächses, vor allem aber die Samen mit einem Tropanalkaloidgehalt von 0,2-0,6%, können zu Vergiftungserscheinungen mit beschleunigtem Herzschlag, Bauchschmerzen, unkoordinierten Bewegungen, Weitung der Pupillen, trockenem Maul bis hin zum Koma führen. Teilweise kommt es auch zu vermehrtem Harndrang und gesteigertem Schmerzempfinden.

Die Hyazinthe ist eine beliebte Garten-Zierpflanze. Alle Pflanzenteile der Hyazinthe sind giftig für Hunde, da sie unter anderem Kalziumoxalate enthalten. Diese nadelförmigen Gebilde (Raphide) dringen in die Mund- und Rachenschleimhaut ein und führen zu Brennen und mechanischen Störungen. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfe können Anzeichen einer Hyazinthen-Vergiftung sein.

Bitte beachten Sie: Wir haben hier nur eine kleine Auswahl giftiger Pflanzen für Hunde genannt, die Liste aller Pflanzen, die gefährlich sein können, ist lang. Hundebesitzer sollten daher all ihre Zimmer- und Gartenpflanzen auf Unbedenklichkeit prüfen und sich möglichst vor dem Kauf informieren, ob die ausgesuchte Pflanze Schaden bei ihrem Tier anrichten könnte. Bei Verdacht auf Vergiftung des Hundes sollte unverzüglich der Tierarzt aufgesucht werden! Die Notfalltherapie umfasst meist eine Unterstützung des Kreislaufs in Form von Infusionen, die Sicherstellung einer geregelten Atmung, die Gabe von Aktivkohle und teils die Auslösung von Erbrechen, um eine weitere Aufnahme der Giftstoffe zu vermeiden.

Weitere Informationen zu diesem Thema liefert das Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie:
Tel. : 0041(0)446358761,  Homepage: www.vpt.uzh.ch/index_de.html

Welche Erfahrungen können Sie uns und anderen Hundebesitzern mitteilen? Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

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