Impfungen bei Hunden und Katzen


25.06.2012
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Die Folge ‚Impfungen‘ ist zusammen mit Ute Kordt entstanden. Sie ist durch Ihre Hundeschule „Harmonisches Hundetraining“ bekannt. Bei pets premium TV im Gespräch mit Dr. Gregor Berg hat sie ihren ersten Gastauftritt. Gemeinsam unterhalten sie sich über Impfungen. Auch in Zukunft werden sie interessante Themen wie beispielsweise Hundeausbildung, Verletzungen und vieles mehr erläutern. Wer noch nicht fundierte Erfahrung mit Impfungen hat, wird in dem Beitrag sicherlich wichtige Informationen finden. Tiefergehende, ausführlichere Zusatzinformationen sind unten folgend und auch über weiterführende Links zusammengetragen.

Allgemeines über Impfungen von Hunden und Katzen (0:52)

Impfungen von Haustieren sind wichtig, da die Krankheiten, gegen die geimpft wird, meistens nur schwer therapierbar sind und zudem sehr schwerwiegende Folgen nach sich ziehen können – sogar so schwere, dass das Tier stirbt. Risiken können nie ganz ausgeschlossen werden, z. B. dass sich ein Tier nach einer Impfung schlapp fühlt oder gar krank wird. Das Risiko ist im Verhältnis zu den Schäden, welche die Krankheiten anrichten können, gegen die nicht geimpft wurden, jedoch sehr gering. Die modernen Impfstoffe für Hunde und Katzen sind sehr gut verträglich und eine Impfung gegen die wichtigsten Krankheiten in Rücksprache mit dem Tierarzt absolut anzuraten.

Die wichtigsten Krankheiten, gegen die geimpft wird, sind:

  • Staupe (Virus/Symptome unterschiedlich ausgeprägt, z. B. im Magen-Darm-Trakt, der Lunge oder auch im Nervensystem)
  • Hepatitis contagiosa canis (Virus/ansteckende Leberentzündung)
    Parvovirose (Virus/hauptsächlich Welpen betroffen, starke Magen-Darm-Symptome, blutiger Durchfall)
  • Leptospirose (Bakterium/z. T. starke Allgemeinsymptome, Nierenversagen als häufige Komplikation)
  • Tollwut (Virus/tödlich verlaufende Entzündung des Gehirns, Zoonose)

Daneben gibt es auch noch weitere Krankheiten, gegen die geimpft werden kann (z. B. Parainfluenza). Ob es sinnvoll ist, sein Tier zusätzlich gegen weitere Krankheiten impfen zu lassen, sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Tierarzt besprechen. Auswirkungen auf die Aufnahme von Nassfutter bzw. Trockenfutter bei Hunden und Katzen sind bisweilen nicht bekannt,
sollten jedoch hier Unregelmäßigkeiten auftreten, wäre es sinnvoll den Tierarzt zu konsultieren.
Weitere Informationen zu Impfungen und den einzelnen Krankheiten finden Sie auch im Wissenbereich der pets Premium-Website unter ‚Impfungen‚.

Tollwut/Auslandsbestimmungen (3:02)

Die Tollwut ist eine fast immer tödlich verlaufende Entzündung des Gehirns durch ein Virus (Lyssavirus). Ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen, dann gibt es keine bekannte Therapiemöglichkeit mehr. Eine Impfung ist daher die einzige Möglichkeit dieser Gefahr zu begegnen.

Die Tollwut-Impfung ist in Deutschland nicht Pflicht; sollten Sie mit Ihrem Haustier ins Ausland fahren wollen, dann ist sie jedoch zwingend vorgeschrieben (zusammen mit weiteren Bestimmungen, die eingehalten werden müssen). Ebenso müssen bestimmte Fristen eingehalten werden, z. B. ist eine Tollwut-Impfung erst 30 Tage nach der ersten Verabreichnung gültig. Danach müssen die vom Hersteller angegebenen Fristen strikt eingehalten werden.

Wie lange besteht ein Impfschutz? (5:28)

Früher war klar, dass man mit seinem Haustier jedes Jahr zum Impfen geht. Die Hersteller schrieben in ihren Beipackzetteln diese Jahresfristen vor. Seit einigen Jahren aber wurden die Stimmen lauter die behaupteten, dass der Impfschutz viel länger bestünde. Vergleiche aus der Humanmedizin wurden herangezogen: So wird beispielsweise die Tetanusimpfung inklusive zweimaliger Nachimpfung (Boosterung) durchgeführt und dieser Schutz gilt dann für 10 Jahre. Eine einzige Auffrischung nach diesen 10 Jahren führt wieder zu einem Schutz von weiteren 10 Jahren.

Aus diesen Überlegungen heraus wurden Versuche in der Tiermedizin durchgeführt. Man fand heraus, dass die meisten Impfungen tatsächlich einen viel länger anhaltenden Schutz boten, als die Frist von einem Jahr. Daraufhin wurden (inbesondere bei der Tollwut-Impfung) diese neuen Erkenntnisse nach und nach in verlängerte Fristen der Hersteller übernommen.

Heute ist es so, dass man viele Impfungen nicht mehr jedes Jahr verabreichen muss. Wie lange ein Impfschutz besteht, ist vom eingesetzten Hersteller und Mittel abhängig. Sprechen Sie Ihren Tierarzt ruhig darauf an.

Grundimmunisierung (7:42)

Eine einmalige Impfung reicht in der Regel nicht aus, um einen ausreichenden Schutz gegen die jeweilige Krankheit aufzubauen (Ausnahme: Tollwut). Daher ist es notwendig, dass nach einer gewissen Zeit nachgeimpft wird (Boosterung). Diese Boosterung sollte meistens im Abstand von 3-4 Wochen erfolgen. Je nach dem Alter des geimpften Tieres muss u. U. mehrfach nachgeimpft werden, da die vollständige Entwicklung des Immunsystems eine wichtige Rolle spielt, um den gewünschten Schutz aufzubauen (spielt eine Rolle bei jungen Hunden und Katzen). Diese Phase der Impfungen und Nachimpfungen nennt man ‚Grundimmunisierung‘. Hier ist es besonders wichtig, dass man sich möglichst genau an den Fahrplan hält, den der Tierarzt vorgeschlagen hat. Eine richtige Grundimmunisierung ist der wichtigste Einflussfaktor auf die Höhe des Schutzes. 

Kommentare zu diesem Beitrag (2)

  • ”SO HARMLOS, wie oben dargestellt, ist die ganze Imperferei nicht! Ich habe meine Katze nachgewiesenermaßen durch Tollwut-Impfung verloren. Sie entwickelte ein Sarkom. Erst später erfuhr ich, daß es wohl von der Tollwut Impfung kam. Das war zwar vor einiger Zeit sicherlich nicht so bekannt, aber ich finde es höchst merkwürdig, daß mancheTierärzte sehr schwerfällig darüber informieren und daß wiedermal die Pharma Industrie, in den Beipackzetteln, die Info über die Dauer, so lange zurück hält. Meine Hündin entwickelte nach der letzten, leider auch jährlich gegebenen Tollwut-impfung, eine langanhaltende Schwellung. Ich wußte leider zu diesem Zeitpunkt noch nicht, daß es verträglichere Impfstoffe, die man nicht jährlich impft und die besser verträglich sind, für Hunde gibt. - Die jährliche Impfung lohnt sich vorallem für den Tierarzt und den Medikamenten-Hersteller.- Mittlerweile bin ich durch einige Recherchen schlauer geworden. Grundimmunisierung, ja, Tollwut alle 3/4 Jahre und nicht jährlich!” von Karina Klotzsch
    • ”Hallo Frau Klotzsch. Erst einmal danke für Ihren Kommentar, zu dem wir wie folgt Stellung nehmen wollen: Sie schreiben, dass wir das Thema "Impfungen" in unserer Folge zu "harmlos" darstellen würden und verweisen dann am Ende darauf, dass sich Impfstoffe auf dem Markt befinden, mit denen längere Impfintervalle realisiert werden können. Genau darauf gehen wir doch ein! Wir sprechen explizit an, dass der Impfschutz (i. d. R.) länger hält und ein jährliches Impfen gegen alle Krankheiten daher nicht mehr zeitgemäß ist. Ihr Fazit, dass eine vernünftige Grundimmunisierung in Kombination mit einem angepassten Impfintervall (länger als jährlich) durchgeführt werden sollte, deckt sich mit den von uns im Video dargestellten Informationen zur Impfung. Sie schreiben von einem Sarkom, das bei Ihrer Katze festgestellt wurde und das höchstwahrscheinlich durch Impfungen ausgelöst wurde (impf-assoziiert). Es ist richtig, dass bei KATZEN diese Tumorerkrankungen nach Impfungen entwickeln können, die Wahrscheinlichkeit dafür beträgt allerdings ca. 0,01-0,1 Prozent bei geimpften Katzen. Im Vergleich: jedes Jahr STERBEN in Deutschland ca. 15.000 Menschen an einer normalen Grippe, das sind ca. 0,2 Prozent der grippekranken Menschen - das Risiko dafür ist demnach doppelt so groß! Trotzdem fürchtet sich keiner, wenn er eine Grippe bekommt. Das Risiko, dem ich mein Tier aussetze wenn ich es NICHT impfe, ist um ein vielfaches höher. Aber wie Sie auch ganz richtig sagen: nicht jährliches Impfen ist angezeigt, sondern die Durchführung einer zeitgemäßen Grundimmunisierung in Kombination mit angepassten, verlängerten Impfintervallen nach Herstellerangaben. Es gibt zudem Impfstoffe, die empfohlen werden und denen ein verringertes Risiko für impf-assoziierte Fibrosarkome bei der Katze nachgesagt wird. Darauf sollten Sie Ihren Tierarzt ansprechen. Beim Hund kommen diese Tumore dagegen nicht vor. Wir hoffen Ihnen mit unserer Antwort weitergeholfen zu haben und wünschen Ihnen und Ihren Tieren alles Gute.” von Dr. Gregor Berg
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