Rasseportrait | Deutsche Dogge – Der Riese unter den Hunden


10.02.2016
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Mit einer Widerristhöhe von mindestens 72 cm zählen deutsche Doggen nicht umsonst zu den Riesen unter den Hunden – viele der Hunde liegen sogar weit über dieser Höhe.  Trotz ihrer enormen Größe strahlen die sanften Hunde Anmut und Eleganz aus und überzeugen durch ein harmonisches Gesamtbild.

Deutsche-DoggeS t e c k b r i e f

Name: Deutsche Dogge (Große Dänische Dogge)

Ursprung: Deutschland

Verwendung: Begleit-, Wach- und Schutzhund

Wesen: Freundlich, Liebevoll, Anhänglich, Leichtführig, Selbstsicher und Unerschrocken

FCI-Klassifikation:  #235, Gruppe 2, Pinscher, Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen; Sektion 2.1, Molossoide, Doggenartige Hunde

Widerristhöhe: Rüden mind. 80 cm, Hündinnen mind. 72 cm

Gewicht: 50 – 80 kg

Geschichte & Herkunft

Ursprünglich wurden unter „Doggen“ alle großen, starken Hunde zusammengefasst. Auch die Deutsche Dogge entsprach dieser Beschreibung jeher: Ihre Vorfahren waren breitmaulige Bullenbeißer-Hunde, die bei der Jagd auf wehrhaftes Wild eingesetzt wurden. Diese kräftigen, gedrungenen Hunde wurden mit Hatz- und Saurüden verpaart, einer Mischung aus Mastiff und wendigem Windhund, wodurch die kräftigen Hunde hochläufiger und beweglicher wurden.  Verschiedene Hundetypen diverser Farben und Größen entstanden, welche allesamt andere Benennungen erhielten, unter anderem Hatzrüden, Saupacker oder Große Doggen.  Erst 1878 beschloss ein Komitee aus Züchtern und Zuchtrichtern, alle Schläge dieser Hunde fortan unter der Bezeichnung „Deutsche Dogge“ zusammenzufassen. Zwei Jahre darauf wurde zudem ein offizieller Standard festgelegt, der zu einer Vereinheitlichung dieser Rasse führte. Heute werden Deutsche Doggen in drei selbstständigen Varietäten gezüchtet. Dabei wird zwischen Gelben und Gestromten, Schwarzen und Gefleckten sowie Blauen Doggen unterschieden.

Wesen der Deutschen Dogge

Bei guter Sozialisierung und Erziehung wachsen Doggen zu gutmütigen und verträglichen Hunden heran. Aufgrund der extremen Größe dieser Hunde wird bei der Zucht Deutscher Doggen großer Wert auf Leichtführigkeit und Friedlichkeit der Hunde gelegt – Aggressivität und starke Dominanz werden dabei nicht geduldet und sind bei Doggen auch nicht die Regel. Die Hunde sind im Idealfall zudem selbstsicher und unerschrocken, denn auch ein unsicheres oder gar ängstliches Verhalten kann bei diesen großen Hunden Probleme bei der Haltung bereiten.

Haltung & Erziehung

great dane dog looking at the cute puppiesDoggen erfordern eine einfühlsame und liebevolle Erziehung, die, wie bei anderen Riesen-Rassen, dennoch unbedingt mit der nötigen Konsequenz erfolgen muss. Auch eine frühe und gute Sozialisierung der Hunde ist von großer Bedeutung, da sich Verhaltensauffälligkeiten oder Ängste bei den 50-80-kg-schweren Hunden später schnell problematisch zeigen können. Aufgrund ihrer Sanftmütigkeit und Leichtführigkeit lernen die Tiere jedoch schnell, wie sie sich zu verhalten haben und sind ihren Haltern bei richtiger Erziehung ein wundervoller, treuer und sehr eindrucksvoller Begleiter!

Wissenswertes 

„Giant George“ war der Name der größten Dogge der Welt. Leider verstarb George im Jahr 2006 im Alter von fast acht Jahren. Mit seinen rund 110 cm Schulterhöhe und einer Kopf-bis-Schwanz-Länge von 2,20 Metern schaffte es die Dogge aus Tucson, Arizona, in das Guinness Buch der Rekorde. Im Jahr 2012 wurde Giant George aber sogar noch überholt – Dogge Zeus, ebenfalls Amerikaner, überragt ihn um einen weiteren Zentimeter! So imposant diese Größen auch sein mögen: Bei der Wahl einer Dogge sollte man nicht nach „der größten Dogge“ suchen. Viele unseriöse Züchter locken mit solchen Versprechen, doch achten bei der Zucht neben der Größe der Hunde nicht auf die schweren, gesundheitlichen Auswirkungen für die Tiere!

Weiterführende Informationen zu dieser Rasse: Deutscher Doggen Club 1888 e.V. unter http://www.ddc1888.de/

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