Ein neues Tier kommt ins Haus – Teil II: Kätzchen


4.09.2015
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Katze KissenEs ist der Beginn einer ganz großen Liebe und einer tiefen Freundschaft zugleich: Der erste Tag als Herrchen und Haustier. Man wird sich immer daran erinnern, wie das kleine Fellknäuel zum ersten Mal die Zimmer seines neuen Zuhauses erkundet und langsam Vertrauen gefasst hat. Für die liebevolle Zuwendung von Beginn an, wird die Katze ihrem Besitzer später sehr dankbar sein und sich anhänglich und zufrieden zeigen. Katzen brauchen besonders in ihren ersten Lebensmonaten viel Zuwendung und eine gesunde Versorgung, um sich optimal entwickeln zu können. Wir haben versucht, angehenden Katzenbesitzern eine Art Leitfaden an die Hand zu geben, damit man in der Vorfreude nichts vergisst und die aufregende erste Zeit mit dem neuen Familienmitglied in schöner und stressfreier Erinnerung bleibt.

Vorbereitungen für Ihren neuen Hausbewohner

Bevor ein neues Haustier einzieht, sollte man sich in erster Linie bereits der künftigen Verantwortung bewusst sein: Katzen werden bis zu 20 Jahre alt und brauchen ihr ganzes Leben lang ihren Besitzer und eine gute medizinische Versorgung sowie Futter und Zuwendung. Dabei entstehen auch einige Kosten: neben den Futterkosten fallen auch Ausgaben für die jährliche gesundheitliche Versorgung durch den Tierarzt und laufende Kosten für Katzenstreu und Katzenspielzeuge an. Außerdem muss man sich bewusst sein, dass ein kleines Kätzchen erst noch erzogen werden muss. Dazu braucht der Halter viel  Geduld, damit aus dem Fellknäuel auch eine ausgeglichene und zufriedene Katze wird. Wenn der Halter gewillt ist, all diese Dinge zu berücksichtigen, stehen der Ankunft des Stubentigers nur einige organisatorische Vorbereitungen im Weg: Es muss noch ein schöner Name für den kleinen Mitbewohner gefunden und ein vertrauensvoller Tierarzt ausgewählt werden. Außerdem sollten Sie die eigenen vier Wände von allen Gefahren befreien und katzensicher machen.

To-Do-List: Bevor die Katze einzieht

Wenn die Entscheidung für eine Katze gefallen ist, dann kann auch die Vorbereitung für den tierischen Mitbewohner starten. Für Haushalte, die noch keine Katzen haben, sind folgende Sachen vor dem Einzug unbedingt anzuschaffen:

  • Transportbox: Für den Transport vom Züchter oder Bauernhof nach Hause und für spätere Fahrten zum Tierarzt unerlässlich. Am besten die Größe der ausgewachsenen Katze beim Kauf bedenken und eine Box wählen, die auch von oben geöffnet werden kann, damit man auch leichter Zugriff auf scheue Tiger hat.
  • Katzenklo, Katzenstreu und Streuschaufel: Die Katzentoilette sollte an einem ruhigen und geschützten, aber leicht zugänglichen Ort stehen und der jungen Katze am Anfang einige Male gezeigt werden. Da Katzen sehr intelligente und saubere Tier sind, wird der kleine Stubentiger bald verstehen, wo er sein Geschäft verrichten darf. Ob herkömmliche Streu oder Klumpstreu ist dabei der Vorliebe des Besitzers überlassen. Auf Streus mit Duftnote oder Katzenklos mit Deckel sollte jedoch verzichtet werden.
  • Fress- und Trinknäpfe: Fressnäpfe gibt es in vielen unterschiedlichen Größen und Formen, sodass die Auswahl ebenfalls am Geschmack des Besitzers liegt. Wichtig ist, dass jede Katze einen eigenen Fress-und Wassernapf hat, wobei der Napf für Trockenfutter geteilt werden kann. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass sich das Material gut reinigen lässt und heiß waschbar ist. Bei Wassernäpfen empfiehlt es sich, große und standfeste Modelle zu wählen. Nicht vergessen, das Wasser regelmäßig zu wechseln!
  • KatzenfutterAm besten füttern Sie in der ersten Zeit zuhause das Futter, das die Katze bereits kennt. Danach können Sie unterschiedliche (Welpen-)Futtersorten austesten und probieren, was Ihr Feinschmecker am liebsten hat. Gerade bei kleinen Kätzchen ist es sinnvoll, geschmacklich verschiedene Welpenfutter anzubieten, da die Futterprägung bei Katzen sehr ausgeprägt ist und man so später gegebenenfalls die Gelegenheit hat, auch auf ein anderes Futter wechseln zu können, wenn es beispielsweise aus medizinischer Sicht sinnvoll ist. Bei der wichtigen Futterfrage hilft Ihnen auch gerne das petsPremium Service-Team weiter, das Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht.
  • Leckerlis und Verdauungshilfen: Zur Belohnung, aber auch um das Eis zwischen dem Neuankömmling und seinem Besitzer zu brechen, lohnt sich die Beschaffung eines leckeren Snacks. Alleine das Schütteln der Verpackung wird später zu einem charakteristischen Merkmal einer Belohnung für Ihre Katze werden. Allerdings sollte die Hauptmahlzeit weiterhin aus einem Katzenalleinfutter bestehen und die Mahlzeit nicht zu stark mit Leckerlies verschnitten werden, da es sonst zu Nährstoffimbalancen kommen kann. Malz oder Katzenminze können zusätzlich zur besseren Verdauung gegeben werden.
  • Spielzeug: Wichtig für den neugierigen Stubentiger sind geeignete Spielsachen. Je mehr Spielzeug im Haus ist, desto mehr Auswahl ist dem Spieltrieb der Katze gegeben. Tauscht man einzelne Spielsachen immer wieder gegen andere aus, bleiben sie viel interessanter und man entdeckt, was der Katze am besten gefällt.
  • Schlafplatz: Man kann je nach Vorliebe der Katze ein eigenes Bett oder Körbchen als Rückzugsort bieten. Sollte es für Sie in Ordnung sein, dass die Katze auf dem Sofa liegt, sollten Sie Ihr von Anfang an einen eigenen Platz am Sofa zuweisen. Außerdem sollte man direkt zu Beginn klären, ob die Katze auch mit im eigenen Bett schlafen darf.
  • Kratzbaum: Wenn Sie Ihre Möbel frei von Kratzspuren halten wollen, dann ist ein Kratzbaum unerlässlich. Wichtig ist, dass der Kratzbaum stabil und solide gefertigt ist, um das mitunter wilde Klettern und Kratzen Ihrer Katze zu überstehen. Sofern genug Platz in Ihrer Wohnung ist, empfiehlt sich ein hoher Kratzbaum mit vielen Liegeflächen. Katzen lieben es einfach, das Geschehen von oben zu beobachten.
  • Bürste und Pflegezubehör: Am besten fangen Sie bereits sehr früh mit der Fellpflege Ihrer Samtpfote an, sodass sie sich möglichst schnell an das Kämmen gewöhnt. Beginnen Sie damit jedoch erst, wenn das Kätzchen sich schon einige Tage eingelebt und die erste Scheu verloren hat.

Für die aufgezählte Grundausstattung kommen je nach Modell einmalige Kosten in der Höhe von mindestens 70-150€ auf den neuen Katzenhalter zu.

Der große Tag

Haben Sie Ihre Katze bei einem Züchter gekauft, so ist es möglich, dass dieser es zu Ihnen heim bringt und dem Neuankömmling noch etwas Sicherheit verleiht. Ansonsten muss ihr Kätzchen neben dem stressigen Kennenlernen auch gleichzeitig ihre womöglich erste Autofahrt zurücklegen. Wichtig bei der Heimreise ist ein Handtuch im Transportkorb für mögliche Missgeschicke aufgrund der Aufregung und dass man ruhig auf das Tier einredet und es streichelt, sofern die kleine Katze dies zulässt. Am besten holt man den neuen Mitbewohner zu zweit aus dem Tierheim, vom Züchter oder Bauernhof, sodass sich eine Person mit der Transportbox auf die Rückbank sitzen und beruhigend auf den kleinen Tiger einreden kann, während die zweite Person nach Hause fährt.

Dort angekommen, wird der Stubentiger zuerst das Bedürfnis haben, sich zu verstecken und die Umgebung erstmal von einer dunklen Ecke heraus zu beobachten. Bevor Sie das Tier zu sich nach Hause holen, sollten Sie daher alle Nischen und Ritzen blockieren, in denen Sie die Katze nicht mehr im Blick haben, falls diese sich verkriecht. Schaffen Sie stattdessen in einem abgeschlossenen Zimmer vorgesehene Höhlen, wie einen offenen Schrank oder einen Platz unter dem Sofa, von wo aus die Katze alles beobachten kann und auch Sie Ihren neuen Mitbewohner sehen können. Stellen Sie Katzenklo und Näpfe in Sichtweite des Tieres auf, sodass es diese schnell vom Versteck aus erreichen kann. Seien Sie nicht enttäuscht, falls der neue Mitbewohner anfangs nicht gleich alles aufgeregt erkundet – ein scheues Verhalten bei Katzen ist zu Beginn ganz normal und erfordert von den frischgebackenen Katzenbesitzern oft viel Geduld und Feingefühl bis das Eis bricht. Leichter wird es, wenn Sie sich für zwei Kätzchen gleichzeitig entscheiden: So haben die beiden immer jemanden zum Spielen und beim Einzug einen Partner an ihrer Seite, mit dem man gemeinsam auf Entdeckungstour gehen kann.

Erstes Beschnuppern

Halten Sie sich während der Eingewöhnungszeit viel in der Nähe der Katze auf, aber verhalten Sie sich dabei ruhig. Sie können beispielsweise ein Buch zur Hand nehmen und während dem Lesen immer mal wieder ruhig zur ihr sprechen. Bestenfalls kommt die Katze nach einiger Zeit aus ihrem Versteck hervor, um zaghaft die Umgebung zu erkunden. Bleiben Sie dabei ganz ruhig sitzen. Ihre Katze wird bald merken, dass ihr keine Gefahr droht. Sie können auch behutsam versuchen mit einem Spielzeug, wie etwa einer Katzen-Angel, den Jagdtrieb Ihres Stubentigers anzusprechen. Meist ist dieser natürliche Spieltrieb größer als die Angst der Katze, sodass sie von alleine aus ihrem Versteck herauskommt, um das Spielzeug zu jagen. Wenn beim Spielen dann schon erste Berührungen zustande kommen, ist das toll! Auch hier ist wieder viel Geduld gefragt, denn anfangs führt eine schnelle Bewegung oder eine Berührung oft dazu, dass der kleine Tiger sich gleich wieder verkriecht. Dann geht das Spiel eben wieder von vorne los!

Wichtig ist: Nicht die Geduld verlieren

Nach einiger Zeit wird Ihre Katze immer mutiger werden und sich mehr und mehr frei in ihrem neuen Zuhause bewegen. Lassen Sie dabei das Versteck der Katze immer zugänglich, sodass ihr Rückzugsort erhalten bleibt. Wenn der Stubentiger bereits mutig verschiedene Räume erkundet und beim Spielen erste Berührungen mit Ihnen geduldet werden, ist schon einiges erreicht – das ist der Beginn einer langen und festen Freundschaft, für die sich alle Geduld bezahlbar macht! Da Katzen gerne nachts auf Erkundungstouren gehen, wenn alles ruhig ist, können Sie außerdem die Schlafzimmertür einen Spalt weit offen lassen, sofern es in Zukunft gewünscht ist, dass die Katze im Bett schlafen darf. So kann Ihre Mieze nachts ersten Kontakt mit Ihnen knüpfen und Sie vorsichtig beschnuppern, sofern während des ersten Tages noch keine Verbindung zwischen Ihnen und dem neuen Haustier entstanden ist. Sie sollten ebenfalls beachten, dass Sie die Katze nicht zu stressigen Zeiten, wie an Weihnachten oder Geburtstagen, in ihr neues Zuhause bringen, da der Umzug und die Trennung zur Mutter schon genug Stress für das Fellknäuel darstellt. Am besten adoptieren Sie eine Katze dann, wenn Sie länger zuhause sind, zum Beispiel in den Ferien bzw. im Urlaub. Arbeitstätige können aber auch freitags Ihren Stubentiger abholen und mit ihm ein langes Wochenende verbringen.

Das Verhalten von Katzen verstehen

Verhaltensforscher haben festgestellt: Die ersten sieben bis acht Lebenswochen sind für die geistige Entwicklung und Sozialisierung unserer Fellnasen besonders entscheidend. Eine junge Katze sollte daher frühestens ab der achten Lebenswoche von der Mutter getrennt werden. Viele Experten empfehlen, das Kätzchen sogar bis zu 12. Lebenswoche bei der Mutter zu lassen. Während dieser Zeit lernen kleine Kätzchen von ihrer Mutter die typischen Verhaltensweisen und haben am besten auch schon ersten Kontakt mit Menschen. Bleibt dieser aus, weil es sich beispielsweise um eine Straßenkatze handelt, sind diese Tiere meist ziemlich wild und scheu. Unabhängig von dieser Prägezeit gibt es aber auch bei unseren Katzen einfach unterschiedliche Charaktere: Die einen sind von Haus aus eher zurückhaltend, die anderen richtige Draufgänger und neugierig. Egal, welchen Charakter Sie bei sich zuhause haben – auch aus scheuen „Wildkatzen“ können zahme Schmusetiger werden. Und auch, wenn es bei einigen Katzen etwas länger dauern kann: kontinuierliche Geduld und Liebe werden mit der Zuneigung einer zufrieden schnurrenden Samtpfote auf Ihrem Schoß mehr als belohnt.

Wie hat sich Ihr Stubentiger im neuen Zuhause eingewöhnt? Teilen Sie mit uns auch gerne Ihre Erfahrungen und Tipps im Umgang mit scheuen Stubentigern! Wir freuen uns über Ihren Beitrag!

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