Leckerlis & Snacks – Auf Inhalt und Menge kommt es an!


20.01.2016
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LeckereienWie wir Menschen können auch Hunde von Übergewicht betroffen sein. Häufig hat das damit zu tun, dass in zu großen Mengen gefüttert oder das falsche Futter verwendet wird. Gerade Leckerlis, die etwa beim Training oder als kleiner „Snack zwischendurch“ verwendet werden, können zu einem übergewichtigen Hund führen. Das heißt natürlich nicht, dass kleine Naschereien komplett verboten sind. Die Menge macht’s – wie auch bei Süßigkeiten für uns Menschen.

Wie viel ist gut für mein Tier?

Eine ausgewogene Menge an Leckerlies und Futter pro Tag ist entscheidend für die Gesundheit unserer Hunde. Die richtige Menge ist dabei nicht so einfach zu bestimmen, denn je nach Größe, Alter und Aktivität eines Tieres variiert auch der Energiebedarf des Körpers.

Eine weitverbreitete Faustregel sagt, dass die Menge an pro Tag gefütterten Hundeleckerlies einfach von der täglichen Futtermenge abgezogen werden soll. Diese Aussage ist aber sofort wieder in das Reich der Mythen zu verbannen: Da die kleinen Belohnungshappen meist einen enorm hohen Kalorien-Gehalt haben – viel höher als normales Trockenfutter – ist ein mengenmäßiges Aufwiegen in Futter nicht möglich. Es müssen aber nicht immer Leckerlis sein – Sie können ab und zu auch eine Handvoll Trockenfutter zum Training mitnehmen. Diese lässt sich im Gegensatz zu anderen Trainingssnacks nämlich einfach von der Tagesration abziehen!

Um dennoch eine geeignete Menge an Leckerchen für Ihren Vierbeiner abschätzen zu können, hilft manchmal eine Betrachtung der Größenverhältnisse: Ein Schweineohr beispielsweise entspricht von der Größe her etwa dem ganzen „Gesicht“ des Hundes. Auf den Menschen übertragen entspräche das in etwa zwei Tafeln Schokolade für uns – und das eventuell jeden Tag! Dass da Übergewicht vorprogrammiert ist, ist klar. Hier gilt: Große Kauartikel, Snack-Stangen oder ähnliches müssen nicht automatisch im Ganzen gegeben werden. Zerteilen Sie diese falls nötig auch einmal entsprechend der Größe Ihres Hundes und geben Sie sie auf mehrere Male. Ihr Hund freut sich eh mehr, wenn er öfter Kleinigkeiten bekommt.

Der Inhalt ist entscheidend

Farrado Snack TrainingsleckerliWorauf Sie ebenso achten sollten, ist die Zusammensetzung. Wie auch bei normalem Futter gibt es bei Trainingssnacks und Kauartikeln erhebliche Unterschiede in Qualität und Inhalt. Viele der handelsüblichen Leckerlis enthalten beispielsweise sehr viel Zucker und sind auf lange Sicht eher ungeeignet. Beim Training empfohlen sind naturbelassene, zucker- und getreidefreie Produkte mit geringem Fettanteil, da sie sehr gut bekömmlich und leicht verdaulich sind. Als Trainingssnack eignen sich zudem vor allem kleinere Stücke, die der Hund nicht lange kauen muss. Ab und zu können Sie hier auch mit einem Stück Käse, Banane oder selbstgebackenen Hundekeksen für Abwechslung sorgen!

Wildes Land Kausnack GeweihSchweineohren, Ochsenziemer oder Kauknochen sind zwar teilweise sehr fetthaltig, helfen aber ab und an den Hund länger zu beschäftigen, zum Beispiel, wenn der Hund einmal besonders brav sein oder etwas länger alleine bleiben muss. Gleichzeitig erfüllen zähe Snacks auch das natürliche Kaubedürfnis und unterstützen die Zahnpflege. Damit sind sie grundsätzlich ein guter Extrahappen zwischendurch.

Richtiger Einsatz – Doppelte Wirkung

In jedem Fall sollten Leckerlis nur in Maßen und vor allem nicht grundlos gefüttert werden:  Zum einen können zu viele Snacks am Tag zu Appetitlosigkeit des Tieres gegenüber seinem regulären Futter führen. Zum anderen lernt unser Vierbeiner durch grundlose Vergabe von Extrafutter schnell, uns nur Aufmerksamkeit zu schenken, wenn wir Futter in der Hand haben. Oder aber, Bello weiß bereits, dass er uns nur lange genug lieb anschauen oder vor der Snack-Dose warten muss, bis sein Mensch endlich kommt und ihm etwas gibt!

Besser ist daher: Leckerlis nur einsetzen, wenn unser Vierbeiner vorher etwas dafür tun musste, etwa nach einer kleinen Gehorsamsübung oder als Belohnung für braves „Bei-Fuß“-Laufen. Vor allem wenn Sie Futter für Ihr Tier überraschend einsetzen, kommt ein kleiner Belohnungshappen erst richtig zur Geltung – geben Sie zum Beispiel einmal nach zwei Übungen etwas, dann nach fünf und beim nächsten Mal gleich wieder darauf. Ihr Hund lernt dabei auch ohne ständige Futterbelohnung zu hören und freut sich umso mehr, wenn er zwischendrin ein Stückchen getrocknete Hühnerbrust oder einen leckeren Hundekeks bekommt!

In unserem pets Premium Online-Shop finden Sie eine breite Auswahl an hochwertigen und gesunden Snacks, Leckerlis und Kauknochen für Ihren Hund!

Kommentare zu diesem Beitrag (2)

  • ”Guter Beitrag, danke dafür. Gute Qualität der Leckerlis ist natürlich das wichtigste. Gesunder Menschenverstand hilft auch bei der Dosierung, ebenso wie den Hund beobachten. Man sieht ja, ob das Gewicht sich ändert und kann dann sofort an der Leckerli-Dosierung was ändern. Das erspart dem Hund zu viele Kilos und den Haltern mühsames Gewichtsreduzieren. Bei Hundeblicken nein zu sagen kann wirklich sehr mühsam sein :-)” von Manuela Nikui
  • ”Das wichtigste sind nicht nur die richtigen Leckerlis, sondern allgemein das richtige Futter. Und die Aussage "das richtige Futter gibt es nicht", ist nach meinen Erfahrungen als Züchterin genauso falsch wie das falsche Futter. Und falsch ist auf jeden Fall das Industriefertigfutter, ultrahocherhitzt und chemisch aufbereitet. Wenn man natürlich füttert, so wie Raubtiere sich normalerweise ernähren würden, dann wird auch kein Hund und keine Katze dick. Natürlich bedeutet: rohes Fleisch und Innereien, Nassfutter welches schonend dampfgegart wird und die natürlichen Vitamine deshalb erhalten bleiben. Nicht nur Übergewicht, sondern viele weitere Erkrankungen, besonders der Verdauungs- und Entgiftungsorgane (Nieren, Leber, Darm, Bauchspeicheldrüse) könnten so vermieden werden.” von Wenig Maria
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