Krankheiten bei Hunden und Katzen – welche Rolle spielt dabei die Ernährung – Dr. Berg klärt auf


11.06.2015
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LeckereienDer Körper arbeitet mit dem, was man isst
„Man ist, was man isst“, sagt der Volksmund, und zielt damit auf die Tatsache ab, dass unsere Ernährung Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit nimmt. Denn die Nährstoffe, die wir mit der Nahrung aufnehmen, werden in unserem Körper im Stoffwechsel umgesetzt, also z. B. in Körpergewebe eingebaut, als Bausteine für Enzyme und andere chemische Verbindungen verwendet, zu Energie umgesetzt und vieles mehr. Was wir im Überfluss zuführen, kann der Körper erst einmal nicht gebrauchen. Diese Stoffe können den Organismus belasten, da sie unter Umständen mühsam gespeichert oder wieder ausgeschieden werden müssen. Zu viel kann dick oder krank machen. Die Nährstoffe, die wir dem Körper zu wenig zur Verfügung stellen, zum Beispiel Vitamine, fehlen ihm dagegen bei der Erfüllung mancher Körperfunktionen, woraufhin es zu Mangelerscheinungen und Schäden kommen kann. Es leuchtet daher ein: eine ausgewogene Ernährung hält den Körper gesund und steigert das Wohlbefinden. Und was für uns Menschen gilt, ist für die Ernährung unserer Haustiere im selben Maße richtig.

Krank durch die Ernährung – Katzen- und Hundekrankheiten
Immer häufiger sieht man Hunde, die stark übergewichtig sind, manche so sehr, dass sie schon Probleme beim Laufen haben. Und ganz häufig sind sich die Tierhalter nicht bewusst, dass ihre Hunde zu schwer sind. „Übergewicht bei Hund oder Katze“ ist eine der häufigsten fütterungsbedingten Hundekrankheiten oder Katzenkrankheiten und kann erhebliche Folgeerkrankungen nach sich ziehen: Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und Arthrose der Gelenke sind nur zwei wichtige Beispiele. Auch bei Welpen und Junghunden gibt es einiges falsch zu machen in der Fütterung: Überversorgung mit Energie (nicht mit Proteinen, wie oft behauptet) oder eine Mangel- bzw. Fehlernährung können schlimme Entwicklungsschäden hervorrufen. Wenn z. B. das Calcium-Phosphor-Verhältnis nicht stimmt, kann es zu erheblichen Skeletterkrankungen kommen, die das Tier ein Leben lang behindern und Schmerzen verursachen können.

Futter als Therapie für Tierkrankheiten
Ganz klar: auch das beste Futtermittel und das durchdachteste Fütterungsmanagement können nicht garantieren, dass ein Tier ein Leben lang gesund bleibt. Bei vielen Hundekrankheiten oder Katzenkrankheiten aber kann sich eine gezielte Fütterung von Hund und Katze äußerst positiv auswirken. Häufig können die Symptome der bestehenden Krankheit gelindert, die Medikamentendosis reduziert oder in einzelnen Fällen sogar ganz ersetzt werden. So kann durch die richtige Fütterung beispielsweise das Wachstum bestimmter Tumore verlangsamt, bei Durchfall-Patienten durch eine Schonkost die Regeneration des Darms beschleunigt oder die Funktion der Nieren unterstützt werden. Bei jeder Erkrankung kann es sich daher lohnen, über eine Ernährungsanpassung nachzudenken.

Interessante Folgeartikel auf petspremium.tv
Das Thema „Fütterung bei Krankheiten“ liegt mir sehr am Herzen. Und da es hier oftmals auf die Details ankommt, sollen die einzelnen Krankheiten, die durch die Fütterung beeinflusst werden können, nicht im Schnelldurchlauf abgehandelt werden. Aus diesem Grund werde ich einige ernährungsbedingte Erkrankungen bzw. Krankheiten von Hunden und Katzen, die durch die Fütterung beeinflussbar sind, aufgreifen und in der nächsten Zeit hier auf diesem Blog detailliert vorstellen. Dabei werde ich darauf eingehen, wie man möglicherweise mit einer angepassten Ernährung gezielt auf die Erkrankung Einfluss nehmen kann. Ich hoffe, dass Sie und Ihr Tier gesund bleiben. Herzlich, Ihr Dr. Berg.

Wollen Sie mehr zu diesem Thema wissen? Fragen Sie gerne per Kommentar, ich werde so schnell wie möglich Ihre Frage beantworten.

Kommentare zu diesem Beitrag (8)

  • ”Guten Tag, meine Hündin hat einen Gendefekt,die Purine in der Nahrung können nicht umgewandelt werden...dadurch entstehen Ammoniumuratkristalle im Urin...nun suche ich schon seit Wochen ein geeignetes purinarmes NASSFUTTER! Können Sie mir eins empfehlen? Danke!” von Amy
    • ”Hallo Amy, danke für Ihren Kommentar. Wir haben bei pets Premium ein optimal passendes Nassfutter für Ihre Hündin mit Uratsteinen. Melden Sie sich doch bitte unter 089-809 115 650 bei unserem Serviceteam, damit wir Sie beraten können. Wir freuen uns auf Ihren Anruf. Herzlich, Ihr Dr. Berg” von Dr. Gregor Berg
  • ”Hallo ich habe eine Hündin die eine Schilddrüsenunterfunktion hat zur Behandlung reichen aber noch homöopathische Tabletten aus. Wie köñnte ich das mit dem Futter noch unterstützen. Sie bekommt wolfsblut trockenfutter und Majestät nasfutter.” von elli
    • ”Hallo Elli, vielen Dank für Ihre Anfrage. Bitte rufen Sie uns unter 089-809 115 650 kostenfrei an. Wir können Ihnen hier sicher weiterhelfen und ein passendes Futter (u. a. mit einem angepassten Energiegehalt) mit Ihnen gemeinsam heraussuchen. Wir freuen uns auf Ihren Anruf. Herzlich, Ihr Dr. Berg” von Dr. Gregor Berg
  • ”Hallo Dr.Berg. Mein Yorkshire Terrier befindet sich derzeit in Behandlung auf Grund einer akuten Pankreatitis. Nun suche ich ein gutes Trockenfutter mit einem hohen Anteil an Kohlenhydrate welches natürlich fettarm und leicht verdaulich sein sollte. Im Moment habe ich Terra Canis Arero im Blickwinkel- bin mir jedoch unsicher. Können Sie mir weiterhelfen bei der Auswahl? Derzeit bekommt Debby Terra Canis Light und hoffe , eine richtige Wahl! Ich würde mich über Ihre Antwort freuen. Mit freundlichen Grüßen” von Claudia
    • ”Hallo Claudia, vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihre Fragen. Bei einer akuten Pankreatitis ist die Ernährung der wichtigste Einflussfaktor, da es keine gezielt wirkenden Medikamente gibt und eine Pankreatitis verschiedene Ursachen haben kann. Die Ernährung sollte daher fettarm und proteinreduziert sein (trotzdem natürlich beides bedarfsdeckend). Sie suchen nach einem Trockenfutter, wir haben aber ein ganz speziell für die Erkrankung der Bauchspeicheldrüse konzipiertes Nassfutter, das Dr. Berg pro-SCHONKOST. Dieses Futter kann ich Ihnen nur sehr ans Herz legen, insbesondere für die Zeit bis die Symptome abgeklungen sind und sich die Werte normalisiert haben. Wir haben wirklich allerbeste Rückmeldungen zu diesem Futter, viele Besitzer berichten dass sich innerhalb kürzester Zeit die Situation für ihr Tier verbessert hat und die Krankheit in den Griff bekommen wurde. Besonders für die akute Zeit sollten Sie keine Experimente machen und ein weniger optimales Futter füttern, damit es nicht zu einer chronischen Entzündung in der Bauchspeicheldrüse kommt. Danach können wir gemeinsam mit Ihnen auch ein passendes Trockenfutter heraussuchen. Sollten Sie dennoch bereits jetzt ein solches wünschen, dann sind wir Ihnen selbstverständlich auch dabei behilflich. Melden Sie sich doch bitte unter 089-809 115 650 (kostenfrei), dann können Sie mit unserem Serviceteam weitere Fragen besprechen. Wir freuen uns sehr auf Ihren Anruf. Herzlich, Ihr Dr. Berg” von Dr. Gregor Berg
  • ”Hallo! Mein Hund hat eine Mitralklappeninsuffizienz und Arthrose. Kann ich hier mit speziellen Futtersorten den Körper positiv unterstützen? Momentan füttere ich Herrmanns Nassfutter.mfg Susanne” von SUSANNE RIST
    • ”Liebe Frau Rist, vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihre Frage. Zuerst einmal vorneweg: bei einigen Hunden (übrigens auch bei Menschen) wird eine leichte Undichtigkeit der Mitralklappe diagnostiziert, ohne dass es hier zu Problemen kommt. Es kommt daher auch immer auf die Beurteilung des Kardiologen an, ob hier ein Behandlungsbedarf vorliegt oder nicht. Es gibt aber dennoch Empfehlungen, wie bei einer Herzinsuffizienz (also einer Minderleistung des Herzens) gefüttert werden sollte. Erreicht das Herz nicht mehr die normale Pumpleistung, dann kann es zu einem Flüssigkeitsstau im Körper kommen (der sich z. B. durch die Entstehung von Ödemen bemerkbar macht). Hier kann es sinnvoll sein, dass natriumarm (d. h. salzarm) gefüttert wird. Leider ist Natrium keine Pflichtangabe, so dass die wenigsten Hersteller diesen Wert auf die Verpackung drucken. Ein weiterer Einflussfaktor ist das Gewicht: je schwerer das Tier, also beim Vorliegen von Übergewicht, muss das Herz mehr Arbeit leisten, als wenn der Hund schlank ist. Eine Gewichtskontrolle ist daher angezeigt, gerade auch in Verbindung mit Arthrose, dem zweiten Problem, das Sie ansprechen. Jedes Kilo weniger bedeutet weniger Belastung für die Gelenke. Daneben sollen L-Carnithin und Taurin (auch beim Hund!) sich positiv auf die Herzgesundheit auswirken. Diese Nährstoffe könnten Sie zusätzlich Ihrem Hund geben. Füttern Sie hochwertige Öle zusätzlich? Ein hoher Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Ration (eventuell durch Zusatzprodukte) ist förderlich für die Zeltgesundheit, gerade auch des Herzens. Vielleicht melden Sie sich einfach kostenfrei unter 089-809 115 650 bei unserem Serviceteam. Dort können wir Ihnen hochwertige Ölpräparate und auch Futter, das einen geringen Salzgehalt hat empfehlen. Ich wünsche Ihnen und besonders Ihrem Hund alles Gute. Herzlich, Ihr Dr. Berg” von Dr. Gregor Berg
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