Gebackenes Hundefutter – mehr zu Produktion und Herstellung


25.03.2014
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Was genau ist eigentlich gebackenes Hundefutter? Unser Tierarzt Dr. Gregor Berg hat sich diesem Thema gewidmet und fasst einige wichtige Informationen für Sie zusammen. Außerdem stellen wir Ihnen Futtermittel-Hersteller vor, die dieses Herstellungsverfahren anwenden.

Gebackenes Hundefutter: Eine lange Tradition

Hunde Kekse OfenTrockenfutter kann heutzutage auf verschiedene Art und Weise hergestellt werden – eine davon ist das Backen. Gebackenes Hundefutter war vor über 150 Jahren das erste kommerziell erhältliche Tierfutter für Haustiere überhaupt. Statt dem Hund mehrere einzelne Futtermittel zu geben, kombinierte man, wie beim Brotbacken auch, verschiedene stärkehaltige Lebensmittel zu einem Teig, den man dann unter Hitzeeinfluss zu einem zusammenhängenden Hundekuchen buk. In diesen Teig integrierte man dann im Laufe der Zeit verschiedene andere Zutaten (z. B. Fleischstücke). Dieses gebackene Trockenfutter für Hunde war praktisch und haltbar, weswegen es von Tierhaltern z. B. für Reisen gekauft wurde, auf denen sie ihr Tier ebenso optimal wie zu Hause ernähren wollten. Das Backen von Hundefutter blickt daher auf eine lange Tradition zurück. Erst später kamen dann verschiedene andere Tierfutter auf den Markt, so z. B. das Nassfutter in Konserven.

Nur wenige Hersteller bieten gebackenes Alleinfutter an

Wie der Name schon sagt, wird das Produkt tatsächlich in einem Ofen gebacken – wie Kuchen oder Plätzchen. Der Backprozess geht langsamer vonstatten als z. B. die Futterherstellung in einem Extruder oder das Pelletieren. Es gibt nur wenige Hersteller, die die Technik des Backens für ihre Trockenalleinfutter gewählt haben. Wenige auch deshalb, weil durch das langsamere Verfahren die Herstellungsmengen nicht so riesig sein können. Viele große Anbieter von Tierfutter verwenden diese Methode daher nur für spezielle Produkte wie z. B. Leckerlis, einige wenige aber, wie beispielsweise Wildcraft, Bubeck, Magnusson oder Lucky‘s Black Label haben sich darauf spezialisiert, auch Alleinfuttermittel für Hunde nach dieser alten Tradition herzustellen.

Tierarzt Dr. Gregor Berg pets PremiumSo läuft der Backvorgang ab

Die einzelnen Zutaten des Futters werden vorab getrocknet und fein gemahlen. Dann werden sie zusammen gegeben, gemischt und mit Wasser versetzt. So entsteht ein Teig, der dann flach ausgerollt und auf einem Förderband an einem Rotor vorbeigefahren wird. Der Rotor sticht dann die gewünschten Futterformen aus, die im Anschluss in einem Ofen gebacken, gekühlt und am Ende verpackt werden. Dadurch, dass ein Rotor die Futterformen bestimmt, sind diese oft viel feiner und detailreicher, als das bei anderen Herstellungsmethoden möglich ist.
Damit die einzelnen Zutaten überhaupt zu ganzen Stücken zusammengebacken werden können, müssen genug Rohstoffe enthalten sein, die Klebereigenschaften besitzen. Ganz häufig werden dafür glutenhaltige Getreide wie Weizen oder Dinkel verwendet. Gluten ist ein Klebereiweiß, also ein Gemisch aus verschiedenen Proteinen, die in Verbindung mit Wasser und unter Hitzeeinfluss zu einem ausgehärteten Gerüst werden. So behalten die gebackenen Stücke ihre Form. In jüngster Zeit greifen die Hersteller aber auch immer wieder auf glutenfreie Rezepturen zurück und verwenden beispielsweise Kartoffeln, die ihre Klebeeigenschaften durch die enthaltene Stärke bekommen.

Vor- und Nachteile von gebackenem Hundefutter

Ein häufiger Kritikpunkt des Backens ist, dass die Zubereitung einen hohen Anteil an Getreide oder anderen stärkehaltigen Rohstoffen benötigt, damit das Produkt am Ende stabil ist und nicht zerbröckelt. Auch der Fettgehalt muss einer bestimmten Menge entsprechen: zu wenig Fett lässt das Futter im Rotor steckenbleiben, zu viel Fett stört den Formungsprozess. Diese technologischen Vorgaben schränken den Hersteller im Hinblick auf die Rezeptur ein. Zusätzlich werden meistens auch Backtriebmittel benötigt, damit der Teig aufgeht (genau wie beim Kuchenbacken). Doch auch bei gebackenen Futtermitteln kommt es, wie bei anderen Verfahren auch, zum Großteil auf die verwendeten Rohstoffe an. Und da können sich viele Hersteller mit ihren Produkten sehen lassen.

+ traditionelle Herstellung
+ oft hochwertige Zutaten

– technologische Anforderungen bestimmen die Zusammensetzung des Futters mit
– häufig hoher Kohlenhydratanteil

Gebackenes Hundefutter gibt es zum Beispiel bei…

Wildcraft
Wildcraft Hundefutter überzeugt als gebackenes Trockenfutter durch eine schonende Verarbeitung der hochwertigen Zutaten. Die Rezepturen des Wildcraft Hundefutters beinhalten einen hohen Fleisch- oder Fischanteil. Zudem ist Wildcraft Trockenfutter getreidefrei.

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Bubeck
Bubeck stellt seit über 120 Jahren Hundefutter für anspruchsvolle Hunde und Hundebesitzer her. Die Backartikel des Herstellers zeichnen sich durch eine Reihe an besonderen Qualitätsmerkmalen aus: es wird ohne Zucker und ohne jegliche Zuckerzusatzstoffe gebacken, das Getreide hat Lebensmittelqualität und es werden vorwiegend regional erzeugte Rohstoffe verwendet. Außerdem wird komplett auf minderwertige tierische Nebenerzeugnisse sowie auf chemische und synthetische Zusätze wie künstliche Antioxidantien, Geschmacksverstärker und synthetische Konservierungsstoffe verzichtet. Das Backverfahren ist besonders schonend, damit die natürlichen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente bestmöglich erhalten bleiben. Bubeck garantiert außerdem eine transparente Deklaration und verzichtet konsequent auf Tierversuche. Bubeck´s Original Hundenahrung ist nach Steinofenart gebacken. Dadurch bekommt das Futter eine extra harte Konsistenz und kann so die natürliche Zahnreinigung des Hundes unterstützen. Der natürliche Kautrieb des Hundes wird befriedigt, seine Kaumuskulatur gestärkt und gleichzeitig das Zahnfleisch geschont.

luckys-black-label-logo-pets-premiumLucky´s Black Label
Lucky‘s Black Label produziert ein schonend im Ofen gebackenes Alleinfuttermittel für Hunde, welches für alle Rassen und Altersstufen geeignet ist. Das Futter bietet sich somit als Grundlage für eine ausgewogene Ernährung an. Der komplette Fleischanteil dieser Vollnahrung wird durch besonders bekömmliches Fleisch deutscher Herkunft abgedeckt und kommt mit einer Single-Proteinquelle aus. Dabei ist das Futter zucker- und getreidefrei.

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Magnusson
Magnusson Hundefutter wird in Schweden hergestellt – es ist gesund, nachhaltig und unter höchsten Qualitätsstandards entwickelt. Magnusson backt sein Futter, um dieses zu konservieren. Zudem lehnt der schwedische Hersteller das übliche Pressen des Futters mit der Begründung ab, dass sich das Futter so im Magen des Hundes aufbläht und ihm ein Völlegefühl verleiht, dabei aber nicht die nötige Energie und Nährstoffe liefert. Magnusson bezieht seine Rohstoffe von regionalen und ausgesuchten Bauernhöfen, um eine optimale Qualität zu gewährleisten. So bezieht Magnusson beispielsweise frische Karotten, Eier, Vollkornweizenmehl und kaltgepresstes Rapsöl für seine Produkte. Frisches Obst und Gemüse sorgen für eine geregelte Verdauung und werden ohne schädliche Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker hinzugefügt. Auch Vitamine und Fettsäuren befinden sich in einem ausgewogenen Verhältnis in der Rezeptur, da diese bedeutsam für gesunde Haut, glänzendes Fell und starke Knochen sind.

Um ein passendes Futter für Ihr Tier zu finden, können Sie sich gerne beraten lassen. Dazu stehe ich Ihnen mit meinem pets Premium Service-Team unter 089/809 115 650 oder service@petspremium.de gerne zur Verfügung.

Ihnen und Ihren Tieren alles Gute. Herzlichst,
Ihr Dr. Berg

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