Getreidefreies Tierfutter – Qualitätsmerkmal oder hohle Werbeaussage?


25.01.2013
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Tierarzt Dr. Gregor Berg klärt über getreidefreies Hundefutter und getreidefreies Katzenfutter auf! 

Tierarzt Dr. BergSprechen Hundehalter über die Ernährung ihrer Lieblinge, dann dauert es nicht lange, bis einer dieses Wort in den Raum wirft: „getreidefrei“. Einige nicken daraufhin bekräftigend, andere wiederum wissen gar nicht so recht, was gemeint ist. „Getreide ist generell schlecht für die Verdauung“, habe ich Leute schon sagen gehört. Daran, dass deren gesundes Frühstücksmüsli überwiegend aus Getreide besteht, haben sie wahrscheinlich in diesem Moment nicht gedacht. Aber: ein Mensch ist ja auch kein Hund oder schon gar keine Katze und sicher gibt es einige handfeste Argumente, die man in diesem Zusammenhang diskutieren sollte. Die wichtigsten Fakten möchte ich hier vorstellen und die Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen, damit auch Sie bei der nächsten Diskussion auf dem Hundeplatz fundiert mitreden können.

Was ist Getreide?
Getreide ist ein Überbegriff für vom Menschen entwickelte Nutzpflanzen. Die wichtigsten Vertreter sind Weizen, Gerste, Hafer, aber auch Reis und Mais gehören dazu. Neben einige Mineralstoffen und Vitaminen sind Kohlenhydrate der Hauptinhaltsstoff des Getreides. Daneben enthalten sie aber auch Proteine und Fette. Getreide wird weltweit in Massen produziert und wird industriell neben Tierfutter zu wichtigen Grundnahrungsmitteln des Menschen wie Brot und Nudeln verarbeitet. Getreide ist verhältnismäßig billig, gut verdaulich und die darin enthaltenen Kohlenhydrate liefern genauso viel verwertbare Energie wie Proteine.

Gehört Getreide ins Futter? 
Zur Bewertung, ob Getreide im Tierfutter sinnvoll oder gar schädlich ist, muss man zwei Fragen beantworten: Sind Kohlenhydrate als Hauptbestandteil des Getreides generell ein adäquater Energielieferant für Hunde und Katzen? Macht es einen Unterschied ob diese Kohlenhydrate aus Getreide wie beispielsweise Weizen oder ob sie aus Kartoffeln und Früchten stammen? Hund und Katze weisen zum Teil sehr unterschiedliche Nahrungsspektren auf. Sie vertragen Kohlenhydrate daher unterschiedlich gut…

Katzenfutter ohne Getreide und mit viel Fleisch
In einem Katzenfutter haben Kohlenhydrate in relevanter Menge nichts verloren! Die Katze ist ein reiner Fleischfresser, ihr ganzer Körperbau und Stoffwechsel ist an fast ausschließliche Protein- und Fettzufuhr angepasst. Ein kohlenhydrathaltiges Futter, insbesondere wenn diese Kohlenhydrate aus Getreide stammen, ist absolut unnatürlich, belastet den Organismus und kann von der Katze nur zu einem sehr kleinen Teil verwertet werden. Katzen ziehen ihre Energie hauptsächlich aus hochwertigen Proteinen und das heißt Muskelfleisch. Nur durch einen ausreichend hohen Anteil an Fleisch im Futter kann der hohe Bedarf an essentiellen Amino- und Fettsäuren der Katze gedeckt werden.

Hundefutter sollte ebenfalls nicht viel Getreide enthalten
Beim Hund sieht die Sache ein bisschen anders aus, jedoch gibt es auch hier handfeste Bedenken gegen einen zu großen Anteil Getreide im Futter: Hunde sind Allesfresser mit der Tendenz zum Fleischfresser, ihr Organismus kann sich auf wechselnde Kohlenhydratanteile einstellen. Ihr Körperbau und Stoffwechsel ist nicht so streng auf eine rein fleischhaltige Ernährung ausgelegt. Jedoch ist ein Hund viel mehr Fleischfresser als beispielsweise der Mensch und daher sollte auch er eine ausreichende Portion Fleisch in der Ration erhalten. Eine ausgewogene Verteilung der Rohstoffe Fett, Protein und Kohlenhydrate ist hier wichtig. Wenn ein Futter viel Getreide enthält dann steigt auch automatisch der Anteil an Kohlenhydraten zu Ungunsten von Proteinen und tierischen Fetten.

Kohlenhydrate im Futter – eher schlecht aber manchmal auch sinnvoll
Die Kohlenhydrate im Getreide der meisten Tierfutter sind miteinander verknüpfte Einfachzucker (Glukose). Die Verknüpfungen können von den Verdauungsenzymen der Hunde und eingeschränkt auch der Katzen relativ leicht auseinandergeschnitten werden, so dass es zu einer Schwemme an Glukose im Blut kommt. Dadurch wird der Insulinspiegel massiv erhöht. Kohlenhydrate, die beispielsweise aus Wurzeln, Gräsern oder Beeren stammen, werden vom Organismus in der Regel viel langsamer verdaut. Im Körper kommt es nicht zu einer solch ausgeprägten Schwemme an Glukose. Hunde als Allesfresser mit der Tendenz zum Fleischfresser können die so bereitgestellte Energie viel besser verarbeiten und dem Stoffwechsel zuführen. Katzen sollten generell keine nennenswerten Kohlenhydratanteile im Futter bekommen egal aus welcher Quelle sie stammen.
Hohe Kohlenhydratgehalte im Hundefutter – auch aus Getreide – können aber immer dann sinnvoll sein, wenn der Hund große Leistung zu vollbringen hat, beispielsweise auf dem Hundeplatz oder wenn Hündinnen ihre Welpen säugen. Hierdurch kann schnell und effektiv Energie bereit gestellt werden. Auch bei bestimmten Krankheiten kann es ratsam sein, die Energie besser aus Kohlenhydraten statt aus Fetten oder Protein zu ziehen. Das sind allerdings spezielle Einsatzzwecke, die mit einer regulären Ernährung wenig zu tun haben. In einem Katzenfutter haben bedeutsame Kohlenhydratgehalte generell nichts verloren – egal ob diese aus Getreide oder anderen Quellen stammen.  Hunde haben Kohlenhydrate dagegen auch in ihrem natürlichen Nahrungsspektrum, allerdings sollten diese nicht wesentlich aus Getreide stammen, da es natürlicher und weniger belastend ist, wenn die einzelnen Zuckermoleküle nach und nach in den Organismus gelangen. Ein überdurchschnittlich hoher Gehalt an Kohlenhydraten im Hundefutter kann in speziellen Situationen richtig sein, jedoch sollten dann die Fett- und Proteinquellen zwingend eine sehr gute Qualität aufweisen (z. B. Muskelfleisch), damit eine ausreichend hohe Versorgung mit essentiellen Nährstoffen gewährleistet ist.

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Welche Erfahrungen habt ihr mit getreidefreiem Futter gemacht? Könnt ihr vielleicht noch etwas ergänzen oder wollt ihr noch mehr über getreidefreies Tierfutter wissen? Ihr dürft gerne Eure Kommentare unten eintragen.

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