Hundefutter-Test der Stiftung Warentest – Statement Dr. Berg


27.02.2015
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München, 27.02.2015 – Wie schon vor ca. einem Jahr beim Katzenfutter-Test der Stiftung Warentest äußert sich Tierarzt und Futtermittelexperte Dr. Gregor Berg auch zum Hundefutter-Test der Stiftung Warentest. Lesen Sie hier das Statement:

Auf der Suche nach verlässlichen Aussagen beim Tierfutter
Die Ernährung von Hunden und Katzen (und damit auch die Suche nach dem richtigen Hundefutter oder Katzenfutter) nimmt bei Tierfreunden eine immer wichtigere Rolle ein. In der Folge finden Berichte über Langzeitschäden durch Nährstoffmangel oder über Futter von minderer Qualität immer mehr Aufmerksamkeit. Da ist es zu begrüßen, dass sich Stiftung Warentest – ähnlich wie vor einem Jahr mit dem Test von Katzenfutter – aktuell mit der Frage beschäftigt, was ein gutes Nassfutter für Hunde ist. Im Gegensatz zum letzten Test, bei dem Katzenfutter kritisch unter die Lupe genommen wurde, standen dieses Mal gleich 30 Nassfutter für Hunde im Fokus. In diesem großen Hundefuttertest wurden die Nassfutter verschiedener Hersteller einer detaillierten Beurteilung unterzogen.
Stiftung WarentestDas Ergebnis lässt einen staunen: Auf den vorderen Plätzen finden sich auch Produkte, die u. a. Reste der Lebensmittelindustrie enthalten, z. B. Fleisch- und tierische Nebenerzeugnisse sowie Pflanzliche Nebenerzeugnisse und in vielen Fällen auch einen wilden Mix an Proteinquellen (mit meist 4-6 Fleischsorten wie z.B. Schwein, Rind, Huhn, Pute, Schaf oder Rothirsch) beinhalten. Manch anderes Futter, das zum Teil ein Biosiegel führt oder Muskelfleisch in Lebensmittelqualität enthält, bekommt von Stiftung Warentest dagegen eine mangelhafte Bewertung.
Kann das stimmen? Die Antwort von mir als Tierarzt und Futtermittelexperte von pets Premium ist ein klares NEIN! Das, was Stiftung Warentest getestet hat, ist innerhalb der selbst gewählten Kriterien nachvollziehbar, der Test bleibt aber in vielen Punkten unvollständig und in seiner Aussagekraft daher begrenzt. Statt beim Verbraucher für mehr Transparenz zu sorgen, führt er stellenweise zu einem verzerrten Bild der am Markt befindlichen Nassfutter für Hunde und bleibt einseitig in seinem Urteil.

Welche Anforderungen muss ein gutes Futter erfüllen?
Ein gutes Alleinfutter muss erstens den Nährstoffbedarf eines Tiers vollständig decken, d. h. es darf keine wissenschaftlich ermittelten Richtwerte für bestimmte Inhaltsstoffe maßgebend unter- oder überschreiten (quantitativer Aspekt). Zweitens sollte das Futter hochwertige Zutaten enthalten, also beispielsweise Muskelfleisch als Eiweißquelle statt minderwertiges Bindegewebe (qualitativer Aspekt). Diese beiden Punkte sind zentral für die Beurteilung eines Tierfutters, stehen gleichwertig nebeneinander und tragen zum überwiegenden Teil zur Beantwortung der Frage bei, ob ein Futter gut oder schlecht ist. Zusätzlich können noch weitere Kriterien in das Gesamturteil einfließen, u. a. wie konkret die Angaben des Herstellers zu den im Futter verwendeten Inhaltsstoffen sind. Solche zusätzlichen Punkte sind geeignet, ein Gesamturteil zu beeinflussen, im Vergleich zu den Hauptkriterien sind sie jedoch viel weniger wichtig – das sieht auch Stiftung Warentest so, mit dem Unterschied, dass die Beurteilung der quantitativen Aspekte aber das einzige Hauptkriterium des aktuellen Tests darstellt. Was ist mit dem zweiten Punkt, der Beurteilung der Güte der verwendeten Rohstoffe, also deren Qualität? Danach sucht man auch im aktuellen Hundefuttertest der Stiftung Warentest nach wie vor vergebens, obgleich sich auch für die Qualität der Rohstoffe langsam ein Bewusstsein zu entwickeln scheint, worauf ich im folgenden Absatz eingehen werde.

Ist die Futterbeurteilung von Stiftung Warentest umfassend?
Ohne Frage, ein Futter, welches quantitative Anforderungen nicht erfüllen kann, also einen oder mehrere Nährstoffe entweder im Übermaß enthält oder so wenig davon, dass es das Tier nicht ausreichend versorgen kann, ist schädlich und darf keine gute Beurteilung erhalten. Aber ist es in Ordnung, dass es kaum eine Rolle spielt, welche Rohstoffe in einem Futter verarbeitet wurden und welche Qualität diese haben? Sicher nicht! Immerhin: Im Vergleich zum Katzenfuttertest im Jahr 2014 hat Stiftung Warentest im aktuellen Hundefuttertest „minderwertige Schlachtabfälle“ zumindest erwähnt und behauptet, dass keine Hinweise auf solche Rohstoffe gefunden wurden. Nur: was versteht Stiftung Warentest darunter? So dürfen beispielsweise gesundheitsschädliche Teile eines Tierkörpers ohnehin nicht zu Tierfutter verarbeitet werden, wie es Stiftung Warentest auch korrekt erklärt. Bezieht sich deren Aussage alleine darauf, dass keine solchen illegalen Bestandteile gefunden wurden? Was ist aber mit den zugelassenen Rohstoffen für Tierfutter? Denn auch innerhalb des rechtlich zulässigen gibt es große Unterschiede zwischen den Inhaltsstoffen der Futtermittel. Die Qualität der Rohstoffe eines Futters ist ein Wert an sich und muss gleichwertig mit den Anforderungen an den quantitativen Bedarf gesehen werden. Dieser Aspekt sollte daher in einem eigenen Hauptkriterium Berücksichtigung finden. Wie auch der Katzenfuttertest von Stiftung Warentest vor einem Jahr, basiert der Hundefuttertest in der Hauptsache auf einem Abgleich aktuell empfohlener Bedarfszahlen mit den Nährwerten der Futtermittel. Es liegt auf der Hand, dass ein solcher Abgleich wenig Spielraum für Kritik lässt und daher einfacher zu begründen ist, als eine Bewertung in der zusätzlich darauf geachtet wurde, ob hochwertige oder minderwertige Rohstoffe verwendet wurden. So hat Muskelfleisch nachgewiesene ernährungsphysiologische Vorteile gegenüber anderen Proteinquellen wie beispielsweise Bindegewebe. Beide Rohstoffe können quantitativ einen vergleichbar hohen Proteinwert aufweisen. Wieviel davon aber im Organismus ankommt (Verdaulichkeit) und wie gut der Organismus die darin enthaltenen Proteine nutzen kann (biologische Wertigkeit), steht auf einem anderen Blatt. Obwohl beide Rohstoffe für die Verwendung in Futtermitteln zugelassen sind bestehen jedoch erhebliche Unterschiede. Diese Unterschiede gilt es nach unserer Meinung stärker in die Gesamtbewertung eines Futters mit einfließen zu lassen.

Dr. BergEinige Kriterien verständlich, andere missverständlich gewählt
Es kommt oft auch auf die Details an! Eine Futterbewertung auf Bedarfszahlen zu stützen ist richtig, die Qualität der Rohstoffe darf aber nicht außer Acht gelassen werden. In diesem Sinne stiftet es eher Verwirrung, dass Stiftung Warentest das Hauptkriterium ihres Tests „ernährungsphysiologische Qualität“ nennt. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird unter „Qualität“ in der Regel „Güte“ verstanden, also eine Aussage zur Wertigkeit. Stiftung Warentest verwendet diesen Begriff in einem anderen Sinn, nämlich als objektive Feststellung, dass Bedarfszahlen eingehalten wurden. Diese technische Verwendung kann beim Verbraucher den Eindruck erwecken, dass die Futtermittel auch nach Gütekriterien beurteilt wurden – was eben gerade nicht der Fall ist. Es ist wichtig zu verstehen, dass ein Hundefutter, dem im aktuellen Test eine hohe „ernährungsphysiologische Qualität“ bescheinigt wurde, nicht unbedingt ein Futter mit hochwertigen Inhaltsstoffen ist. Ebenso gut kann es auch ein Futter mit minderwertigen (wenngleich auch zulässigen) Inhaltsstoffen sein, so lange es Bedarfszahlen einhält. Die Tatsache, dass keine unzulässigen Inhaltsstoffe gefunden wurden, heißt noch lange nicht dass in die verschiedenen Produkte Rohstoffen gleichwertiger Qualität Eingang gefunden haben.

Alleinfuttermittel – welchen Ansprüchen sollte ein Futter genügen?
Deutlich wurde im aktuellen Test auf die Deklaration „Alleinfuttermittel“ eingegangen. Ein Alleinfuttermittel darf nach rechtlichen Vorgaben zu keinerlei Schäden am Tier führen, auch wenn es dauerhaft und ausschließlich verfüttert wird. Das bedeutet auch dass alle Nährstoffe in ausreichender Menge enthalten sind, die ein Tier braucht. Bei der Herstellung von Tierfutter gehen im Laufe des Produktionsprozesses bestimmte Nährstoffe (u. a. Vitamine) verloren. Diese Verluste sollten im Vorfeld bedacht und in irgendeiner Form ausgeglichen werden, um im fertigen Produkt noch ausreichend vorhanden zu sein. Ein Tierfutter ist kein technisches Produkt, das nur eine bestimmte Funktion erfüllt – oder eben nicht. Nicht jedes Futter, welches alle Bedarfszahlen einhält, kann als gutes Futter bezeichnet werden.
Wichtig ist es, die Tiere nicht aus den Augen zu verlieren und sich an deren natürlichen Nahrungsquellen zu orientieren. Ein Futter, dessen reine Zahlenwerte mit zum Teil unnatürlichen Zutaten verwirklicht wurden, sollte kritisch hinterfragt werden. Es ist nachvollziehbar, dass ein Hersteller, der versucht die Bedarfszahlen einer Tierart in seinem Futter durch natürliche Rohstoffe wie zum Beispiel Herzmuskelfleisch zu erreichen vor größeren Hürden steht als ein anderer, der sein Futter mit zahlreichen künstlichen Bestandteilen baukastenartig wie im Labor zusammensetzt. Genau deshalb müssen beide Aspekte eines Futters im Einklang gesehen werden: Einhaltung der Bedarfszahlen und Qualität der verwendeten Rohstoffe.

Persönliches Fazit
In meinen Augen spielen bei der Beurteilung eines Futters beide Faktoren eine wichtige Rolle: die Einhaltung der Bedarfszahlen und Qualität der verwendeten Rohstoffe. Ein wirklich gutes Futter muss in beiden Disziplinen gute Ergebnisse erzielen. Um zu verdeutlichen dass neben der Einhaltung der Bedarfszahlen die Qualität der Inhaltsstoffe aber eine ebenso große Rolle spielt, lassen Sie sich einmal auf folgendes Beispiel ein und denken sich, Sie würden vor folgende Wahl gestellt:

  1. Sie essen jetzt ihr Leben lang morgens, mittags und abends Astronautennahrung (ohne genau zu wissen was darin enthalten ist – wir erinnern an den wilden Mix an tierischen Proteinen), die ihren Nährstoffbedarf komplett deckt und Sie somit voll ernährt.
  2. Sie bekommen ein schönes Rindersteak mit gedünsteten Bio Karotten, Zucchini und Kartoffeln, erhalten aber den Hinweis: Achtung, keine Zusatzstoffe enthalten, Sie werden evtl. unterversorgt!

Die allermeisten Menschen würden in diesem Fall intuitiv eine leichte Entscheidung treffen, heute b) mit Rindersteak, Morgen eine andere Variante von b) mit Putensteak und Reis und Übermorgen Wild mit Süßkartoffeln. Wer will schon sein Leben lang die gleiche Dose mit den gleichen fünf Sorten Innereien essen, solange er nicht zum Mond fliegen muss?

Sie haben weitere Fragen? Das pets Premium Team und Dr. Gregor Berg antworten gerne hier unten per Kommentar.

Kommentare zu diesem Beitrag (18)

  • ”Hallo Herr Dr. Berg! Vielen Dank für diese interessanten und wichtigen Informationen zu dem Test. Leider scheinen viele Verbraucher nun zu denken, dass die Discount-Produkte gut für ihren Vierbeiner sind. Ich möchte auch folgenden Artikel ans Herz legen. https://deryorkshireterrier.wordpress.com/2015/03/02/in-aller-munde-hundefuttertest-von-stiftung-warentest/ Liebe Grüße Kellie” von Kellie Jaxson
  • ”Diese Tests der Stiftung Warenrest waren schon oft ein Ärgernis. Ich erinnere mich an einen der letzten Hundefutter - Tests dieser Truppe. Da wurde einem Futter , getreidefrei, mit hohem , erstklassigem Fleischanteil, Gemüse und Obst , ohne Zucker, Farbstoffe, Konservierungsstoffe, seit vielen Jahren prämiert , ein mangelhaft gegeben. Warum? Die Beschriftung war so klein...und es wurde nicht ausdrücklich darauf hingewiesen dass es nicht für Welpen ist. Man beachte : der Hersteller bietet extra Puppy - Futter an,im Test war aber das Futter für erwachsene Hunde. Dafür landeten Hundefuttermarken voller Mist wie Konservierungs - und Farbstoffe, mit mehr Getreide als sonstwas versehen, bekannt für ihre miese Qualität ( dafür tolle Webespots!) bei dieser Stiftung Warentest auf den vordersten Plätzen mit einem sehr gut !” von Moni Bachner
  • ”Hallo Zusammen! Ich sehe den aktuellen Hundefutter-Test der Stiftung Warentest ebenfalls sehr kritisch. Schade, dass bei dem Test die Qualität der Inhaltsstoffe nicht berücksichtigt wurden. Stattdessen werden Billig-Futter, die keine guten Rohstoffe enthalten, so hoch gepriesen. Ich hoffe sehr, dass sich Hundebesitzer von diesem Test nicht verunsichern lassen und weiterhin auf gutes und hochwertiges Futter zurückgreifen. Lest auch meinen Blog zu diesem Thema: http://leswauz.com/2015/02/28/wie-stiftung-warentest-uns-und-unseren-hunden-luegen-und-abfaelle-fuettern-moechte/” von Rebecca
  • ”Ich bin jetzt total verunsichert. Füttere momentan RINTI. Kann mir jemand ein gutes Nassfutter empfehlen? Würde mich sehr freuen. Monika” von candy2
  • ”Ich finde den Test von Stiftung Warentest auch kritisch. ABER: keines der getesten Feuchtfutter die hier als Hochwertig (mit Muskelfleisch) bezeichnet werden konnte alle Nährstoffe abdecken. Es gibt nunmal Hundehalter die ihren Hund nur mit einer bestimmten Marke füttern, diese Hunde müssen auch mit diesem Futter ausreichend Versorgt werden. Punkt. Da gibts nix drum rum zu diskutieren. Die Hersteller haben da meiner Meinung einfach Nachholbedarf. Gerade ein zu geringer Calzium oder Phosphorgehalt kann ich überhaupt nicht verstehen, dieser verändert sich auch nicht beim kochen! Da hat jemand einfach seinen Taschenrechner nicht bedienen können und dem Futter zu wenig Knochenmehl beigemischt (was ich bei einem Futtermittelhersteller höchst erschreckend finde!). Das gleiche gilt wenn zu wenig Fettsäuren im Futter enthalten sind. Bei den Vitaminen muss man sich eben fragen ob es möglich ist sie auf natürlicher Weise bei einem Feutchfutter zuzugeben. Das sehe ich sehr kritisch, da der größte Teil beim Kochen zerzört wird. Endweder man findet sich also damit ab das im vorhinein sehr viele künstliche Vitamine zugegeben werden, wovon dann 90% beim kochen zerstört werden oder man füttert eben kein solches Futter oder man kauft ein Feutfutter ohne Vitamine und gibt diese dann erst im Napf dazu. Darauf hinzuweisen, dass man statt fertigem Hundefutter doch lieber frisches Futter füttern soll finde ich hier unangebracht. Was drauf steht muss auch drin sein! Wenn ein Hundefutterhersteller Futter herstellt was den kompletten Bedarf nicht abdeckt, dann muss das eben auch so deklariert sein (Einzelfuttermittel, Ergänzungsfuttermittel).” von Steffi
    • ”Hallo Steffi. Vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir sind der selben Meinung wie Sie, dass ein gutes Futter neben der Qualität der Rohstoffe auch den Bedarf einer Tierart decken muss. Genau so haben wir es oben auch formuliert. Ebenso sehen wir die Deklaration "Alleinfuttermittel" kritisch, wenn keine Zusatzstoffe (insbesondere Vitamine) enthalten sind. Aber: Der Hersteller ist für die Einhaltung der Nährstoffgehalte verantwortlich, diesen Aspekt (dass alle Nährstoffe drin sind, die reingehören) setzen wir daher voraus und wenn ein Hersteller sein Futter "Alleinfutter" nennt, dann glauben wir ihm das erstmal. Trotzdem schenken wir der Bedarfsdeckung eines Futters große Aufmerksamkeit und errechnen anhand der Angaben, die wir vom Hersteller erhalten, unsere Kennzahlen. Der andere wichtige Aspekt für uns ist aber die Qualität der Rohstoffe eines Futters. Und hier gibt es kaum Institutionen, die sich an diese Bewertung herantrauen. Deswegen stellen wir hier auf petspremium.tv diese Seite der Medaille so sehr in den Fokus und wollen darauf aufmerksam machen. Unsere Kritik am Test von Stiftung Warentest zielt daher auch nicht darauf, dass Bedarfsdeckung und Nährstoffe überprüft werden, was absolut notwendig ist, sondern vielmehr dass der Test eben nur diesen einen (zugegeben wichtigen) Aspekt enthält! Wer nur wenig Erfahrung mit Tierfutter hat bekommt dort den Eindruck vermittelt, dass die ganzen gutplatzierten Futter, mit ihren zum Teil wirklich minderwertigen Zutaten, umfassend gute Futter sind. Sie sind tatsächlich aber nur in einer Disziplin gut. Das ist für uns ein großer Unterschied! Uns liegt - wie Ihnen sicher auch - gutes Tierfutter am Herzen. Am besten wäre es also, wenn die Hersteller voneinander lernen könnten: was machen die einen gut, was die anderen, und am Ende werden Futtermittel produziert, die hochwertige Rohstoffe enthalten UND alle Bedarfszahlen decken. Tests, wie die von Stiftung Warentest, strafen aber manche Futter ab, deren Hersteller sich um beste Zutaten bemühen, und heben andere auf einen Sockel, die unserer Ansicht nach dort nicht stehen sollten. Denn: es ist in der Tat schwieriger mit natürlichen Rohstoffe bestimmte Bedarfswerte einzuhalten als mit einem Futter, das mit "toten" Rohstoffen nach dem Baukastenprinzip zusammengesetzt wird. Die Nährstoffgehalte schwanken natürlicherweise z. B. in Fleisch. Es ist klar, dass nicht jedes Stück Fleisch immer im Detail auf seine Nährstoffzusammensetzung untersucht werden kann. Wenn ein Hersteller versucht die Bedarfszahlen möglichst mit den verwendeten Rohstoffen einzuhalten, und nur so viel Zusatzstoffe einsetzt wie nötig, dann kann es zu Schwankungen kommen und passieren, dass eine Dose manche Nährstoffe im Übermaß enthält und von manchen zu wenig. Das kann bei der nächsten Dose wieder anders aussehen. Das rechtfertigt nicht dass z. B. zu wenig Calcium enthalten ist, aber sollte beim Nachdenken über gutes Futter im Hinterkopf behalten werden. Ich freue mich sehr über Ihren tollen Beitrag und wünsche Ihnen alles Gute. Herzlich, Ihr Dr. Berg” von Dr. Gregor Berg
  • ”...ich stimme steffi zu: wer "alleinfuttermittel" anbietet, muß auch das ganze ernährungsspektrum bieten können (und insbesondere kein kadmium etc. mitliefern!) allerdings verstehe ich auch hundehalter nicht, die ganz auf büchsen und trockenfutter setzen. "artgerecht" oder sonstwie natürlich ist das doch augenscheinlich nicht. ich fütter meinen hund mit frischem fleisch in allen varianten (angekocht),babygemüse, hefeflocken, grünlippmuschelextrakt (für die alternden gelenke),haferflocken (oder weizenkleie),joghurt, (gelegentlich: luvos heilerde) und allabendlich gibt`s ein kleines stück schnittkäse. das ist zugegeben etwas mehr aufwand als eben eine büchse aufzureißen, aber wir sparen uns den tierarzt...” von jürgen julius irmer
  • ”Ich füttere meinen Hund auch frisch und möglichst Abewechslungsreich (ist aber schwierig bei Allergien). Ich finde aber, dass man bei Test und Diskussionen dazu beim Thema bleiben muss. Nütz ja nix zu sagen: joar Eigentlich sollt ihr Feutfutter liebr nicht füttern und stattdessen firsch. Damit geht man nur der Kritik aus dem Weg. Die Stellungnahme von Terra Canis, finde ich persöhnlich auch unangebracht. Statt drum rum zu reden sollte man doch lieber seine Fehler eingesehen und Besserung geloben. Wie gesagt, bei den Vitaminen kann ich die Problematik für kleine Hersteller ja noch verstehen, aber ein zu geringer Phosphorgehalt muss defenitiv nicht sein. Auch die Erläuterungen bezüglich des Vit B1, sind laut Stiftung Warentest nicht ganz richtig. Der Gehalt von Vit B1 in Terra Canis ist auch wenn man die Eigenproduktion des Hundes mit einrechnet wohl zu gering (Kommentar von Stiftung Warentest, nachzulesen unter den Kommentaren auf der Seite von Stiftung warentest).” von Steffi
  • ”Hallo Dr. Berg, ich habe ihren Kommentar erst jetzt gelesen. Für mich spielt die Qualität ebenso einge große Rolle. Meiner Meinung muss ein Hundefutter wenn es als Alleinfutter ausgewiesen ist, aber in erster Linie alle Nährstoffe abdecken. Sicherlich unterliegen die Chagen natürlichen Schwankungen, aber wenn z.B. Calzium, Phosphor oder Linolsäure nur zu 1/3 gedeckt wird, kann dies auch nicht über Chagenunterschiede ausgelichen werden (eine Chage mit mehr, eine mit weniger) und ist mit Sicherheit nicht auf unterschiede innerhalb der Rohstoffe zurückzuführen. Dann muss man als Verbraucher davon ausgehen, dass auf lange sich Mangelerscheinungen auftreten. Für mich fallen deshalb alle getesten Feuchtfuttersorten durch. Die günstigen, aufgrund schlechter Verdaulichkeit (qualität der Rohstoffe) und die teueren weil sie den Bedarf nicht decken.” von Steffi
  • ”Bzgl. des Beitrages von H. Dr. Berg bin ich jetzt genau so schlau , wie nach den Test von St. WT.. Er schreibet zwar, was alles unwichtig oder wichtig ist. Ich hätte mir gewünscht, dass die Zusammensetzung des Nassfutters anhand von Quantitäten der wirklich wichtigen Zusätze aufgeführt wurden. mfg. H.K.Rehbein” von H.-K. Rehbein
  • ”Hallo Herr Dr. Berg, ich bin jetzt wirklich verunsichert was ich füttern kann/soll. Wir haben einen 12 Wochen alten Akita Welpen der zur Zeit noch das Puppy-Trofu vom Züchter bekommt. Wir haben begonnen das Mush-Barf Puppy zu füttern. Da uns die Verkäuferin aber über die Futtermenge falsch beriet haben wir feststellen müssen das der Preis bei der zu verfütternden Tagesration enorm hoch ist (ca. 6,00 pro Tag!) Nun wissen wir nicht welches Nassfutter/Trockenfutter in einem vernünftigen Preis-Leistungsverhätnis liegt. Selbstverständlich wollen wir keinen Billigramsch für unseren Welpen sind aber auch nicht bereit horrende Preise für hochbeworbene Produkte (die am Ende vielleicht nicht das halten was sie versprechen) auszugeben! Welches Futter können Sie uns empfehlen? Vielen lieben Dank für eine baldige Antwort.” von Karin
    • ”Liebe Karin, vielen Dank für Ihre Anfrage und das in uns gesetzte Vertrauen. Bei pets Premium können Sie einige sehr gute Welpenfutter zu einem guten Preis-Leistung-Verhältnis kaufen. Am besten ist es, wenn Sie sich unter 089-809115650 direkt mit unserem Serviceteam in Verbindung setzen - selbstverständlich kostenfrei. Dort können wir Ihnen direkt einige hochwertige Futter empfehlen, die Ihnen sicher zusagen werden. Wir freuen uns sehr auf Ihren Anruf. Herzlich, Ihr Dr. Berg” von Dr. Gregor Berg
  • ”Hallo zusammen, mein Schluss daraus ist, neben der Auswahl von hochwertigem Hundefutter, die Abwechslung des Futters. Mal dieses Futter mal jenes und als Zugabe auch noch "richtiges" Fleisch. So vermeidet man die Unterdosierung oder Überdosierung bestimmter Nährstoffe. Im übrigen wäre ich ganz glücklich, wenn sich mehr Menschen über ihre eigene Ernährung soviele Gedanken machen wie über die Ernährung ihrer Hunde und Katzen. Und das meine ich so wie ich es schreibe. Die eine oder andere Hundefuttermarke scheint so gutes Futter herzustellen, wie man es sich als Mensch oft für das eigene Essen wünscht. Schönen Sommer Klaus” von Klaus Schleusener
    • ”Hallo Klaus, vielen Dank für Ihren Kommentar, den ich sehr begrüße. :-) In der Theorie ist es so, dass ALLE Alleinfutter alle Bedarfszahlen einhalten sollten. In der Praxis stellt das manchmal eine Herausforderung dar, das stimmt. Wenn Sie das Futter aber standardmäßig durchwechseln, dann können andere Probleme auftreten, z. B. Übergewicht. Man weiß, dass Hunde, die regelmäßig neues Futter bekommen dicker sind als solche, denen i. d. R. eine Sorte verfüttert wird. Das hat etwas mit der Akzeptanz zu tun, als wie gut es dem Hund schmeckt. Auch kommt durch einen ständigen Futterwechsel Ihr Hund immer wieder mit neuen Proteinquellen in Kontakt, sollten sich irgendwann einmal Allergien entwickeln dann wären viele dieser Proteinquellen unbrauchbar geworden für eine Ausschlußdiät. Besser wäre es, sich als Besitzer EIN Futter bzw. einen Hersteller heraus zu suchen, dem man vertraut und dessen Futter vom eigenen Hund gut vertragen wird (Haut, Fell, Kotabsatz usw.). So halte ich es auch mit meinen Hunden und bin bisher sehr gut damit gefahren. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Hund alles Gute und ich habe mich sehr über Ihren Kommentar gefreut, der sicher auch für andere Tierfreunde sehr interessant ist. Herzlich, Ihr Dr. Berg” von Dr. Gregor Berg
  • ”Hallo! Könnten Sie bitte auch einmal das Futter von Anifit (zwecks ausgewogener Ernährung mehrere Sorten) testen? Danke und Gruß Moni” von Moni
    • ”Hallo Moni, wir haben verschiedene Futter in der Mache, vielleicht ist das von Ihnen genannte auch bald einmal dabei. Wenn Sie eine konkrete Frage dazu haben, dann können Sie diese auch gerne hier stellen oder unter 089-809 115 650 unser Serviceteam anrufen, die Ihnen Ihre Fragen beantworten können. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Herzlich, Ihr Dr. Berg” von Dr. Gregor Berg
  • ”Hallo guten Tag. Nach all den Hundefuttertests bin ich verunsichert,mein Tierarzt hat Pet-Fit empfohlen. Kennen Sie das Futter,und wie gut ist das Futter? Danke für eine Antwort Herbert Hessner” von Herbert Hessner
  • ”Hallo,ich habe sehr viele Tiere und bin immer sehr bemüht allen nur das Beste zugeben(Futter,ect.)! Das ist nicht immer leicht, denn es gibt ja gerade im Futterbereich so viele Sorten, und oft weiss man nicht mehr, was man noch füttern soll! Ich verbringe oft einige Stunden am PC und vergleiche verschiedene Futtersorten! Ich achte auf die Zusammensetzung,den Fleischgehalt(frisches und getrocknet)usw.! Und auch auf den Preis,denn wenn man vielen Tieren ein gutes Zuhause geben will, ist auch das ein wichtiger Punkt! Und ich finde das einige Hersteller hierbei sehr übertreiben mit den Preis, so nach den Motto"toller Name und bekannt(so wie bei den Markensachen,wo man für den Namen ja auch immer drauf zahlt)!Denn wenn man mal vergleicht,gibt es andere Hersteller mit den selben Zutaten oftmals viel günstiger! Und geht es denn auch hier leider oftmals nicht nur ums Geld und nicht ums Tier!? Und wenn hier ein Dr.Berg für Tierfutter werbt, das es bei PETS Premium gibt,na da weiss man doch warum !!! Und damit will ich nicht sagen, dass das Futter schlecht ist,denn ich glaube auch, das DR.Berg weiss wovon er spricht! Nur am ENDE muss der Hund das Futter ja auch mögen!!! Wenn man dies erreicht hat, und sein Tier auch noch artgerecht ernährt, hat eine lange Reise hinter sich!!!” von mittier
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